Carles María Ortega
Carles María Ortega (*1895 in Ruavilla/Croel; +1972 in Semesce) war ein sagradischer konservativer Politiker und Präsident der Republik (1964-1972). Vor seiner Präsidentschaft war er u.a. Außenminister (1957-1960) und Parteivorsitzender der christlich-konservativen CSD (1960-1964).
Inhaltsverzeichnis
Leben
Jugend und Beruf
Der aus großbürgerlichem Haus stammende Carles María Ortega wurde in der Croel geboren und wuchs in Óstino auf, wo sein Vater, ein angesehener Ostinenser Kaufmann, ein Handelshaus leitete. Ortega besuchte ein katholisches Gymnasium und begann nach dem Abitur ein Studium der Rechtswissenschaften, das er schließlich als Dr. jur. abschloss. Danach trat er als Syndikus und später als leitender Geschäftsführer in das Ostinenser Bankhaus Ernesto Blaste Creditoes SRL ein. Von 1932 bis 1934 leitete Ortega zwischenzeitig die Geschäfte des Ostsagradischen Vereins von Privatbanken, ehe er 1935 Präsident der Vereinigung Sagradischer Privatbanken wurde und 1937 zum Bankhaus Blaste zurück kehrte. Bis zu deren Verbot im Jahr 1938 gehörte Ortega der liberalkonservativen Aliança Republicana (später ARD) an und saß 1934-1938 im Ostinenser Stadtrat, 1938 trat Ortega der Comunión Nacional bei.
Beginn der politischen Karriere
Nachdem Ortega, aufgrund seiner Geschäftstätigkeiten mit guten Verbindungen nach Skandinavien ausgestattet, 1943 zum sagradischen Gesandten in Schweden ernannt worden war, berief ihn der provisorische Regierungschef Sergio Rafael Dini im Januar 1945 zu seinem persönlichen Berater für Handel und außenwirtschaftliche Beziehungen. Nach Dinis Wahl zum Präsidenten der Republik im August 1945 wurde Ortega stellvertretender Kabinettssekretär und einer der engsten Mitarbeiter Dinis im Plazarenya-Palast. 1946 bewarb sich Ortega in der Provinz Ostino um ein Mandat im Senat, unterlag aber seinem Konkurrenten von der Linken.
Minister und Parlamentarier
1949 berief ihn PCC-Führer und Ministerpäsident Paulo Luciaro als Minister für Angelegenheiten der Nationalversammlung in sein Kabinett. Als solcher oblag ihm die Koordination der Regierungspolitik mit den mehrheitsbildenden Fraktionen in Abgeordnetenkammer und Senat. Wenig später zog Ortega, mittlerweile Parteimitglied des PCC, als Nachrücker selbst in die Abgeordnetenkammer ein. Bei der Parlamentswahl des Jahres 1950 zog Ortega für das Mitte-Rechts-Wahlbündnis CSD in die Kammer ein. Auf Vorschlag Luciaros wurde Ortega zum parlamentarischen Sekretär der CSD-Fraktion in der Abgeordnetenkammer gewählt, dieses Amt gab er jedoch nach anhaltenden Meinungsverschiedenheiten mit Fraktionssprecher Santiago Miguel Ramírez im Jahr 1952 auf und wurde stattdessen zum stellvertretenden Fraktionssprecher gewählt.
Außenpolitisches Wirken
Als Experte seiner Fraktion für Außenpolitik und einer der prominentesten und profiliertesten Parlamentarier ohne Ministeramt übernahm Ortega nach der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954 den Vorsitz im Kammer-Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten. Das Angebot Luciaros, als Staatssekretär ins Außenministerium einzutreten, lehnte Ortega im Herbst 1955 ab. 1954/55 gehörte Ortega als Vertreter der sagradischen Abgeordnetenkammer zu einer bilateralen sagradisch-micolinischen Kommission zur Lösung der seit 1935 offenen Golen-Frage, die wesentliche Vorarbeiten zu den 1955 abgeschlossenen Verträge von Alágua und Pexace leistete. In der Folge ernannte Ministerpräsident und Außenminister Luciaro Ortega zum Sonderbeauftragten der Regierung für die sagradisch-micolinischen Beziehungen. Das 1956 als Ergänzung zu den Golenverträgen zwischen beiden Staaten geschlossene Abkommen von Plato über den Status von Cuentez geht wesentlich auf das Wirken Ortegas zurück.
Im Rahmen einer Kabinettsumbildung im Frühjahr 1957 ernannte Ministerpräsident Luciaro den verdienten Außen-Experten Ortega als eigenen Nachfolger zum Außenminister seiner Regierung. Diese Funktion übte Ortega auch nach der Kammerwahl 1958 in der letzten Regierung Luciaro aus. Im Jahr der Wahl wurde Ortega zudem erstmals in die Parteileitung der CSD gewählt.
Fraktions- und Parteichef
Nachdem Paulo Luciaro im Herbst 1959 seinen Rücktritt als Ministerpräsident für Januar 1960 angekündigt hatte,