David Alexander von Sessin

Aus Sagradien
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David Alexander von Santori, Herzog von Sessin (David Alejandro) (*1709, †1755), war ein sagradischer Prinz aus dem Haus Santori-Sessin. Er war der letzte Herzog von Sessin (1721-1755) aus dem Haus Santori und zugleich der letzte legitime männliche Vertreter des Hauses aus direkter, männlicher Linie. Er ging daher auch als "letzter Sántori" in die Geschichte ein.

Kindheit und Jugend

David Alexander wurde 1709 als zweitältester Sohn von Herzog Joseph-August von Sessin und dessen erster Frau Katharina von Sagradien, Herzogin von Sessin geboren. Wie sein älterer Bruder Ludwig Philipp war er sowohl väterlicher- als auch mütterlicherseits ein Urenkel des sagradischen Königs Gabriel VII. und gehörte damit zur engeren königlichen Familie. Sein Onkel war Danadier II.

Während seiner Kindheit und Jugend erlebte David Alexander die Wirren des sagradischen Bürgerkriegs, in dem sein Vater Joseph-August als Generalvikar die ständischen Truppen gegen Davids Onkel König Danadier II. anführte. Mit dem Tod seines Bruders Ludwig Philipp im Jahr 1715 stieg David, der als Conte de Montorel bekannt war, zum Erben seines Vaters auf. 1721 fiel Joseph-August einem Attentat zum Opfer und David Alexander erbte das Herzogtum, stand aber bis 1725 unter der Vormundschaft seiner Mutter Katharina.

Aufstieg und Machtkämpfe

Während der späteren Ersten Republik gehörte David Alexander zur Anhängerschaft seines Vetters, des Prinzregenten Johann Franz von Cuentez, und seiner Cousine Maria Luise von Sagradien. Als Heerführer kämpfte er für die marianische Partei gegen die Philippkarlisten.

Unter der Königsherrschaft von Maria I. und Johann III. Franz seit 1730 gewann David Alexander zunehmend Einfluss am Hof und wirkte seit 1740 als Heerführer der sagradischen Truppen im Österreichischen Erbfolgekrieg. 1745 wurde er zum Patenonkel des neu geborenen Thronfolgers David Johann bestimmt. Nach dem Tod Marias im Jahr 1748 wurde David Alexander Mitglied des Regentschaftsrats, wurde aber auf Betreiben seiner Cousine Cristina de Sántori und ihres Ehemanns Jâcque de Godolfín ausgeschlossen, die ihn als nächsten männlichen Verwandten und Patenonkel des jungen Königs als wichtigsten Konkurrenten um die Macht wahrnahmen.

Vergeblich versuchte David Alexander in der Folge, mit gewaltsamen Mitteln seiner Forderung nach der Regentschaft Nachdruck zu verleihen. Mit dem frühen Tod Davids II. im Jahr 1753 erhoben die Stände dessen Schwester als Maria II. zur Königin. David Alexanders Versuche, deren Legitimität infrage zu stellen und ihre Ehe mit dem polnischen Prinzen Anton Piakónski zu skandalisieren, um selbst die Krone zu erhalten, schlugen fehl und gefährdeten zugleich seine Stellung als Präsumptiverben der kinderlosen Königin.

Tod

Im Jahr 1755 fiel David Alexander wie schon sein Vater vor ihm einem Attentat zum Opfer. Nachdem seine beiden Kinder aus seiner Ehe mit María de Belverde, Luis Augusto und María Ludovica, schon vorher gestorben waren, blieb David Alexander ohne Erben zurück. Mit seinem Tod starb damit die herzogliche Linie Sántori-Sesín aus. Zugleich war David Alexander der letzte männliche Vertreter des Hauses Sántori aus direkter agnatischer Linie. Seine Stellung als Präsumptiverbe der Königin ging mit seinem Tod auf seine Schwester Maria Julia über, die schließlich aber zugunsten ihres Ehemanns Philippe-Louis de Vienne auf die Thronfolge verzichtete.