Lesnário FC

Aus Sagradien
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Lesnário FC
LesnarioFC-Logo.png
Voller Name Lesnário Fútbol Club
Ort Biniar
Spitzname Verdes, Leones
Gegründet 1898
Vereinsfarben grün-weiß
Stadion Estâdiu Iacinto Defilipis
Kapazität 45.800
Rekordspieler Walter Serrano
Rekordtorschütze Iacinto Defilipis
Präsident
Cheftrainer Gilián de Franco
Spielklasse Premera Liga
Trikot-Lesnario-2019-2020.jpg

Der Lesnário Fútbol Club (im deutschsprachigen Raum als FC Lesnário oder auch als Lesnário Biniar bekannt) ist ein Fußballverein aus der mittelsagradischen Stadt Biniar. Die Verdes oder Leones gehörten in den Zwanziger und frühen Dreißiger Jahren (mit sechs nationalen Meisterschaften der legendären Super Lesnário um Iacinto Defilipis) sowie in den ersten beiden Nachkriegsjahrzehnten (mit Erfolgen der so genannten Magníficoes um Walter Serrano, u.a. im Messepokal 1962) zu den erfolgreichsten Vereinsmannschaften Sagradiens. Bis heute hat der Verein insgesamt sieben nationale Meisterschaften sowie fünfmal die Copa Sagradia gewonnen.

Nach dem Gewinn des letzten nationalen Titels in der Copa Sagradia 1989 (u.a. mit Daniel Pessué) folgten seit den Neunziger Jahren mehrere Ab- und Aufstiege. Nachdem die erste Mannschaft 2012 ein drittes Mal in die Segona Liga abgestiegen war, kehrte sie in der Saison 2012/2013 unmittelbar in die Premera Liga zurück und spielt seitdem wieder erstklassig.

Der LFC trägt seine Heimspiele im Estâdiu Iacinto Defilipis aus, das auch als "Estâdiu de Lesnário" bezeichnet wird. Wichtigste Rivalen sind die "Cavalieres" des benachbarten Mesarque Sport Club, die gegen die "Leones" halbjährlich das hitzige "Derbi de Bordez" bestreiten. Wichtigster Lokalrivale, der aber nur selten in der selben Klasse spielte wie die Leones, ist Biniar Football 24.

Vereinsgeschichte

"Super-Lesnário"

Im Jahr 1923 gewann der LFC zum ersten Mal ein Meisterschaftsfinale - der Auftakt für eine Erfolgsära der Grünen, die zwischen 1927 und 1930 viermal in Folge sagradischer Meister wurden und damit einen nationalen Rekord aufstellen, der erst 2001 von Rekordmeister Tulisium eingestellt und 2022 von diesem abgelöst werden konnte. Als erstes Team überhaupt in Sagradien gewann Lesnário 1930 zudem das nationale Double aus Meisterschaft und Pokal. 1932 wurde Lesnário erneut Double-Sieger und erster Meister der neu gegründeten Premera Liga.

Absoluter Star der Meistermannschaft war Nationalstürmer Iacinto Defilipis, der bis heute Rekordtorschütze der Bordezer ist. Nachdem Defilipis die Grünen im Jahr 1932 in Richtung Tulis verlassen hatte, zerfiel das Team der Super-Lesnário allmählich. Der Double-Gewinn 1932 blieb der letzte Pokalsieg für die kommenden 15 Jahre und der letzte Meisterschaftserfolg für dreieinhalb Jahrzehnte. Anstelle der „Verdes“ übernahmen in der Folge Tulisium, der FC Bosa, der FC Semesta und der FC Duerez die nationale Dominanz und verwiesen den Serienmeister der Zwanziger Jahre auf die Plätze.

"Ils Magníficoes"

Nach dem Zweiten Weltkrieg schien der Lesnário FC zunächst an frühere Erfolge anknüpfen zu können und wurde 1947 zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte sagradischer Pokalsieger. 1949 und 1953 erreichte die Mannschaft um Torwartlegende Walter Serrano zudem den dritten Platz in der Liga. 1957 wurden die Grünen mit Defilipis als Trainer Vizemeister. Für die großen Erfolge fehlten in den fünziger Jahren aber die letzte Durchschlagskraft und die Konstanz in der Liga.

Eine zweite Blütezeit erlebte der Lesnáro FC erst in den Sechziger Jahren, als das Team den Messepokal des Jahres 1962 gewinnen konnte, danach dreimal in Folge im Finale der Copa Sagradia stand und den Wettbewerb 1966 schließlich unter dem jungen Trainer Santiago Arrántxez gewinnen konnte. 1967 führte dieser die Mannschaft zur 5. Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Zum Meisterteam der Magníficoes gehörten unter anderem die Nationalspieler Rafael, Guillamo Alcoy und Ánibal Viela, Star der Mannschaft aber war der Paraguayer Alberto Fuente. Mit Fuente als Stürmer und Francisco Chamot als Trainer verpasste Lesnário im Jahr 1970 nur knapp eine erneute Meisterschaft und wurde Zweiter hinter dem FC Bosa, 1973 mussten die Grünen erneut nur den Bosanern den Vortritt lassen, dieses Mal aber mit einem deutlichen Punkteabstand.

Die Siebziger und Achtziger Jahre

Mitte der Siebziger Jahre erlebte der LFC einen personellen Umbruch. Die Stars der Magníficoes hatten den Verein verlassen oder ihre Karriere beendet, in der Saison 1976/1977 fand sich die Mannschaft plötzlich im Abstiegskampf wieder und wurde nur 13. in der Liga. Unter dem paraguayischen Trainer Luciano Botero wurde daraufhin eine neue Mannschaft um die späteren Nationalspieler Luis Joán Gomes und Fernando Vales aufgebaut, die 1979 Vierter und 1980 erneut hinter dem FC Bosa Vizemeister wurde. 1982 erreichte das Team unter Trainer Arcélio Iniagui das Halbfinale des UEFA-Pokals, 1985 standen die Bordezer im Endspiel der Copa Sagradia. In der Folge bauten Iniagui bzw. seit 1988 dessen Nachfolger Joán Restávio vermehrt junge Nachwuchstalente ins Team ein, dazu gehörten die U-21-Europameister von 1986 Emanuel Kappa und Santiago Nelozabal sowie die U-20-Weltmeister von 1987 Enrico Torc und Daniel Pessué, der bald zum Superstar des Teams aufstieg. Das junge Team um Pessué erreichte in der Saison 1988/1989 seinen Zenit, gewann die Copa Sagradia und wurde Ligadritter, ehe die Grünen in der Saison 1989/1990 erstmals überhaupt das Finale des Europapokals der Pokalsieger erreichten, aber am italienischen Vertreter Sampdoria scheiterten.

Krise, Abstieg und Rückkehr

Nach diesen Glanzzeiten gelang es dem LFC jedoch nicht, die Talente und Stars im Klub zu halten. Nacheinander verließen Pessué, Kappa, Torc, Nelozabal und Trainer Restávio den Verein, der unter dem schottischen Trainer James Douglas in eine sportliche Krise rutschte und 1993/1994 gegen den Abstieg kämpfen musste. Doch auch in der Folge spielten die Bordezer stets im unteren Tabellendrittel. Der Lesnário Fútbol Club war bis dahin eine der wenigen Mannschaften gewesen, die jede Spielzeit in der Premera Liga verbracht hatte, bis der Klub schließlich 1998 nach 72-jähriger Ligazugehörigkeit in die Segona Liga absteigen musste und dort vier Jahre lang blieb, ehe dem Wiederaufstieg der direkte Wiederabstieg folgte. Nach dem erneuten Aufsteig 2005 unter Cheftrainer Marcelo Corrente gehört der Klub seither wieder der Premera Liga an.

Premera Liga 2005-2012

Nach dem Wiederaufstieg 2005 konnte sich der LFC wieder in der Premera Liga etablieren und belegte im ersten Jahr Platz 9. Durch das Vordringen ins Finale der Copa Sagradia 2006, das die Grünen gegen den FC Semesta verloren, qualifizierte man sich sogar für den UEFA Cup. Unter Trainer Marcelo Corrente fand sich Lesnário in den beiden Folgespielzeiten jeweils im Mittelfeld der Liga wieder, ehe Corrente im Sommer 2008 durch José António Hernandes als Trainer ersetzt wurde. Die Ambitionen des Klubs auf einen Platz im vorderen Tabellendrittel und die Teilnahme an internationalen Wettbewerben wurden unter Hernandes enttäuscht, der mit seinem Team gegen Ende der Saison sogar gegen den Abstieg spielen musste. Mit Platz 14 sicherte der Trainer zwar den Klassenerhalt, wurde aber im Sommer durch den Argentinier Jaime Pellegrini ersetzt. Nach Platz 9 in der Saison 2009/2010 verließ Pellegrini die Mannschaft nach nur einem Jahr in Richtung Ligre North Sportivo und wurde durch Santiago Nelozabal ersetzt, unter dem sich das Team jedoch im Abstiegskampf wiederfand, sodass der in Ligre North inzwischen entlassene Pellegrini zum Ende der Saison 2010/2011 auf den Trainerstuhl zurückkehrte und den Klassenerhalt sicherte. Unter Pellegrini folgte jedoch eine erneut katastrophale Rückrunde, die den LFC erneut in Abstiegsgefahr brachte. Im März 2012 zog die Klubführung schließlich die erneute Reißleine und ersetzte Pellegrini durch Teófilo Dante, der jedoch den dritten Abstieg aus der Premera Liga nicht verhindern konnte. Am Ende landete der Klub auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Liga 2 und unmittelbarer Wiederaufstieg

In die neue Saison in der Segona Liga ging der LFC zunächst mit Teófilo Dante als Cheftrainer, trennte sich von ihm jedoch nach nur zwei Spieltagen und zwei Niederlagen. Unter dem portugiesischen Cheftrainer Joao Morais konnte sich die Mannschaft nach einer durchwachsenen Hinrunde schließlich stabilisieren und nach einem starken Spurt in der Rückrunde der Saison 2012/2013 schließlich noch den dritten Platz in der Liga erreichen, der für den unmittelbaren Wiederaufstieg in die Premera Liga qualifiziert. Nach nur einem Jahr kehrte der Traditionsverein damit wieder in die Erstklassigkeit zurück.

Nachdem Klub sich in der Saison 2013/2014 in der ersten Liga gehalten hatte, gerieten die Grünen in der Rückrunde der Saison 2014/2015 erneut in akute Abstiegsnot, sodass Trainer Morais durch Marcelo Duarte ersetzt wurde. Dem Klassenerhalt 2015 folgte eine stabile Saison 2015/2016 sowie in der Saison 2016/2017 der neuerliche Kampf gegen den Abstieg, den Lesnário unter dem neuen Trainer Gilián de Franco erst am letzten Spieltag abwenden konnte.

Erfolge

National

International

  • 1 mal Messepokal: 1962
  • 1 mal Finalist im Europapokal der Pokalsieger: 1990