Selle Ebrulla

Aus Sagradien
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Selle Ebrulla
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Spielerinformationen
Voller Name Selle Fernando Ebrulla Verres
Geburtstag 10.04.1950
Geburtsort Caller del Fonte
Position Angriff
Vereine in der Jugend
FC Bosa
Vereine als Aktiver
1969–1980 FC Bosa
1970–1971 CA Semestín (Leihe)
1971–1972 FC Resales (Leihe)
1980–1982 Valencia CF
1982–1983 UD Salamanca
Nationalmannschaft
1973–1980 Sagradien 35 (16)
Vereine als Trainer
1986–1992 FC Bosa (Jugend)
1992–12/92 FC Bosa
1/93–1994 Sagradien U-20
1994–1/97 Sagradien U-21
1996 Sagradien Olympia
1/97–2000 Sagradien
2000–11/00 Olympique de Marseille
2003–2007 FC Bosa
2008–2014 Sagradien

Selle Fernando Ebrulla Verres (*1950 in Caller del Fonte, Bosanêsa) ist ein früherer sagradischer Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer. Als Spieler des FC Bosa wurde Ebrulla bei der EURO 1976 Fußballeuropameister mit Sagradien.

Als Trainer arbeitete er erfolgreich für den FC Bosa, mit dem er zwei sagradische Meistertitel gewann, und für die sagradische Fußballnationalmannschaft, die er in zwei EM-Endspiele (2000 und 2012) und 2010 zum ersten Weltmeistertitel in der Geschichte des Landes führte.

Spielerkarriere

Karriere im Verein

Karrierebeginn

Der in der Bosanêsa gebürtige Ebrulla begann seine Karriere beim großen FC Bosa, dem er als Spieler und später als Trainer viele Jahre treu blieb. In den Spielzeiten 1970/71 und 1971/72 wurde er jeweils für ein Jahr an Atlético Semestín und den FC Resales ausgeliehen, konnte sich danach aber als Stammspieler der Bosaner durchsetzen. Bis heute gilt er hier als eine der Klublegenden.

Erfolgsjahre in Bosa

Als bulliger Stoßstürmer spielte Ebrulla in Bosa lange mit dem eleganten Techniker Luis Etxeberría im Sturm zusammen und gehörte zu der Mannschaft, die Mitte der Siebziger Jahre die Liga dominierte und 1974 als erstes Team aus Sagradien den Europapokal der Landesmeister gewinnen konnte. 1976 folgte ein Erfolg im Europapokal der Pokalsieger. Außerdem gewann Ebrulla mit Bosa insgesamt viermal die sagradische Fußballmeisterschaft und einmal (1975) die Copa Sagradia. In dieser Zeit wurde Ebrulla zweimal Torschützenkönig der Premera Liga (1976, 1980).

Letzte Karrierejahre in Spanien

Nach der Meisterschaft 1980 verließ Ebrulla im Alter von 30 Jahren den FC Bosa, um eine neue Herausforderung zu suchen. Diese fand er in Spanien, wo er zwei Jahre lang beim FC Valencia auf Torejagd ging, ohne jedoch an frühere Erfolge anschließen zu können. Nachdem er 1982 nach Sagradien zurückgekehrt war, wo er für RCD Londez spielte, ließ er seine Karriere in der Rückrunde der Saison 1982/83 beim spanischen Erstliga-Aufsteiger UD Salamanca ausklingen. Im Sommer 1983 erklärte er schließlich im Alter von 33 Jahren seinen Rücktritt vom Profifußball.

Nationalmannschaft

In seiner Karriere bestritt Ebrulla zwischen 1973 und 1980 35 A-Länderspiele für die sagradische Fußballnationalmannschaft und erzielte dabei 18 Tore. Außerdem war er für die sagradische Jugendauswahl und für die B-Nationalmannschaft im Einsatz. Mit Sagradien nahm Ebrulla an den EM-Endrunden 1976 und 1980 sowie an der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien teil.

Seinen größten Erfolg im Nationalteam feierte Ebrulla 1976 mit dem Gewinn des Europameistertitels bei der Finalrunde in Micolinien. Im Halbfinale gegen die Niederlande eingewechelt, war er hier am spielentscheidenden 3:1 seiner Mannschaft beteiligt und lief anschließend im Endspiel gegen die Bundesrepublik Deutschland überraschend von Beginn an auf. Im Elfmeterschießen verwandelte er sicher. Am Ende gewann Sagradien mit 5:3 und wurde erstmals Fußballeuropameister.

Stationen als Spieler

Erfolge als Spieler

Mit Bosa
Mit dem Nationalteam

Trainerkarriere

Beginn der Trainerkarriere

Jugendtrainer des FC Bosa

Nach seiner Spielerkarriere stieg Ebrulla 1986 als Jugendcoach des FC Bosa ins Trainergeschäft ein. In dieser Funktion gelangen ihm zwei Meisterschaftserfolge in der sagradischen Jugendmeisterschaft (1988, 1990). Daneben fungierte Ebrulla als Co-Trainer der Profimannschaft.

Cheftrainer des FC Bosa

Nach dem Ausscheiden des Uruguayers Simón González aus dem Cheftraineramt des FC Bosa wurde Ebrulla zur Saison 1992/93 zum Cheftrainer ernannt, trat aber nach durchwachsenen Leistungen im Dezember desselben Jahres wieder von seinem Amt zurück.

Erste Zeit als Nationaltrainer

Jugendmannschaften und U-21-Euro 1996

Im Januar 1993 unterschrieb Ebrulla als Jugendtrainer einen Vertrag beim sagradischen Fußballverband FSF und übernahm die Leitung des U-20-Nationalteams, das er u.a. bei der Junioren-Fußballweltmeisterschaft 1993 betreute. 1994 wurde er Cheftrainer der sagradischen U-21-Auswahl, mit der er bei der U-21-Fußball-Europameisterschaft 1996 seinen ersten internationalen Titel gewinnen konnte. Wenig später betreute er auch die sagradische Auswahl bei den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta.

A-Nationalteam: WM-Dritter und Vize-Europameister

Nach dem Rücktritt von Nationaltrainer Carles Notero während der Qualifikationsphase zur Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich übernahm Ebrulla im Januar 1997 zunächst übergangsweise, nach ersten Erfolgen vorerst bis zur WM das Amt des A-Nationaltrainers.

Als solcher führte er Sagradien erfolgreich durch die Qualifikation und baute das Team an einigen Stellen um, indem er einige seiner Spieler aus dem Jugendmannschaften in die A-Nationalelf integrierte, darunter David Rinchestro und Marcelo Anderson. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich erreichte diese Mannschaft unter Führung von Paulo Sabatier und Daniel Pessué schließlich überraschend das Halbfinale und sicherte sich anschließend den Dritten Platz, die beste WM-Platzierung Sagradiens seit der Finalteilnahme 1958.

Auch bei der anschließenden EURO 2000 überzeugte das nochmals verjüngte Team der "Azûr" durch leidenschaftlichen Offensivfußball und stand kurz vor dem ersten Titelgewinn seit 1976. Im Finale des Turniers gegen Weltmeister Frankreich entschied erst ein Golden Goal durch David Trézeguet zugunsten der Équipe Tricolore. Trotz Angeboten zu einer Vertragsverlängerung erklärte Ebrulla daraufhin seinen Rücktritt vom Amt des Nationaltrainers und übergab an seinen bisherigen Assistenten Francisco Nélez Clemente.

Erfolge beim FC Bosa: Zwei Meistertitel, ein Pokalsieg und ein Championsleague-Finale

Nach seinem Rücktritt als Nationaltrainer nahm Ebrulla ein Angebot des französischen Erstligisten Olympique de Marseille an und wurde Cheftrainer der Südfranzosen. Dort erlebte er eine erfolglose Zeit und musste schon im November desselben Jahres wieder zurücktreten. Danach schlug Ebrulla mehrere Angebote aus europäischen Topligen aus und nahm eine längere Auszeit vom Profifußball.

Erst zur Saison 2003/2004 kehrte Ebrulla als Cheftrainer zu seinem alten Verein FC Bosa zurück und unterschrieb einen Vierjahresvertrag. In dieser Zeit baute er ein talentiertes und äußerst erfolgreiches Team um die Nationalspieler Alberto Ferrera, David Rinchestro und Simão Alán in der Abwehr und Starspieler Leándro im Sturm auf, das in vier Jahren drei Meistertitel gewann, davon zwei unter der Führung Ebrullas, und damit die langjährige Vorherrschaft von Tulisium in Sagradien brach. Seinem Ruf als Jugend-Förderer getreu machte er Nachwuchsspieler wie David Pedrosa und Fernando Borrard nach und nach zu Leistungsträgern und formte sie zu Weltstars.

Nach der Vizemeisterschaft 2004 gewann Bosa 2005 und 2006 jeweils die Premera Liga und 2005 zugleich mit der Copa Sagradia das nationale Double. In der Saison 2006/2007 musste sich die Mannschaft in der Liga nur dem aufstrebenden milliardenschweren Team von Atlético Semestín geschlagen geben, erreichte aber erstmals seit 1997 das Finale der UEFA Champions League, wo sich die Mannschaft dem AC Mailand geschlagen geben musste. Wiederum verabschiedete sich Ebrulla mit einer Finalniederlage und verließ den FC Bosa zum Saisonende.

Zweite Zeit als Nationaltrainer

Weltmeisterschaft 2010 und Weltdominanz

Im Sommer 2008 übernahm Ebrulla schließlich zum zweiten Mal die sagradische Fußballnationalmannschaft, die unter Trainer Eduardo Verrano gerade die EURO 2008 im eigenen Land gewonnen hatte. Trotz dieses schweren Erbes gelang es Ebrulla das Team aus Ausnahmetalenten, darunter auch seine früheren Klub-Spieler Pedrosa, Borrard und Alberto, in der absoluten Weltspitze zu etablieren. Für mehrere Jahre teilten sich Sagradien und Spanien die Vorherrschaft im internationalen Fußball und lieferten sich regelmäßig Duelle auf Weltklsse-Niveau.

Beim Confederations Cup 2009 musste Sagradien nach einer Rekordsieges-Serie in Qualifikation und Freundschaftsspielen seine erste Niederlage seit 2008 hinnehmen und wurde Dritter. Bei der anschließenden Fußball-Weltmeisterschaft 2010 trat Sagradien erstmals als Favorit an, konnte den hohen Erwartungen aber standhalten und zeigte noch mehr als unter dem Vorgänger Verrano taktisch, aber auch spielerisch herausragende Leistungen. Mit seinen Stars Pedrosa, Del Piey und Rosário erreichte Sagradien erstmals seit 1958 ein WM-Finale, das abermals gegen Spanien bestritten werden musste. Nach einem Treffer von David Pedrosa in der Verlängerung des Endspiels wurde Sagradien schließlich erstmals überhaupt Weltmeister.

Vize-Europameister 2012 und Confederations Cup 2013

Auch nach dem Turnier konnte Sagradien seine internationale Vorherrschaft verteidigen, wenn auch Spanien und Deutschland gefährlich nahe an das Niveau der "Azûr" herankamen. Die Wachablösung fand schließlich bei der EURO 2012 statt, bei der Sagradien zwar zum dritten Mal in Folge ein großes Finale erreichen konnte, wo abermals Spanien wartete, dieses Mal aber gegen die Furia Roja um Iniesta, Xavi und Casillas den kürzeren zog. Dieses Mal vermied Ebrulla aber, erneut mit einer Finalniederlage abzutreten, und blieb im Amt des Nationaltrainers.

Beim folgenden Confederations Cup 2013 in Brasilien nahm Sagradien als amtierender Weltmeister erneut mit Ebrulla als Trainer teil und wurde wie bereits 2009 Dritter.

Fußballweltmeisterschaft 2014

Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 traf Ebrulla einige kontroverse Entscheidungen. So verzichtete er bei der Bekanntgabe seines endgültigen Kaders überraschend auf den populären Stürmer Chahid Belazal und begründete diesen Schritt mit der mangelnden Fitness des Spielers. Gleichzeitig kritisierte er Fernando Borrard für dessen Einsatzbereitschaft, die zu wünschen übrig lasse, nominierte ihn aber trotzdem für den WM-Kader.

Beim Turnier hielten die Querelen an. Nach einer deutlichen 0:3-Auftaktniederlage gegen Kolumbien meldete sich das Team beim zweiten Spiel gegen Japan mit einem 3:1-Sieg zurück. Im entscheidenden dritten Gruppenspiel kam der Titelverteidiger jedoch gegen die Fußballnationalmannschaft von Belhami nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus und schied damit vorzeitig aus dem Turnier aus. Bei diesem Spiel kam es zudem zum Eklat, als der Trainer seinen Stürmerstar Fernando Borrard nach einer Stunde ausgewechselt hatte und diese daraufhin sowohl den Handschlag als auch die folgende Pressekonferenz verweigerte. Im unmittelbaren Anschluss an das Turnier gab Ebrulla seinen Rücktritt vom Amt des Nationaltrainers bekannt. Der bis 2016 laufende Vertrag mit dem Verband wurde daraufhin einvernehmlich aufgelöst. Nachfolger wurde Francisco Irruabi.

Stationen als Trainer

Erfolge als Trainer

Mit Bosa
Mit Sagradien (Jugend)
Mit Sagradien (A-Nationalmannschaft)