Daniel Laponte
Daniel Heurêlio Laponte Igarriz (*1879; †1954) war ein sagradischer Politiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der nicht-katholischen Rechten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In seiner langen Karriere war er Bürgermeister von Fosa, hatte zahlreiche Ministerämter inne, amtierte zweimal als Ministerpräsident seines Landes und war danach Präsident des sagradischen Senats. Bei der Direktwahl des Staatspräsidenten 1950 war er zudem Kandidat der liberalen Rechten.
Als Vertreter der rechtsliberalen Aliança Republicana sah sich Daniel Laponte vor allem als Interessenvertreter des Besitzbürgertums und der Wirtschaft. Als solcher vertrat er einen industriefreundlichen, dezidiert antimarxistischen und antikommunistischen Kurs. Er gehörte daher zu den dezidierten Gegnern der Volksfrontregierung der dreißiger Jahre sowie der "Demokratischen" Nachkriegskoalition der vierziger Jahre. Er war zudem ein Anhänger des sagradischen Kolonialismus und stand den Dekolonialisierungsbestrebungen der Nachkriegszeit kritisch gegenüber.
Mandate
- 1908-1920: Mitglied des Stadtrats von Fosa
- 1919-1946: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer (AR/ARL, RI)
- 1946-1954: Mitglied des sagradischen Senats
Öffentliche Ämter
- 1913-1919: Bürgermeister von Fosa
- 1919-1921: Postminister im Kabinett Diaz I
- 1924-1925: Landwirtschaftsminister im Kabinett Capón
- 1925-1926: Innenminister im Kabinett Gaeta
- 1926-1927: Innenminister und Präsident des Ministerrats (Kabinett Laponte I)
- 1927-1929: Justizminister im Kabinett Ybagarriz
- 1929-1931: Innenminister im Kabinett Iruain
- 1932-1934: Handelsminister im Kabinett Sants-Igualde I
- 1934: Handelsminister und Präsident des Ministerrats (Kabinett Laponte II)
- 1939-1940: Kolonialminister im Kabinett Sants-Igualde III und IV
- 1940-1941: Handelsminister im Kabinett Sants-Igualde V
- 1946-1949: Präsident des sagradischen Senats