Thorsten Holzhauser
Thorsten Holzhauser (*1985 in Kaiserslautern) ist ein deutscher Neuzeithistoriker.
Holzhauser studierte Geschichte, Germanistik, Bildungswissenschaften und Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und war Stidendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Nach seinem Ersten Staatsexamen war er von 2013 bis 2017 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Universität Mainz, wo er 2018 im Fach Mittlere und Neuere Geschichte zum Dr. phil promoviert wurde. Seine Doktorarbeit mit dem Titel Die "Nachfolgepartei" zur Integrationsgeschichte der Partei des demokratischen Sozialismus in das politische System der Bundesrepublik Deutschland wurde von Andreas Rödder betreut und 2018 mit dem Forschungsförderpreis der Freunde der Universität Mainz ausgezeichnet. Das 2019 vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin herausgegebene Buch erhielt große Aufmerksamkeit in der Presse und wurde sowohl in der FAZ als auch im Neuen Deutschland positiv besprochen.
Nach einer Gastdozentur an der University of Glasgow im Jahr 2017 bearbeitete Holzhauser von 2017 bis 2020 als Post Doc ein Forschungsprojekt zu politischen Belastungsdiskursen in Westdeutschland, Österreich und Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wurde. Seit Januar 2021 ist Holzhauser wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart.
Zu Thorsten Holzhausers Forschungsschwerpunkten zählen Demokratiegeschichte, die Geschichte politischer Parteien und Bewegungen sowie die Kulturgeschichte politisch-sozialer Transformationen. Er veröffentlichte unter anderem in den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte, Geschichte und Gesellschaft, Zeitschrift für Parlamentsfragen sowie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und in der Die Tageszeitung (taz).