Sagracêr
| Sagracêr SA | ||
| Rechtsform | Societá Anónima | |
| Aktien | BVSE: SGC | |
| Gründung | 1934 | |
| Sitz | Sanjoán de Bordez | |
| Branche | Stahlerzeugung | |
Sagracêr SA ist ein sagradischer Industriekonzern mit Schwerpunkt in der Stahl- und Aluminiumproduktion und Hauptsitz in Sanjoán de Bordez. Das Unternehmen wurde 1934 als Zusammenschluss mehrerer mittelsagradischer Stahlwerke gegründet, um gemeinsam die Folgen der Weltwirtschaftskrise abzufedern. Der neu gebildete Konzern war zunächst als Unión Sagradêsa de Acerías (USAC) bekannt und kontrollierte große Teile der sagradischen Stahlindustrie. Die Sagradische Republik besaß ein Aktienpaket von 15 Prozent, die Mehrheit der USAC blieb aber in Privatbesitz der beteiligten Stahlwerke.
Nachdem erste Pläne der linken Volksfrontregierung von 1936, die sagradische Stahlindustrie zu verstaatlichen, noch gescheitert waren, einigte sich die lagerübergreifende Nachkriegsregierung von José Saviola 1945 auf die Verstaatlichung der USAC und weiterer Montanunternehmen. Aus der USAC ging schließlich 1945 die Regía Sagradêsa d'Acêr hervor, die schon 1950 in eine staatlich kontrollierte Aktiengesellschaft mit dem Namen Societá Anónima Sagradêsa d'Acêr, kurz Sagracêr, überführt wurde.
Nach der Verstaatlichung war Sagracêr der staatlichen ENIP-Holding unterstellt und bildete eine der Säulen des staatlichen Wirtschaftssektors. Nach der Ölkrise 1973 versuchte die Mitte-Links-Regierung von Joán Caval im Sinne eines "Sagrokeynesianismus", den verstaatlichten Sektor als Instrument der Beschäftigungspolitik zu nützen, und erzielte damit kurzfristige Erfolge, bewirkte aber auch nachhaltige Probleme. In den 1980er Jahren traten zunehmende Verluste auf. Die seit 1982 amtierende Regierung von Emilio Moya leitete schließlich die Privatisierung der Stahlindustrie ein und reduzierte den staatlich kontrollierten Anteil am Unternehmen schittweise auf 25 Prozent.