Partíu Nacional Renovador

Aus Sagradien
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Der Partíu Nacional Renovador war eine politische Partei und populistische Bewegung im Sagradien der früheren Zweiten Republik. Die Bewegung der Lafontanistas sammelte sich um den Marine-Offizier Daniel de Lafontán und verfolgte ultrakonservative und nationalistische Ziele. Sie gilt als populistische Bewegung und mobilisierte vor allem Gegner der republikanischen Linken.

Die lafontanistische Bewegung entstand im Vorfeld der Parlamentswahl 1899 als Protestbewegung gegen die republikanische Linke. Nach dem royalistischen Putsch von 1898 war die alte monarchistische Rechte zusammengebrochen, nachdem ihre hauptsächlichen Führer als Verschwörer gegen die Republik verurteilt und von den Wahlen ausgeschlossen worden waren. In dieses Vakuum drang der Militär Daniel de Lafontán vor, der sich unter anderem für eine Amnestie für die "1898er" einsetzte, daneben aber vor allem Sympathien im rechtsgerichteten Kleinbürgertum besaß. Lafontán setzte sich nicht offen für eine Rückkehr zur Monarchie ein, sondern appellierte an die "sagradische Nation", die er durch die angeblich linke Republik und die "Herrschaft der Parlamente" geschwächt sah. Er setzte sich daher für eine starke nationale Führung ein, womit es ihm zeitweise gelang, sowohl Monarchisten als auch nationalistische Republikaner hinter sich zu versammeln.

Bei der Parlamentswahl 1899 gelang es Lafontán mit seinen Anhängern 13 Sitze in der sagradischen Abgeordnetenkammer zu gewinnen. In der Folge profilierte sich Lafontán als entschiedener und lautstarker Gegner der laizistischen und sozialen Reformen der neuen linksrepublikanischen Regierung des Radikalen Donado Salgate. Zeitweise wurde ein lafontanistischer Putsch gegen die Regierung erwartet, zu dem sich Lafontán aber nach dem Debakel von 1898 nicht entschließen konnte. Bei der Parlamentswahl 1903 wurden die Nacional Renovadores überraschend nur zur drittstärksten Kraft und halfen stattdessen der katholischen Rechten zu einer parlamentarischen Mehrheit. Lafontán wurde in der Folge Marineminister, verlor aber zunehmend an Einfluss. Bei der Präsidentschaftswahl 1905 unterstützten die Lafontanisten mehrheitlich den früheren Putschisten Stefano Perón de Carilla, der sich aber nicht behaupten konnte. Bei der Parlamentswahl 1907 fiel die Lafontanistische Bewegung schließlich auf wenige Mandate zurück und löste sich in der Folge gänzlich auf.

Lafontáns Tod im Jahr 1908 beendete die Bewegung endgültig.