Cristoval Sánchez

Aus Sagradien
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Cristoval Sánchez Erresal (*1860, †1934) war ein sagradischer Politiker und Staatsmann. Als Mitglied des Partíu Republicano Radical bekleidete er zahlreiche Regierungsämter, darunter zweimal das Amt des Ministerpräsidenten (1902-1903; 1912-1913). Von 1919 bis 1926 war Sánchez der fünfte Präsident der Sagradischen Republik.

Politischer Werdegang

Unter den Regierungen der laizistischen Koalition stieg Sánchez zu einem der einflussreichsten Politiker des Landes auf. Nachdem er im Kabinett Salgado zunächst als Handels- und dann als Religionsminister fungiert hatte, wurde er 1902 selbst Ministerpräsident, musste nach der verlorenen Parlamentswahl 1903 aber zurücktreten. Zehn Jahre später wurde Sánchez erneut zum Ministerpräsidenten ernannt, konnte sich aber wieder nur bis zur nächsten Parlamentswahl 1913 im Amt halten.

Nach der Parlamentswahl 1917 gehörte Sánchez der Linksblock-Regierung unter Francisco Calbane als Finanzminister an. Bei der Präsidentschaftswahl im Januar 1919 bewarb sich Sánchez als Kandidat um das Amt des Staatspräsidenten, konnte aber keine Mehrheit erzielen und verzichtete schließlich zugunsten seines Parteifreundes Carles Simón López-Iregui, der schließlich von einer Mehrheit gewählt wurde. In der Regierung seines Parteifreundes Jacque María Sâis-Munieta wurde Sánchez stattdessen Außenminister. Nach Monaten einer unglücklichen Präsidentschaft und im Zuge einer Verleumdungskampagne gegen das Staatsoberhaupt erklärte López-Iregui schon im November 1919 seinen vorzeitigen Rücktritt. Erneut bewarb sich Cristoval Sánchez, der die Pressekampagne hart verurteilte. Spekulationen, Sánchez selbst habe die Verleumdungskampagne initiiert, um nach seiner verlorenen Präsidentschaftskampagne doch noch zum Zug zu kommen, konnten weder bestätigt noch widerlegt werden.

Nach seiner Wahl zum fünften Präsidenten der Republk ernannte Sánchez seinen Parteifreund António Diaz zum Ministerpräsidenten und berief 1924 die erste sozialistische Regierung unter Santiago Laval. Nach dem Sieg des Mitte-Rechts-Parteien bei der Parlamentswahl 1925 kam es zu regelmäßigen Konflikten mit der katholisch geführten Regierung unter Estefán Gaeta. Nach deren Demission im Dezember 1925 ernannte Sánchez eine Minderheitsregierung seines Vertrauens unter der Führung von Luciano Capón.

Bei der Präsidentschaftswahl 1926 gelang es Sánchez schließlich nicht, wiedergewählt zu werden. In der Wahl unterlag er dem Kandidaten der katholischen Rechten Domênco Scalfín. Sánchez blieb aber eine einflussreiche Persönlichkeit der sagradischen Politik und wurde in den sagradischen Senat gewählt, dem er bis zu seinem Tod angehörte. Bei der Präsidentschaftswahl 1929 trat er schließlich erneut an, konnte sich aber nicht gegen den Katholiken Estefán Gaeta d'Alejandro durchsetzen.

Öffentliche Ämter