Estefán Gaeta d'Alejandro

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen
Deschanel001.jpg

Estefán Gaeta d'Alejandro (*1874, †1956) war ein sagradischer Politiker und Staatsmann der Zweiten Republik. Als Parteiführer der katholisch-konservativen Volksunion war er von Juni bis Dezember 1925 und erneut von 1927 bis 1929 Präsident des sagradischen Ministerrats und daneben Innenminister (1925) und Finanzminister (1926-1929). Anschließend fungierte er von 1929 bis 1936 als Präsident der Sagradischen Republik.

Gaetas Präsidentschaft war von der Weltwirtschaftskrise und von zunehmenden sozialen und innenpolitischen Spannungen geprägt. Sein Versuch, aus dem Präsidentenpalast heraus ein persönliches Regime auszuüben, scheiterte am Widerstand des Parlaments und von Teilen seiner eigenen Partei. Nach dem Sieg der linken Volksfront bei der Parlamentswahl 1936 wurde Gaeta als Staatspräsident nicht wiedergewählt und schied nach einer Amtszeit aus.

Karriere

Nach dem Sieg des Bloco Nacional bei der Parlamentswahl 1925 wurde Gaeta zum sagradischen Innenminister und Ministerpräsidenten berufen, seine Regierung hielt aber nur wenige Monate und musste im Dezember 1925 demissionieren. Der ersten Regierung Capón gehörte Gaeta nicht an. Nach der Wahl von Domênco Scalfín zum Staatspräsidenten im November 1926 wurde Gaeta in der zweiten Regierung von Luciano Capón zum Finanzminister berufen, ehe er im Februar 1927 ein zweites Mal mit dem Amt des Ministerpräsidenten betraut wurde.

Aus der Parlamentswahl 1929 ging die von Gaeta angeführte Volksunion als Sieger hervor und der Ministerpräsident blieb im Amt. Nach dem plötzlichen Tod von Staatspräsident Domênco Scalfín im Juli 1929 wurde Gaeta schließlich selbst zum Staatspräsidenten gewählt. Als Staatsoberhaupt versuchte Gaeta, eine starke Rolle unabhängig vom Parlament zu spielen und strebte eine Präsidentialisierung des sagradischen Regierungssystems an. Darin wurde er von Kritikern des parlamentarischen Regierungssystems der Republik und von Vertretern eines stärker autoritär geprägten Kurses unterstützt.

Die Zeit seiner Präsidentschaft waren geprägt von wirtschaftlichen und politischen Krisen. So setzte Gaeta in der Weltwirtschaftskrise auf einen Austeritätskurs zur Eindämmung der Schuldenkrise.

In der Herbstkrise 1934 musste sich Gaeta antirepublikanischer Angriffe seitens der rechtsextremen Divisionsbewegung erwehren und reagierte mit harter Hand. Nach faschistischen Demonstrationen verhängte er den Ausnahmezustand und verbot die faschistischen Aufmärsche.

Nachdem die parlamentarische Rechte die Parlamentswahl 1936 gegen die linke Volksfront verloren hatte, kam es zu einer kurzzeitigen Blockade zwischen der linken Parlamentsmehrheit und dem rechten Präsidenten. Gaeta verzögerte die Regierungsbildung bis zur Präsidentschaftswahl im Juni 1936, indem er nacheinander mehreren Kandidaten der Radikalen Partei die Ministerpräsidentschaft einer Technokratenregierung antrug, die aber zur Volksfront standen und eine Regierungsbildung ablehnten. Im Juni ernannte Gaeta schließlich den unabhängigen Radikalen-Politiker Julen Cajanier zum Ministerpräsidenten, der aber schon nach wenigen Tagen im Amt wieder gestürzt wurde.

Bei der Präsidentschaftswahl im Juni 1936 unterlag Gaeta schließlich als Kandidat des Nationalen Blocks dem sozialistischen Volksfront-Kandidaten Santiago Laval und verfehlte die angestrebte Wiederwahl. In der Folge zog er sich aus der aktiven Politik zurück. Sein Versuch, sich vor der Parlamentswahl 1938 als Alternativkandidaten zu UP-Chef Manuel Sants anzubieten und so sein politisches Comeback zu feiern, schlug fehl.