Partíu Radical Independiente
Der Partíu Radical Independiente (kurz PRI, deutsch Unabhängige Radikale Partei) war eine liberale Partei in Sagradien. Die Partei entstand 1935 durch Abspaltung des rechten Flügels des Partíu Republicano Radical (PRR), der sich gegen eine Beteiligung der Partei an der gemeinsamen Volksfront von Radikalen, Sozialisten und Kommunisten aussprach. Der PRI trat erstmals bei der Parlamentswahl 1936 als Teil des unabhängigen Zentrums an, konnte aber nur fünf Parlamentsmandate erzielen. Die Abgeordneten der PRI standen danach in Opposition zur Volksfront-Regierung Saviola, an der der PRR beteiligt war, und verbündeten sich mit der konservativ-liberalen Aliança Republicana von Daniel Laponte zu einer gemeinsamen Parlamentsgruppe unter dem Namen Reagrupamiento Independiente an. Bei der Parlamentswahl 1938 trat das Reagrupamiento als gemeinsames Wahlbündnis unter Führung von Daniel Laponte an und unterstützte danach die Rechtsregierung von Manuel Sants-Igualde.
1940 schloss sich die PRI-Führung schließlich dem Zentralausschuss für die Comunión Nacional an, woraufhin die Partei in mehrere Einzelgruppen zerfiel. Vor der Parlamentswahl 1945 kehrte ein Teil der Partei in den Schoß des wiedervereinigten Partíu Radical zurück und bildete dort mit anderen Gruppen den rechten Parteiflügel.