Philipp von Álbero
Philipp von Álbero (*1258, †1305) war Herzog von Álbero und als Mitregent seiner Frau Johanna von Santéi 1292-1295 König von Perucía. Nach ihrem Tod 1299 und seinem Sieg in der Schlacht von Cresq 1301 herrschte er bis 1305 erneut über das Königreich von Perucía, ehe er von Jakob II. von Sagradien endgültig besiegt und danach ermordet wurde.
Philipp von Álbero war der Sohn von Herzog Johann von Álbero und dessen Ehefrau Maria von Salua, einer Tochter des micolinischen Königs Richard II. Er heiratete 1283 Johanna von Santéi, die wenig später vom micolinischen König Roderich I. als Erbin der peruzinischen Krone anerkannt wurde. In der Folge schloss sich Philipp, der über gute Beziehungen innerhalb des peruzinischen Hochadels verfügte, seit 1290 dem Aufstand der peruzinischen Stände gegen Robert von Sagradien an, der 1289 seinem Bruder Martin IV. Felix auf dem sagradischen und peruzinischen Thron nachgefolgt war.
Nach dem Tod Roberts von Sagradien 1292 wurde Philipps Frau Johanna schließlich von den peruzinischen Ständen in der Nachfolge ihres Großvaters Martin der Zänker zur Königin erhoben und Philipp als ihr Mitregent mit dem Titel eines Königs in Perucía anerkannt. Das Paar regierte mit Unterstützung des micolinischen Königs Roderich bis 1295, ehe Philipp in der Schlacht von Vel-Franc gegen den sagradischen Heerführer Joseph von Scola unterlag und nach Micolinien fliehen musste.
Obwohl die peruzinischen Stände in der Folge Roberts Sohn Philipp VI. von Sagradien als neuen König anerkannten, führten Johanna und Philipp auch im micolinischen Exil weiterhin die Titul einer Königin und eines Königs. Nach dem Tod Johannas von Santéi im Jahr 1299 bezeichnete sich Philipp selbst als König von Perucía und beanspruchte damit den Thron für sich selbst. 1301 kam es schließlich zu einem neuerlichen Aufstand, der Philipp als König anerkannte und ihn zu seinem Anführer bestimmte. Nach Perucía zurückgekehrt, besiegte und tötete er mit micolinischer Unterstützung seinen Konkurrenten Philipp VI. von Sagradien in der Schlacht von Cresq und kehrte auf den peruzinischen Thron zurück.
Es gelang Philipp aber nicht, in der Folge die ungeteilte Unterstützung des lokalen Hochadels zu gewinnen, in dem er von weiten Teilen als Usurpator angesehen wurde. Dies nutzte der sagradische König Jakob II., der sich als Sohn Philipps des Schweigers selbst als legitimen König betrachtete und nach mehreren erfolglosen Anläufen 1304 nach Perucía zog, um sein Erbe gegen den vermeintlichen Usurpator Philipp zu verteidigen. In der Schlacht von Grenas musste sich Philipp von Álbero schließlich geschlagen geben, konnte aber fliehen. Ehe er aber zu einer neuerlichen Schlacht rüsten konnte, wurde er von Agenten des sagradischen Königs in seinem Lager in Marrel de Soria ermordet. Sein Kopf wurde an König Jakob von Sagradien ausgeliefert, der ihn öffentlich ausstellen ließ.
Mit dem Tod Philipps hatte der peruzinische Aufstand gegen die Redanior-Könige ihren wesentlichen Kopf verloren. Zwar gingen die lokalen Unruhen noch bis 1313 weiter und flackerten auch danach noch einmal hier und da auf, doch gelang es der peruzinischen Opposition nicht mehr, die Herrschaft der Redanior in Perucía ernsthaft zu gefährden.