Aerich der Große

Aus Sagradien
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Aerich I. der Große (Arrigo il Grande, *825; †882) war im Sagradien des 9. Jahrhunderts n. Chr. ein christlicher alkonischer Adliger, der sich im Kampf gegen die muslimischen Numerer 857 zum König von Liez und Corar und zum König der Alkonen erklärte. Er gilt als Begründer der Arrigiden als Herrschergeschlecht im südsagradischen Herrschaftsgebiet.

Arrigo wurde 825 als Sohn des westalkonischen Fürsten Berrigo von Liez in Lemez (Al Hamaz) geboren. Sein Vater sagte sich schnell von der muslimischen Oberhoheit los und erklärte sich für souverän, 852 eroberte er das von Dohaz abhängige Fürstentum Corar und trat als unabhängiger Dux Alconum auf. Als er 857 starb, kam es zum Nachfolgestreit zwischen Arrigo und seinem jüngeren Bruder Regrigo. Arrigo rief die Numerer zuhilfe und unterwarf sich wieder ihrer Oberhoheit, sodass er mit numerischer Hilfe 859 seinen Bruder besiegen konnte. Kurz darauf widerrief er seine Lehnsabhängigkeit von den Numerern wieder und vereinte die großen seines Stammes gegen die muslimische Herrschaft.

861 schloss er ein Bündnis mit Graf Olto von Ollér und eroberte l'Artir (Al Hadir). Als Olto 864 wieder von Arrigo abfiel und Frieden mit Duerez schloss, eroberte Arrigo 865 Sácrez] und zwang Olto, seine Oberhoheit anzuerkennen. Im Jahr 867 eroberte Arrigo zuerst Scola und dann Sollar und ließ sich darauhin in der Stadt zum König der Alkonen ausrufen. Im Jahr 870 schloss er mit dem Königreich Sarmay einen Bündnisvertrag, der Sarmay dazu veranlasste, in den Krieg gegen die Numerer einzugreifen, kurz darauf konnten die vereinigten Truppen die verlorene Stadt l’Artir wiedererobern. Bei dem Versuch, 871 Pergía und das numerische Helqaz (San Silvestre de Croël) zu erobern, erlitt Arrigo eine empfindliche Niederlage gegen den Numererfürsten Ibn Al-Menar.

Daraufhin schloss Arrigo vorübergehend Frieden mit den Numerern, die ihn nun als souveränen Fürsten anerkannten, und zog gegen das durch Thronfolgestreitigkeiten und Teilungen geschwächte Sarmay. 873 bereits stand er vor Tulis, konnte die freie Stadt aber nicht einnehmen. 874 erreichte er die Eingliederung Sesíns und beendete seine Sarmaienkriege, um sich wiederum gegen die Numerer zu wenden, die inzwischen Artir zurückerobert hatten. Binnen kurzer Zeit setzte Arrigo den Numerern drei empfindliche Niederlagen in Ollér zu und eroberte Artir zurück. Der Numererherrscher Menad II. musste 877 den Verlust Ollérs akzeptieren und die alte Alkonenkrone ausliefern, die vom numerischen Duerez ins liezische Belaçón überführt wurden. Arrigo war nun auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt und herrschte über ein großes christliches Königreich, das mit seinen Teilreichen Liez, Corar, Ollér, Südpin und Sesín eine Hegemoniestellung im Süden der Halbinsel einnahm.

Nach Aerichs Tod 882 zerfiel sein Reich zunächst unter den Streitigkeiten seiner Söhne Arrigo II. und Fildrigo, was vorübergehend zum Verlust Sesíns und 892 zur Teilung des Reiches führte. Arrigo II. erhielt Corar und Ollér, Fildrigo Liez und Südpin. Nach dem Tod Arrigos II. 898 folgte ihm sein Sohn Arrigo III. nach, der nach dem Tod Fidrigos 899 und neuerlichen Kämpfen mit Provinzfürsten die Macht über alle Teilreiche zurückerobern konnte.