Heinrich I. von Portugal

Aus Sagradien
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Heinrich I. (sagr. Don Enrico I, port.: Dom Henrique I) (*1512; †1580), genannt „der Kardinalkönig“ (port.: Cardeal Dom Henrique), war achtzehnter König von Portugal und vierter König von Cuentez (1578-1580). Er war der letzte Herrscher in der Geschichte Portugals aus dem Haus Santori und der letzte aus dem josefitischen Zweig der Familie auf dem Thron von Cuentez.

Heinrich war der jüngste Sohn von José de Santori, Herzog von Óstino und dessen erster Gemahlin Maria d'Avis. Er war damit väterlicherseits ein Enkel des sagradischen Königs Jakob III. und mütterlicherseits ein Enkel des portugiesischen Königs Manuel I. Für ihn als jüngeres Kind seines Vaters und Vetter des sagradischen Königs David I. war, um eine standesgemäße Versorgung zu sichern, die geistliche Laufbahn vorgesehen. Nachdem David I. 1521 portugiesischer König geworden war, wurde Heinrich nach Portugal geschickt, um die Verbindung des Landes mit der sagradischen Krone zu intensivieren. Dort wurde er 1538 Erzbischof von Braga und 1545 Erzbischof von Évora, 1557 folgt er als Abt der Königlichen Abtei von Alcobaça und wurde 1564 schließlich Erzbischof von Lissabon und Primas von Portugal. Als solcher war er der erste nicht im Land geborene. Bereits 1539 war er zum Generalinquisitor ernannt worden.

Sein Vater war nach dem Tod Davids I. 1543 selbst als Joseph I. König von Portugal geworden, Heinrich, der den Großteil seines Lebens in dem Land verbracht hatte, wurde nun Kardinal und 1561 päpstlicher Legat. Sein älterer Bruder Johann wurde nach dem Tod Josephs I. 1549 als Johann I. König von Cuentez und als Johann III. König von Portugal. Als er 1557 starb, war dessen Enkel und Nachfolger Sebastian gerade drei Jahre alt. Heinrich führte deshalb bis 1568 für seinen Großneffen die Regentschaft. Nachdem Sebastian 1578 ehe- und kinderlos in der Schlacht von Alcácer-Quibir gefallen war, bestieg Heinrich als letzter männlicher Angehöriger des Hauses Santori selbst den portugiesischen Thron und wurde damit König von Cuentez. Nach seinem Tod fiel Portugal an Spanien und errang erst 60 Jahre später unter König Johann IV. wieder seine Unabhängigkeit. Cuentez dagegen fiel an die karlitische Linie der Santori, repräsentiert von Karl I. von Cuentez, einem Urgroßneffen Heinrichs.