Philipp VII.

Aus Sagradien
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Philipp VII. Jakob (von Sagradien), genannt der Dichterkönig (*1545; †1591), war König von Sagradien und Herzog von Servette (1563-1591).

Jugend und Thronbesteigung

Philipp Jakob von Santori-Valier wurde 1545 in Servette als ältester Sohn von Michael III. und seiner Frau Johanna I., der jüngsten Tochter König Davids I. von Sagradien geboren. Diese mussten ihr Königtum zunächst gegen Joseph von Óstino verteidigen und wurden 1547 offiziell als König und Königin in Sagradien bestätigt. Als Kronprinz erhielt Philipp Jakob zunächst den Titel eines Grafen von Vierna und wurde in Semess erzogen, wohin sein Vater und seine Mutter den Hof verlegten.

Nach dem Tod seines Vaters 1555 regierte seine Mutter Johanna alleine. Sie versuchte, die erstehende Ausbreitung der calvinistischen Religion in Sagradien mit Gewalt zu unterbinden. Die Konversion von Enrico de Esqués, dem Herzog von Viça, zum Calvinismus führte 1560 zum Ausbruch eines Krieges zwischen dem protestantischen Nordosten und den königlichen Truppen (Vizanischer Krieg). Philipp Jakob heiratete 1562 Louise von Bourbon, eine Schwester Antons von Bourbon und Tante des späteren französischen Königs Heinrich IV., die ihm 1565 mit dem Prinzen Jakob einen Sohn gebar. 1563 bereits hatte Johanna zugunsten ihres Sohnes abgedankt, der nun als Philipp VII. Jakob selbst den Thron bestieg. Doch erst einige Jahre später konnte Philipp sich auf Druck der französischen Berater um seine Ehefrau hin von seiner Mutter emanzipieren und zwang sie in ein Kloster.

Unter dem Einfluss Louises von Bourbon

Nun geriet er immer mehr unter den Einfluss französischer Gruppen am Hof, die enge Kontakte zu Heinrich von Navarra unterhielten. Als Heinrich 1569 zum politischen Führer der französischen Hugenotten aufstieg, konvertierte auch seine Tante Louise zur protestantischen Religion. Spätestens seitdem führte auch Richard eine zunehmend tolerante Politik gegenüber den Calvinisten im eigenen Land. Bereits 1566 hatte er mit Enrico de Esqués Frieden geschlossen und im Toleranzedikt von Viça Gewissensfreiheit gewährt. Im Edikt von Lesta 1570 gewährte er zudem den Calvinisten die vollen Bürgerrechte und lockte damit auch viele Flüchtlinge aus Frankreich ins Land, die der sagradischen Wirtschaft zugute kamen. Nach dem Edikt von Lesta kam es jedoch bald zu Aufständen der Katholischen Liga in Sagradien, die von Frankreich unterstützt wurden (Zweiter Sagradischer Religionskrieg). Immer wieder kam es daher zu Versuchen katholischer Kreise am Hof, die Königin und ihre französischen Berater zu entmachten.

Richard selbst galt als melancholisch und wenig interessiert am politischen Geschehen. Zunehmend widmete er sich seiner Leidenschaft, der Poesie. Er schrieb zahlreiche Gedichte, die an seinem Hof immer wieder ausländischen Gästen und Gesandten vorgetragen wurden. Er zog die Kultur klar der Politik vor und unter seiner Regierungszeit erlebte das Goldene Zeitalter in der sagradischen Literatur einen Höhepunkt.

Katholische Hofrevolte und Regierung Belavís

Nach dem Tod des Infanten Don Jâcque, Prinz von Sarmay, im Jahr 1580 wurde die Stellung Louises von Bourbon deutlich geschwächt, da es keinen Thronerben gab. Präsumptiverbe wurde nun der Neffe Philipp Jakobs, Luis Filipe von Sesin, der der antiprotestantischen Partei zugerechnet wurde. Daraufhin kam es 1581 zu einer Revolte der katholischen Hofpartei gegen die französische Königin und ihre Berater. Aufgrund einer angeblichen Affäre Louises mit einem ihrer französischen Günstlinge Charles de Maurois wurde die Königin vom Hof verbannt. Neuer leitender Minister und starker Mann am Hof wurde Joán María de Belavís, der in den Folgejahren maßgeblich die sagradische Politik maßgeblich bestimmte. Auf Bemühung Belavís' hin wurde die Ehe mit der Protestatin Louise durch den Papst annulliert und eine Ehe Philipp Jakobs mit der Habsburgerprinzessin Anna von Österreich arrangiert.

Philipp Jakob und Anna von Österreich heirateten im Jahr 1583. Bereits zwei Jahre später gebar diese ihm den Thronfolger Prinz Gabriel, der den Titel eines Prinzen von Sarmay erhielt.

Belavís steuerte in Abgrenzung zu Louise von Bourbon bald einen radikal antiprotestantischen Kurs und beendete die Kriege gegen die katholische Liga. Seit 1580 unterstützte Sagradien den spanischen König Philipp II. in dessen Krieg gegen das protestantische England. Belavís leitete eine Reihe von blutigen Protestantenverfolgungen ein und verbot im Edikt von Novil 1586 jede Form von Protestantismus in Sagradien. Die in Sagradien lebenden Calvinisten mussten entweder zum Katholizismus konvertieren oder wurden energisch bekämpft. Daneben legte Belavís den Grundstein für den sagradischen Absolutismus, indem er die Einflussmöglichkeiten des Adels einschränkte. Außerdem bemühte er sich um einen Ausbau des sagradischen Kolonialreiches.

Tod und Erbe

Philipp VII. Jakob starb im Jahr 1591 im Alter von 46 Jahren in Semess. Auf dem Thron folgte ihm sein erst sechsjähriger Sohn Gabriel V. nach, der fortan unter Regentschaft Anna von Österreichs stand.