Volksunion

Aus Sagradien
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Die Acción Popular, zu deutsch Volksaktion (später als Acción Popular de la Derestra, Volksaktion der Rechten bekannt) war eine katholisch-konservative Partei in der Zweiten Sagradischen Republik. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet, war die Volksaktion die erste große Konfessionspartei Sagradiens.

Ausrichtung und Wählerschaft

Die Volksaktion ging aus dem Umfeld des Vereins Nación Católica Social (NCS) hervor und wurde 1909 nach dem Vorbild der deutschen Zentrumspartei und der französischen Alliance Libérale Populaire gegründet. Sie sah sich als katholische Konfessionspartei und vertrat konservative kirchennahe sowie nationale und christlichsoziale Positionen. Anders als die ultrakonservative und monarchische Rechte der frühen Republik bezeichnete sich die Volksaktion als demokratische Partei, lehnte aber die laizistischen Positionen der republikanischen Linken entschieden ab. Neben dem konservativ-katholischen Flügel bestanden auch ein liberal-progressiver, ein sozialreformatorischer und stark von der katholischen Soziallehre geprägter sowie ein im Grund monarchischer und autoritärer Parteiflügel, in dem es auch starke antisemitische Tendenzen gab. Die Partei orientierte sich stark bürgerlich und altklerikal und konnte auf diese Weise große Teile der konservativen Agrarbevölkerung und des Groß- und Kleinbürgertums, Handwerker, Gewerbetreibende und Beamte anziehen, die sich selbst als katholisch verstanden und sich den Säkularisierungstendenzen in Gesellschaft und Politik entgegen stellten.

Geschichte

Die Volksaktion entstand in mehreren Schritten aus einer parlamentarischen Gruppe oppositioneller monarchistischer Abgeordneter, die sich infolge des gescheiterten Putsches von 1898 an die republikanische Mitte angenähert hatten. Seit 1903 stützte die Mehrzahl dieser Abgeordneten die rechte "Koalition der Moral" und gründete anlässlich der Präsidentschaftswahlen 1905 eine gemeinsame parlamentarische Gruppe. Sie unterstützte den konservativen Bewerber Joán Cardinal, der sich schließlich durchsetzen konnte und zum zweiten Präsidenten der Republik gewählt wurde. Bei den Parlamentswahlen 1907 trat die Acción Popular erstmals als Partei an und wurde drittstärkste Partei im rechten Lager, konnte sich rasch aber steigern und profitierte von den Auflösungserscheinungen der konservativ-republikanischen Unionistischen Partei. Innerhalb der Unionistischen Partei hatte sich bereits seit Ende der 1890er Jahre eine eigene liberal- und sozialkatholische Strömung herausgebildet, die sich nun ebenfalls der Aktionspartei anschloss.

Erster Führer der Acción Popular war der katholische Priester Abat Bernardo Regüer, der die Partei zusammen mit Alfredo Cresca und Demetrio Orzabal gegründet hatte. Diese waren alle ehemalige Monarchisten, die im Zusammenhang mit der päpstlichen Enzyklika Rerum Novarum Leo XIII.’ auf die republikanische Seite gewechselt waren, eine revolutionäre Umgestaltung der Gesellschaft aber ebenso ablehnten wie den Laizismus der Liberalen.

Bei den Wahlen 1909 erhielt die Acción Popular bereits mehr Mandate als die unionistischen Nachfolgeparteien zusammen, vier Jahre später wurde sie stärkste Kraft im klerikal-konservativen Lager und bildete daraufhin gemeinsam mit der siegreichen liberalen Republikanischen Allianz (AR) eine Koalition der rechten Mitte, die 1917 aber durch eine linke Mehrheit abgelöst wurde.

Während Regüers Nachfolger als Parteiführer Francisco Tropexas seit 1917 versuchte, in Konkurrenz zur Linken das sozialreformerische Profil der Partei zu schärfen, kam es zu einem kontinuierlichen Erstarken des konservativen und teilweise antidemokratischen rechten Parteiflügels und zu extremen innerparteilichen Spannungen. Nach dem Sieg der Linken bei den Parlamentswahlen 1917 und der ersten sozialistischen Regierungsbeteiligung rückten die Katholiken der Volksaktion stärker nach rechts und suchten zum Teil den Schulterschluss mit den antirepublikanischen Kräften, was zu einer Spaltung der Partei führte. Die Jugendorganisation Liga del Pôpolo Jovén trennte sich von der Partei und erklärte sich für unabhängig, aus ihr ging 1925 die christdemokratische PDP hervor. Der Rest der Partei drängte in Opposition zum Bloco de Sinistra von 1917 und zur laizistischen "Großen Koalition" von 1921 auf ein größeres katholisches "Selbstschutzbündnis" gegen den Angriff der Laizisten zur endgültigen Trennung von Staat und Kirche, was die Apistas als Angriff auf die katholische Religion ansahen. 1924 bildeten schließlich die Volksaktion, die sich nun als Volksaktion der Rechten bezeichnete, sowie mehrere kleinere Rechtsparteien die katholisch-konservative Unión Popular, die bis 1943 Bestand hatte und mit einem deutlichen Rechtskurs zur klar stärksten Partei der Rechten aufstieg.