Joán Restávio

Aus Sagradien
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Joán César Restávio Vello (*1946) ist ein sagradischer Fußballtrainer. Er trainierte in seiner Karriere u.a. Servettense SC, Tulisium FC, CA Semestín sowie Real Madrid. Dabei gewann er sieben nationale Meisterschaften, vier nationale Pokalwettbewerbe, zweimal die UEFA Champions League und einmal den Europapokal der Pokalsieger. Er ist damit bis heute der erfolgreichste Klubtrainer Sagradiens. Als Nationaltrainer Mexikos nahm er zudem an der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 teil. Zuletzt arbeitete er bis November 2016 als Cheftrainer beim chinesischen Superleague-Team Shanghai Shenhua.

Karriere als Trainer

Beginn der Trainerkarriere bei Sollar und Londez

Der in Corar gebürtige Restávio spielte in seiner aktiven Spielerkarriere als Stürmer meist in der zweiten sagradischen Liga. Dort beendete er 1980 seine Karriere beim AC Sollar, wo er anschließend auch seine Trainerkarriere als Jugendcoach begann. Nach ersten Erfolgen im Jugendbereich wurde er 1982 als Jugendtrainer vom sagradischen Spitzenklub Tulisium Football verpflichtet, kehrte aber nach nur einem Jahr zum AC Sollar zurück, wo er das Amt des Cheftrainers übernahm. Nachdem er mit Sollar den Aufstieg in die Premera Liga nur knapp verpasst hatte, trat er von seinem Amt zurück.

Nach einem Engagement beim Zweitligisten Sorano Athletic in der Saison 1984/85 übernahm Restávio im Sommer 1985 das Amt des Cheftrainers beim Erstliga-Absteiger RCD Londez, den er 1987 erfolgreich in die sagradische Premera Liga führte.

Erfolge in Sagradien, Mikolinien und Italien

Nach dem Aufstieg mit Londez in die Premera Liga machte Restávio dort mit einer mutigen Spielweise und überraschenden Siegen gegen den FC Bosa und den FC Semesta von sich reden. In der Folge wurde er im Januar 1988 durch den Ligakonkurrenten Lesnário FC abgeworben. Bei Lesnário betreute Restávio in der Folge ein schlagkräftiges Team mit zahlreichen Talenten wie Enrico António Torc und Daniel Pessué, das er 1989 zum Gewinn der Copa Sagradia führten konnte. Nach diesem ersten Titelerfolg erreichte Lesnário 1990 das Finale des Europapokals der Pokalsieger, musste sich dort aber dem FC Barcelona geschlagen gaben.

Nach zwei weiteren Spielzeiten in Biniar wechselte Restávio im Sommer 1992 zum mikolinischen Rekordmeister Servettense SC. In vier Jahren in Servette konnte er einmal die Nationalliga A und einmal den Pokalwettbewerb gewinnen und erreichte 1995 das Finale im Europapokal der Pokalsieger, das die Mikolinier gewinnen konnten. Nach diesen Erfolgen suchte Restávio im Sommer 1996 eine neue Herausforderung und wechselte in die italienische Serie A zu Lazio Rom, mit denen er Vierter in der Serie A wurde.

Erfolgsjahre bei Tulisium

Zur Saison 1997/1998 unterschrieb Restávio einen Vertrag als Chefcoach von Tulisium, wo er die erfolgreichsten Jahre seiner Trainerkarriere erleben und den Klub zu einer ungekannten Erfolgsära führen sollte. Gleich im ersten Jahr gewann das Team unter Restávios Führung die sagradische Meisterschaft, ehe 1999 das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Championsleague folgte.

Auch in den Folgejahren dominierte Restávios Team mit Spielern wie Enrico Scola, Daniel Pessué, Eduardo Costane und Mário Selsia die nationale Liga und gehörte auch in Europa zu den besten Mannschaften. Nach dem Triple-Gewinn folgten noch weitere vier Meistertitel mit den Tulinesen (2000, 2001, 2003, 2004) und zwei weitere Finalteilnahmen in der europäischen Königsklasse. Nachdem der Klub 2002 noch an Real Madrid gescheitert war, gewann Restávio mit Tulisium 2004 zum zweiten Mal die Championsleague.

Nach der enttäuschenden Saison 2004/2005, in der der Klub nur Platz 3 in der Liga belegte und als Titelverteidiger bereits in der Vorrunde der Championsleague ausschied, zog Restávio die Konsequenzen aus der aufgekommenen Kritik in den Medien und zuletzt auch im Verein und erklärte nach sieben Jahren seinen Rücktritt vom Traineramt. In sieben Spielzeiten mit Tulisium gewann Restávio insgesamt 14 Titel (5 Meisterschaften, 1 Pokal, 3 Super-Cups, 2 Championsleague-Siege, 1 Europäischer Super-Cup, 2 Weltpokal-Siege). Er ist damit der bis heute erfolgreichste Trainer in der Vereinsgeschichte. Restávios Nachfolger wurde Luis Etxeberría, der jedoch in zwei Jahren in Tulis keinen einzigen großen Titel gewinnen konnte.

Comeback bei CA Semestín

Trotz mehrerer lukrativer Angebote verschiedener europäischer Topklubs (u.a. Real Madrid) entschied sich Restávio dazu, nach den großen Erfolgen in Tulis zunächst eine Auszeit vom aktiven Fußball zu nehmen. Diese Pause endete überraschend im September 2006, als der ambitionierte sagradische Hauptstadtklub CA Semestín des russischen Milliardärs Maksim Fjedorov nach einem durchwachsenen Saisonstart (4 Punkte aus 3 Spielen) seinen Cheftrainer António Arías entließ. Bereits einen Tag nach der Trennung verkündete der erst im August 2006 als Sportdirektor installierte Ticiano De la Costa, der selbst als Nachfolgekandidat Arías’ galt, dass man sich mit Joán Restávio geeinigt habe.

Zusammen mit seinem langjährigen Assistenten Luis Chamot steuerte Restávio seinen neuen Arbeitgeber sofort auf Erfolgskurs und konnte schließlich in den letzten Saisonspielen noch den bereits als sicheren Meister ausgerufenen Tabellenführer aus Bosa an der Spitze abfangen. Am letzten Spieltag sicherte Restávio schließlich die erste Meisterschaft in der Klubgeschichte von CA und feierte seinen sechsten Meistertitel als Cheftrainer. Nach einer enttäuschenden Hinrunde in der Folgesaison, die nur auf Platz 5 abgeschlossen werden konnte, und Differenzen mit der Klubführung wurde der Meistertrainer im März 2008 überraschend aus seinem Amt entlassen. Nachfolger wurde Sportdirektor De la Costa, den er einst in Tulis abgelöst hatte. Aber auch dieser trat zum Ende der Saison von seinem Amt zurück, da er sich mit Klubeigner Maxim Fjedorow zerstritten hatte.

Engagement bei Real Madrid

Nach seiner Entlassung in Semesta galt Restávio als Trainerkandidat des FC Barcelona sowie der sagradischen Nationalmannschaft, doch kam es in keinem Fall zu direkten Verhandlungen. Auch eine Rückkehr zu Tulisium wurde eine Zeit lang diskutiert, jedoch entschied man sich dort für den jüngeren Daniel Pessué, der Restávio als eines seiner großen Trainervorbilder angibt. Im Juni 2009 trat Restávio schließlich das Traineramt bei Real Madrid an, wo er bereits bei der Wahl von Florentino Pérez zum Präsidenten als Nachfolgekandidat des erfolglosen Juande Ramos gehandelt worden war. Als Co-Trainer stand Restávio nicht mehr sein langjähriger Assistent Luis Chamot zur Seite, sondern der ehemalige Real-Legionär und sagradische Rekordnationalspieler Paulo Varigell, der Restávio als zweiter Assistent bereits in Tulis zur Seite gestanden und für das Engagement in Madrid eigens sein Amt als sagradischer U-20-Nationaltrainer niedergelegt hatte.

In seiner ersten Saison bei Real Madrid standen Restávio Weltstars wie Cristiano Ronaldo, Kaká und Karim Benzema zur Verfügung. Mit 96 Punkten in 38 Spielen stellte Restávio einen Vereinsrekord auf, verpasste im Kampf mit dem FC Barcelona (99 Punkte) aber dennoch die Meisterschaft. In der Championsleague schied Real Madrid im Achtelfinale aus und enttäuschte damit erneut die Erwartungen. Als Resultat wurde Restávio im Mai 2010 als Cheftrainer von Real Madrid entlassen und durch den Portugiesen José Mourinho ersetzt.

Nationaltrainer Mexikos

Nachdem Restávio bereits zuvor angedeutet hatte, sich eine Tätigkeit als Nationaltrainer vorstellen zu können, trat er wenige Monate nach seiner Entlassung bei Real Madrid eine Tätigkeit als Nationaltrainer von Mexiko an. Mit der Mannschaft nahm Restávio 2011 am nordamerikanischen Gold Cup und an der Copa América teil und konnte den Gold Cup gewinnen. Beim Confederations Cup 2013 schied Mexiko bereits in der Vorrunde aus. Dennoch blieb Restávio im Amt und führte die Mannschaft schließlich bei der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien ins Achtelfinale, wo die Tricolor gegen die Mannschaft der Niederlande ausschied.

Auszeichnungen

Restávio wurde zweimal zum „Welt-Klubtrainer des Jahres“ gewählt: jeweils nach den beiden Championsleague-Siegen 1999 und 2004, in denen er jeweils auch zu Europas Klubtrainer des Jahres gewählt wurde.

Stationen als Trainer

Erfolge als Trainer

Mit RCD Londez
Mit Lesnário FC
Mit Servettense
Mit Lazio Rom
  • Coppa Italia 1998
Mit Tulisium
  • Premera Liga 1999, 2000, 2001, 2003, 2004
  • Copa Sagradia 1999
  • UEFA Champions League 1999, 2004 (Finalist 2002)
  • Weltpokalsieger 1999, 2004
Mit CA Semestín
Mit Mexiko
Auszeichnungen