Naima Benaissa
Naima Benaissa al-Qazir (*1980 in Ostino) ist eine Politikerin der sagradischen Grünen. Sie war von 2013 bis 2018 in der Regierung Serrat Cabarell die erste sagradische Ministerin für Wohnen und Stadtentwicklung sowie die erste Ministerin maghrebinischer Abstammung.
Die tunesisch-stämmige Benaissa wuchs in ihrer Geburtsstadt Ostino auf und studierte dort nach dem Abitur Sozial- und Politikwissenschaft. Als Studentin trat sie den sagradischen Grünen bei und engagierte sich in zahlreichen Bürgerbewegungen, unter anderem für mehr Toleranz und gegen Studiengebühren. Im Jahr 2005 wurde die damals 25-Jährige erstmals für die Grünen in den Regionalrat der Region Ostinense gewählt, wo sie sich vor allem für Sozial- und Schulpolitik kümmerte.
Bei der Parlamentswahl 2009 erhielt Benaissa einen Sitz in der sagradischen Abgeordnetenkammer. Hier fungierte sie als integrationspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Als eine der wenigen Nachwuchspolitikerinnen mit Migrationshintergrund war sie in der Folge auch zunehmend in den Medien zu sehen.
Nach dem Sieg der Linken bei der Parlamentswahl 2013 wurde Benaissa als eine von vier Grünen Ministerin im Kabinett Serrat Cabarell. Sie stand seitdem dem neu gegründeten Ministerium für Wohnen und Stadtentwicklung vor. Mit 32 Jahren war sie zudem zum Zeitpunkt ihrer Ernennung die jüngste Ministerin Sagradiens und zudem die erste Ministerin mit arabischen Wurzeln. Mit dem Ende der Mitte-Links-Regierung im Februar 2018 schied sie aus dem Amt.
Mandate
- 2005-2009: Mitglied des Regionalrats der Region Ostinense
- seit 2009: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer