Margaid von Bretagne

Aus Sagradien
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Margarete von Dreux, genannt Margaid von Bretagne oder Margaid die Unglückliche (*1297; †1326; Margaid de Bretânia), war eine bretonische Adlige und Anwärterin auf den sagradischen Thron während der Thronfolgekrise des Jahres 1320/21.

Margaid war eine Tochter des bretonischen Herzogs Arthur II. aus dem Haus Dreux und der Yolande von Sagradien und damit Enkelin des sagradischen Königs Robert von Skanten sowie Nichte der Könige Jakob II. und Martin V. von Sagradien und Peruzien. Als solche kam sie bereits als Kind nach Sagradien, wo sie dereinst einen ihrer Vettern aus dem Haus Redanior heiraten sollte. Im Rahmen des Staatsstreichs ihres Großonkels Jakob von Tesqué (Jakob III.) gegen König Martin V. im Jahr 1301 wurde sie im Alter von nur vier Jahren festgenommen und eingekerkert. Da in Sagradien nicht das salische Recht galt und sie als Enkelin Roberts von Skanten damit theoretisch einen höheren Thronanspruch besaß als ihr Großonkel Jakob III. sah dieser in der jungen bretonischen Prinzessin einen gefährlichen Konkurrenten um den Thron.

Margarete verbrachte daher ihre gesamte Jugend als Gefangene Jakobs III. Als dieser 1309 einen Sohn und Thronfolger erhielt, galt Margaid eine Zeit lang als potenzielle zukünftige Gattin des 12 Jahre jüngeren Prinzen. Wenig später wurde sie in die Obhut von Heinrich von Viça, dem Stiefsohn König Jakobs III. übergeben. Auch unter dessen Schutz blieb sie de facto eine Gefangene und wurde als potenzielle Waffe im taktischen und strategischen Spiel und Macht und Einfluss genutzt. Nach dem Tod des Thronfolgers stief Margaid de facto zur Präsumptiverbin der Krone auf. Heinrich von Viça machte sich dies zunutze und nahm Margaid, wohl gegen deren Willen sowie gegen den Willen des Königs, zur Frau. Als Jakob III. im Jahr 1320 verstarb, erklärte Heinrich seine Frau zur Erbin und sich selbst zum König. Heinrichs Feinde bestritten jedoch die Rechtmäßigkeit der heimlich geschlossenen Ehe und lehnten auch die Erbfolge Margaids ab. Stattdessen favorisierte die gegnerische Partei in Sagradien Margaids Vetter Martin den Guten, Sohn Johann von Geróns und König von Mikolinien und Peruzien.

Nachdem Heinrich und Margaid im 1320 von den Cortes von Sagrera bestätigt und in Videça gekrönt worden waren, fiel Martin 1321 in Sagradien ein und besiegte seine Widersacher. Heinrich von Viça fiel in der Schlacht, woraufhin Margaid erneut festgenommen wurde. Sie erklärte ihren Verzicht auf alle Thronansprüche zugunsten Martins des Guten und gab an, zur Ehe mit Heinrich gezwungen worden zu sein. Bis zu ihrem Lebensende 1326 lebte stand sie unter Hausarrest und blieb damit fast ihr gesamtes Leben lang eine Gefangene.