Eleonore von Sagradien

Aus Sagradien
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Eleonore von Sagradien (Eleonor, Leonor oder Lionor genannt) (*1234; †1269) war als Ehefrau von Philipp dem Schweigsamen Königin von Peruzien sowie aus eigenem Recht Königin von Sagradien (1264-1269). Als solche war sie die erste selbst regierende Monarchin des sagradischen Königreichs und die letzte Vertreterin der Diannidendynastie auf dem Thron.

Eleonore von Sagradien wurde 1234 als älteste Tochter König Philipps IV. Hermes und dessen erster Frau Johanna von Scola geboren. Als solche war sie instrumenteller Bestandteil der Politik ihres Vaters und wurde von diesem 1250 mit dem skantischen Herzog und peruzinischen Thronprätendenten Philipp dem Schweigsamen verheiratet. Die Ehe diente dazu, das Bündnis der sagradischen Krone mit dem skantisch-peruzinischen Haus Redanior zu besiegeln. Als Ehefrau Philipps wurde Eleonore Königin von Peruzien, sie blieb zugleich aber Präsumptiverbin der sagradischn Krone, nachdem ihr kinderloser Bruder Gabriel IV. im Jahr 1261 den Thron bestiegen hatte. Nach dessen Tod 1264 trat in Sagradien eine dynastische Krise ein. Da Gabriels nächster männlicher Verwandter Jakob von Vesaey, ein Enkel Gabriels II. von einem Großteil der Stände als nicht-legitim angesehen wurde und in Sagradien die weibliche Thronfolge nicht generell ausgeschlossen war, fiel Eleonore eine Schlüsselrolle ein. Es gelang ihr schließlich, ihren Anspruch mithilfe ihres Schwagers Johann dem Blinden, Herzog von Scantia, gegen die Vesaey-Partei durchzusetzen. Die Cortes von Belaçón erkannten 1265 ihre Herrschaft an, schlossen aber ihren Ehemann Philipp von den Regierungsgeschäften in Sagradien aus.

Eleonore regierte bis zu ihrem Tod 1269 als Herrin von Sagradien ("Seiniora de Sagradia"). Nach ihrem Tod folgten ihr nacheinander ihre Söhne Martin IV. Felix und Robert von Skanten nach. Eleonore legte damit den Grundstein für die 1275 erfolgte Vereinigung der Kronen Sagradiens und Peruziens unter den Königen aus dem Haus Redanior.