Andrés Piero, Prinz von Sarmay
Andrés Piero de Sántori (*1515; †1534) war der älteste und einzige das erste Lebensjahr überlebende Sohn des sagradischen Königs David I. und als Erprinz der sagradischen Monarchie Fürst von Sarmay sowie als Nachfolger seines Onkels Peter I. Herr der Saloanischen Lande (bis 1533 als Titularherzog von Salua und Macedi).
Der älteste Sohn des sagradischen Königs David I. und dessen erster Ehefrau Luisa von Habsburg wurde am Andreastag (30. November) im Jahr 1515 in Tulis geboren und mit dem Tag seiner Geburt Kronprinz des Königreichs Sagradien und der mit ihr verbundenen Gebiete. Als solcher erhielt der Neugeborene den Titel eines Prinzen von Sarmay. Zum Taufpaten des Jungen wurde sein Onkel Don Piero, Herzog von Salua und bis zu seiner erzwungenen Abdankung 1509 als Peter I. selbst König von Sagradien, bestimmt. Dies war im kurz zuvor geschlossenen Vertrag von Alvat zwischen Peter und David I. vereinbart worden, in dem sich die beiden nach Jahren des Streits versöhnten und die Nachfolgefrage Peters klärten.
Da Peter selbst keine legitimen Nachkommen und aufgrund seiner Krankheit auch keine Aussicht auf weitere Kinder hatte, setzte er seinen Großneffen Andrés Piero als Erben in den Saloanischen Landen ein und dankte zu dessen Gunsten ab. Die Amtsgeschäfte übernahm nun Joán de Biniar als von David eingesetzter Statthalter, der jedoch auch weiterhin mit einem einheimischen Regentschaftsrat zusammenarbeiten musste.
Andrés Piero wurde derweil am Hof seines Vaters in Tulis erzogen. Er galt als zurückhaltender und schüchtern wirkender Junge, der sich oft in Phantasien stürzte und von eher kränklicher Natur war. Da er jedoch zum Thronfolger seines Vaters erzogen wurde, war er als Junge unglücklich. Lediglich für die Seefahrt konnte er sich begeistern. Nachdem sein Vater sich früh auf die Suche nach möglichen Schwiegertöchtern gemacht hatte, heiratete Andrés Piero schließlich im Frühjahr 1533 - im Alter von 17 Jahren - die zwei Jahre ältere navarresische Prinzessin Marie d'Albret, Tochter Königin Katharinas von Navarra und ihres Mannes Jean d'Albret sowie Schwester König Heinrichs II. von Navarra. Die feierliche Hochzeit zwischen dem Kronprinz und der zukünftigen Königin, Bestandteil der anti-habsburgischen Allianz Davids I. mit Frankreich, fand in der Kathedrale von Tulis statt.
In der Folge reiste das junge Paar nach Macedi, wo Don Andrés Piero selbst die Herrschaft als Herzog antreten sollte, nachdem seine Cousine Antonia von Macedi, uneheliche Tochter Peters I. und seit 1525 Statthalterin in Macedi, bereits im Dezember des Vorjahres gestorben war. In seiner kurzen Zeit als regierende Herzog konnte Andrés Piero keine positiven Akzente setzen. Stattdessen fand er bei seiner Ankunft in Macedi eine äußerst schwierige Situation vor, in der mehrere zerstrittene Parteien am Hof in Fehden gegeneinander verstrickt nach der Vormacht kämpften. Zwar gelang es dem jungen Herzog im Frühjahr 1534 einen Ausgleich zwischen den Streitparteien zu erreichen, jedoch begannen die Kämpfe schon im Spätsommer 1534 von neuem, sodass David I. gezwungen war, seinem unerfahrenen Sohn mehrere erfahrene Berater zukommen zu lassen. Ehe diese jedoch in Macedi eintrafen, starb Don Andrés Piero bereits im September 1534 an einem überraschenden Fieberanfall. David I. nahm nun selbst den Titel eines Herzogs von Salua und Macedi an und ernannte den einheimischen Grafen Luvis de Granval zum Statthalter.
Nach dem Tod des Kronprinzen und seiner älteste Schwester Luisa im Jahr 1536 avancierte seine jüngere Schwester Johanna zur Thronfolgerin, die ihre Herrschaft 1543 aber nur gegen Widerstände antreten konnte.