Ludwig Philipp I. von Sessin
Ludwig Philipp I. von Santori, Herzog von Sessin (Luis Filipe de Sesín)(*1572, †1602), war ein sagradischer Prinz aus dem Königshaus der Sántori, Herzog von Sessin (1577-1602) sowie Fürst von Sarmay (1580-1585).
Luis Filipe war der älteste Sohn des Prinzen Heinrich August von Santori, Herzog von Sessin, dem Begründer der Linie Santori-Sessin, sowie dessen Ehefrau Anna-Maria von Sántori-Esqués. Er war damit väterlicherseits ein Enkel Königin Johannas I. und Philipp von Valiers sowie mütterlicherseits ein Enkel Heinrichs von Esqués und Madeleine de Bourbons.
Bereits im Alter von fünf Jahren folgte Ludwig Philipp seinem verstorbenen Vater als Herzog von Sessin nach, stand aber unter der Vormundschaft seiner Mutter. Danach wuchs er am Hof seines Onkels König Danadier I. in Semest auf. Mit dem frühen Tod von Danadiers erstem Sohn Prinz Philipp David im Jahr 1580 stieg Ludwig Philipp zum Präsumptiverben der sagradischen Krone auf. Seine Mutter erreichte, dass der junge Prinz den traditionellen Thronfolgertitel eines Fürsten von Sarmay erhielt. Schon 1582 aber geriet Anna Maria von Esqués nach einer katholischen Hofrevolte gegen Königin Luise von Bourbon und aufgrund ihrer protestantischen Verbindungen in Ungnade, was auch die Position ihres Sohnes als Thronfolger gefährdete.
Nach der Hochzeit König Danadiers mit der Katholikin Anna von Österreich und der Geburt eines Sohnes, Prinz Gabriel Philipp, im Jahr 1585 verlor Ludwig Philipp seine Stellung als Thronfolger und seinen Titel als Fürst von Sarmay an den neugeborenen Vetter. Er blieb aber Herzog von Sessin und trat 1589 im Alter von 17 Jahren sein Erbe an. 1591 heiratete er Maria von Mikolinien, eine Tochter König Alberts I. von Mikolinien. 1593 wurde der älteste Sohn Johann Michael geboren.
Am Hof des jungen Königs Gabriel V. nahm dessen Vetter Ludwig Philipp eine einflussreiche Stellung ein. 1617 erreichte er die Vermählung seines Sohnes Johann Michael von Sessin mit Antonia von Sagradien, der jüngsten Schwester König Gabriels. Ludwig Philipps zweiter Sohn Johann David Graf von Belverde heiratete morganatisch und begründete die Linie Sántori-Belverde, die bis heute existiert. Der jüngste Sohn Heinrich Philipp schlug eine geistliche Laufbahn ein und wurde Abt von Celtavia.