Cristina de Sántori
Cristina de Sántori Duquêsa d'Amôria (*1702, †1766) war eine sagradisch-cuentesische Prinzessin aus dem Haus Sántori und Herzogin von Amôria. Als jüngere Schwester von Fürst Johann III. von Cuentez und Schwägerin von Maria I. von Sagradien übte sie von 1748 bis 1753 gemeinsam mit einem Regentschaftsrat die Vormundschaft für ihren minderjährigen Neffen David II. im Königreich Sagradien und im Fürstentum Cuentez aus. Ein wichtiges Mitglied des fünf-, seit 1752 siebenköpfigen Regentschaftsrats war ihr Mann Jâcque de Godolfín, Herzog von Amôria.
Die Regentschaft war von zahlreichen Machtkämpfen innerhalb des regierenden Gremiums geprägt, in dem u.a. Joaquín de Montxerent, Erzbischof von Viça, mit Godolfín um die Vorherrschaft stritt. Zudem versuchte der Herzog von Sessin David Jâcque de Sántori aus der wichtigsten existenten Nebenlinie der Sántori vergeblich, seine Stellung als Präsumptiverbe der Sántori-Dynastie durchzusetzen. Seine Forderung an Cristina, ihm die offizielle Regentschaft zu übertragen und ihn als Erben anzuerkennen, wurde von den Gegnern Sesins im Hochadel und im Rat zurückgewiesen, die um ihren Einfluss bangen mussten.