Caro Mêstre

Aus Sagradien
Version vom 22. Februar 2017, 15:33 Uhr von 134.93.244.97 (Diskussion)
(Unterschied) →Nächstältere Version | Aktuelle Version ansehen (Unterschied) | Nächstjüngere Version← (Unterschied)
Zur Navigation springenZur Suche springen

Carles Roberto Inácio Mêstre Aguiz (*1885, †1945) genannt Caro Mêstre, war ein sagradischer Politiker und von 1942 bis 1944 Chef der "Regierung von Fidelfe" an der Spitze des kolloborationistischen Estàu Sagradês.

Zunächst Abgeordneter und Minister für die katholische Unión Popular, wurde Mêstre in der Regierung der Nationalen Kommunion unter Manuel Sants-Igualde Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident. Dort gehörte er zu den sogenannten Germanófilœs, die Sympathien für das nationalsozialistische Deutschland und seine Verbündeten im Zweiten Weltkrieg zeigten.

Nachdem er im Frühjahr 1941 wegen seiner Verbindungen nach Deutschland aus der Regierung entlassen worden war, floh er im Dezember 1941 aus Sagradien und wurde daraufhin des Landesverrats beschuldigt und angeklagt. Nach der Eroberung großer Teile Nordsagradiens durch deutsche Truppen wurde Mêstre im April 1942 von Hitler als Regierungspräsident einer Marionettenregierung im ceundalischen Fidelfe eingesetzt. Als solcher proklamierte Mêstre im Namen des sagradischen Volkes den Estàu Sagradês. Er gründete zudem das Movimiento Nacional Popular als führende Staatspartei. Formal mit diktatorischen Vollmachten ausgestattet, war Mêstre vollständig von Deutschland abhängig und handelte nach Maßgabe der deutschen Besatzer. Dabei veranlasste er auch zahlreiche Deportationen von Juden und anderen Minderheiten sowie von Oppositionellen. Hiergegen stellte sich eine breite Widerstandsbewegung, der sich große Teile der Bevölkerung anschlossen.

Nachdem die deutschen Truppen immer mehr zurückgedrängt worden waren, wurde Mêstre im August 1944 festgenommen und danach vor Gericht gestellt, wo er des Landesverrats für schuldig befunden und schließlich 1945 hingerichtet wurde.