Demokratische Koalition
Als Demokratische Koalition wird ein Regierungsbündnis in der Entstehungsphase der Dritten Sagradischen Republik bezeichnet, das von den ehemaligen Volksfront-Parteien PS, PCS und PRR sowie der christdemokratischen PCC gebildet wurde. Führende Vertreter all dieser Parteien hatten sich führend am sagradischen Widerstand beteiligt und bereits im Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa (CNRS) zusammengearbeitet, das nach dem Sturz des Álamo-Regimes 1943 zum Hauptverhandlungspartner der regierenden Mai-Junta wurde.
Nach der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1944 bildeten die vier Parteien eine informelle Koalition, welche die Führungsrolle in der Versammlung übernahm und die Provisorische Regierung Dini, später die Provisorische Regierung Saviola stützte. Ziel des Bündnisses war es, einen demokratischen Wiederaufbau des Landes, eine Säuberung des faschistisch besetzten Beamtenapparats sowie die (Wieder)-Errichtung des sagradischen Wohlfahrtsstaats zu erreichen. Außerdem sollte eine neue Verfassung ausgearbeitet werden.
Die Demokratische Koalition vereinte mehr als Zwei Drittel der Abgeordneten in der Nationalversammlung. In Opposition zu ihr standen neben den bürgerlichen Liberalen, die eine Zusammenarbeit mit den Kommunisten ablehnten, mehrere antidemokratische oder nationalkonservative Parteien, die als nicht regierungsfähig angesehen wurden.