Luise I. von Mikolinien
Luisa Agnatia Federica Francise von Mikolinien und Poléi (*1835; †1909) war eine Prinzessin aus dem mikolinischen Königshaus Albero und von 1852 bis zu ihrem Tod 1909 als Luise I. Königin von Mikolinien, Peruzien, und Golen und Großherzogin von Servette.
Prinzessin Luisa Agnatia wurde 1835 als Tochter von Prinzessin Francise von Mikolinien und Prinz Charl von Albero-Poléi, Herzog von Montanien geboren. Ihre Großeltern mütterlicherseits waren Königin Karoline II. und ihr Mann König Michael IV., väterlicherseits stammte sie aus der Nebenlinie Albero-Poléi.
Weil sowohl ihre beiden Eltern als auch ihr älterer Bruder Prinz Michael von Peruzien bereits vor ihrem Großvater Michael IV. gestorben waren, folgte Luisa im Alter von 17 Jahren ihren Großeltern als Königin auf dem mikolinischen Thron nach. Zu dieser Zeit war sie noch unverheiratet, wurde aber für mündig erklärt und regierte fortan eigenständig das Land.
Ehe und Nachkommen
Im Jahr 1854 heiratete die junge Königin den belgischen Prinzen Frederic von Sachsen-Coburg-Gotha, Sohn des belgischen Königs Leopold I., der aber anders als ihr Großvater nicht zum König erhoben wurde, sondern lediglich den Titel eines Prinzgemahls erhielt. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Die beiden Söhne Prinz Federic Albert von Mikolinien, Herzog von Kont (†1890) und Charl Aquim von Mikolinien, Prinz von Perucía (†1902) starben jedoch beide vor der Königin selbst, sodass Charl Aquims Sohn Henrique Joann von Mikolinien als Enkel Luises zu ihrem Präsumptiverben aufstieg. Noch vor dem Tod seiner Großmutter aber verzichtete dieser auf den Thron. An seiner Stelle bestimmte das mikolinische Parlament schließlich den nächsten männlichen Nachkommen Luises, Prinz Johann, zum Thronfolger. Er war der älteste Sohn von Luises Tochter Maria Federica und ihres Mannes Karl Alexander von Battenberg. Luise bestimmte jedoch, dass das Königshaus weiterhin an erster Stelle den Namen Albero tragen sollte. Nach ihrem Tod 1909 folgte ihr Prinz Johann als Johann V. von Mikolinien auf dem Thron nach.