Codices Magni Libertatum
Als Codices Magna Libertatum werden eine Reihe von Gesetzestexten bezeichnet, die von der sagradischen Ständeversammlung (Cortes Generales d'Estadœs) zwischen dem 30. Juni und dem 9. September 1719 verabschiedet und am 2. Dezember 1719 durch König Danadier II. abgesegnet wurden.
Die Codices garantierten die Rechte der sagradischen Ständeversammlung und beschrieben das Verhältnis zwischen Ständen und Krone. Sie waren eine unmittelbare Antwort auf die Versuche des sagradischen Königs Danadier II., eine absolutistische Königsherrschaft in Sagradien zu etablieren, die 1713 zum Ausbruch des Sagradischen Bürgerkriegs zwischen Königstreuen und einer rebellierenden Adelskoalition geführt hatte. Nach seiner militärischen Niederlage musste Danadier II. am 2. Dezember 1719 schließlich den Codices Magna zustimmen. Deren zentraler Inhalt war, dass Sagradien durch ein sogenanntes Kondominium von König und Ständen regiert werden sollte. Nichts sollte fortan mehr gegen die ausdrückliche Zustimmung der Stände geschehen.