Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1939
Die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938 fand im April 1938 statt und wird auch als April-Wahl bezeichnet. Sie erfolgte zwei Monate nach dem Februarputsch rechtsgerichteter Militärs gegen die konstitutionelle Mitte-Links-Regierung Colón und den sozialistischen Präsidenten Santiago Laval sowie der folgenden Ernennung Manuel Álamos zum Regierungschef als Kopf eines rechten Bündnisses der katholischen Unión Popular mit den faschistischen Divisionisten.
Im Vorfeld der Wahlen wurde das Wahlrecht so geändert, dass die von Álamo angeführte Regierung mit großer Wahrscheinlichkeit eine verfassungsändernde Mehrheit erhalten würde, um das Ziel der Errichtung eines Ständestaats auf parlamentarischem Wege zu verwirklichen. Das bis dahin praktizierte Verhältniswahlrecht wurde in der Lex Cornell durch eine Listenwahl mit der Möglichkeit von Listenverbindungen und Sieger-Bonus ersetzt. Parteien konnten mit eigenen Listen einzeln antreten oder sich mit anderen zu Listenverbindungen zusammenschließen. Diejenige Listenverbindung, welche die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte, erhielt, sofern sie mindestens 50 Prozent der Stimmen oder 35 Prozent der Stimmen und mindestens zehn Prozentpunkte Vorsprung auf die nächstgrößere Listenverbindung erreichte, automatisch eine qualifizierte Mehrheit von 2/3 der Abgeordneten (350+1). Schaffte dies keine der Listenverbindungen, so erhielt die Einzelliste mit den meisten Stimmen, sofern sie mehr als 30 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte, automatisch eine Mehrheit von 265 Mandaten (etwas mehr als die absolute Mehrheit).
| Partei | Kurzbezeichnung | Stimmanteil | Mandate |
|---|---|---|---|
| Listenverbindung Comunión Nacional (Klerikal-Faschistisches Bündnis) | 45,0% | 351 | |
| - Lista Unitária de la Comunión Nacional (Klerikal-Faschisten) | CN | 38,7 % | 302 |
| - Unión Popular / Unión Campesana (Katholisch-Konservative und Agrarier) | UP/UC | 6,3 % | 49 |
| Lista Nacional de Independientes (Nationalisten, Katholiken, Rechtsliberale, Christdemokraten) | IND | 7,6 % | 24 |
| Nationale Kommunion und Unterstützer | 52,7 % | 375 | |
| Listenverbindung Partido Socialista / Partido Radical / Unión Radical-Socialista | 25,6 % | 81 | |
| - Partido Socialista (Sozialisten) | PS | 12,6 % | 40 |
| - Partido Socialista / Partido Republicano Radical (Sozialisten und Linksliberale) | PS/PRR | 11,1 % | 35 |
| - Partido Socialista / Unión Radical-Socialista (Sozialisten und Radikal-Sozialisten) | PS/URS | 1,9 % | 6 |
| Partido Comunista Sagradês (Kommunisten) | PCS | 6,9 % | 22 |
| Partido Democrático Popular (Christdemokraten) | PDP | 6,0 % | 19 |
| Partido Socialista Revolucionário - Lavoradores i Campesanoes | PSR-LC | 3,2 % | 10 |
| Reagrupamiento Nacional Republicano (ARD/PLR, Liberale) | RNR | 2,1 % | 7 |
| Sonstige | 3,6 % | 11 | |
| Opposition | 47,3 % | 150 | |
| Total | 525 |