Joán Restávio
Joán César Restávio Vello (*1946) ist ein sagradischer Fußballtrainer. Er gewann in seiner Karriere u.a sechsmal die sagradische Premera Liga und zweimal die UEFA Champions League. Er ist damit bis heute der erfolgreichste Klubtrainer Sagradiens.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Karriere als Trainer
- 1.1 Beginn der Trainerkarriere bei Sollar und Londez
- 1.2 Erfolge in Sagradien, Mikolinien und Italien
- 1.3 Erfolgsjahre bei Juvantêsa Sport
- 1.4 Comeback bei Atlético Semestín
- 1.5 Engagement bei Real Madrid
- 1.6 Nationaltrainer Mexikos
- 1.7 Auszeichnungen
- 1.8 Stationen als Trainer
- 1.9 Erfolge als Trainer
Karriere als Trainer
Beginn der Trainerkarriere bei Sollar und Londez
Der in Corar gebürtige Restávio spielte in seiner aktiven Spielerkarriere als Stürmer meist in der zweiten sagradischen Liga. Dort beendete er 1980 seine Karriere beim AC Sollar, wo er anschließend auch seine Trainerkarriere als Jugendcoach begann. Im November 1982 übernahm Restávio die erste Mannschaft des Erstliga-Aufsteigers AC Sollar, konnte aber den unmittelbaren Abstieg in die Segona Liga nicht verhindern. In der Spielzeit 1983/84 nahm er mit Sollar an den Playoff-Spielen der Zweiten Liga teil, verfehlte jedoch den Wiederaufstieg.
In der Saison 1984/1985 trainierte Restávio den sagradischen Erstligisten RCD Londez, wurde aber nach wenigen Monaten entlassen. Nach der Saison wurde er schließlich Jugendtrainer bei Juvantêsa Sport und 1987 als Assistent von Carles Notero Co-Trainer der ersten Mannschaft, die in den folgenden beiden Jahren jeweils die Premera Liga gewinnen konnte.
Erfolge in Sagradien, Mikolinien und Italien
Nach der Saison 1988/1989 wurde Restávio Cheftrainer des damaligen Zweitligisten UD Tulis, mit dem er 1990 in die Premera Liga aufstieg. Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt im Jahr 1991 wechselte Restávio zum damaligen sagradischen Spitzenklub Mesarque SC, mit dem er dreimal in Folge den internationalen Wettbewerb erreichen konnte. International bekannt wurde Restávio, als er 1994 mit seiner Mannschaft das Finale des UEFA-Pokals erreichte, das die Mannschaft gegen Inter Mailand verlor.
Im Sommer 1994 wechselte Restávio zum mikolinischen Rekordmeister Servette SC. In drei Jahren in Servette konnte er zweimal die Nationalliga A gewinnen und erreichte 1995 das Finale im Europapokal der Pokalsieger, das die Mikolinier gewinnen konnten. Nach diesen Erfolgen suchte Restávio im Sommer 1997 eine neue Herausforderung und wechselte in die italienische Hauptstadt zu Lazio Rom, wo er mit dem Sieg im Finale der Coppa Italia gleich im ersten Jahr einen Titel holen konnte.
Erfolgsjahre bei Juvantêsa Sport
Nach diesem Erfolg unterschrieb Restávio zur Saison 1998/1999 einen Vertrag als Chefcoach von Juvantêsa Sport, wo er die schwierige Nachfolge des erfolgreichen Meistertrainers Ticiano De la Costa antrat. In Tulis sollte er die erfolgreichsten Jahre seiner Trainerkarriere erleben. Gleich im ersten Jahr gewann das Team unter Restávios Führung das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Championsleague.
Auch in den Folgejahren dominierte Restávios Team mit Spielern wie Enrico Scola, Daniel Pessué, Eduardo Costane und Mário Selsia die nationale Liga und gehörte auch in Europa zu den besten Mannschaften. Nach dem Triple-Gewinn folgten noch weitere vier Meistertitel mit der Juvantêsa (2000, 2001, 2003, 2004) und zwei weitere Finalteilnahmen in der europäischen Königsklasse. Nachdem der Klub 2002 noch an Real Madrid gescheitert war, gewann Restávio mit der Juvantêsa 2004 zum zweiten Mal die Championsleague.
Nach der enttäuschenden Saison 2004/2005, in der der Klub nur Platz 3 in der Liga belegte und als Titelverteidiger bereits in der Vorrunde der Championsleague ausschied, zog Restávio die Konsequenzen aus der aufgekommenen Kritik in den Medien und zuletzt auch im Verein und erklärte nach sieben Jahren seinen Rücktritt vom Traineramt. In sieben Spielzeiten mit der Juvantêsa gewann Restávio insgesamt 14 Titel (5 Meisterschaften, 1 Pokal, 3 Super-Cups, 2 Championsleague-Siege, 1 Europäischer Super-Cup, 2 Weltpokal-Siege). Er ist damit der bis heute erfolgreichste Trainer in der Vereinsgeschichte. Restávios Nachfolger wurde Luis Etxeberría, der jedoch in zwei Jahren in Tulis keinen einzigen großen Titel gewinnen konnte.
Comeback bei Atlético Semestín
Trotz mehrerer lukrativer Angebote verschiedener europäischer Topklubs (u.a. Real Madrid) entschied sich Restávio dazu, nach den großen Erfolgen in Tulis zunächst eine Auszeit vom aktiven Fußball zu nehmen. Diese Pause endete überraschend im September 2006, als der ambitionierte sagradische Hauptstadtklub Atlético Semestín des russischen Milliardärs Maksim Fjedorov nach einem durchwachsenen Saisonstart (4 Punkte aus 3 Spielen) seinen Cheftrainer António Arías entließ. Bereits einen Tag nach der Trennung verkündete der erst im August 2006 als Sportdirektor installierte Ticiano De la Costa, der selbst als Nachfolgekandidat Arías’ galt, dass man sich mit Joán Restávio geeinigt habe.
Zusammen mit seinem langjährigen Assistenten Luis Chamot steuerte Restávio seinen neuen Arbeitgeber sofort auf Erfolgskurs und konnte schließlich in den letzten Saisonspielen noch den bereits als sicheren Meister ausgerufenen Tabellenführer aus Bosa an der Spitze abfangen. Am letzten Spieltag sicherte Restávio schließlich die erste Meisterschaft in der Klubgeschichte von Atlético und feierte seinen sechsten Meistertitel als Cheftrainer. Nach einer enttäuschenden Hinrunde in der Folgesaison, die nur auf Platz 5 abgeschlossen werden konnte, und Differenzen mit der Klubführung wurde der Meistertrainer im März 2008 überraschend aus seinem Amt entlassen. Nachfolger wurde Sportdirektor De la Costa, den er einst in Tulis abgelöst hatte. Aber auch dieser trat zum Ende der Saison von seinem Amt zurück, da er sich mit Klubeigner Maxim Fjedorow zerstritten hatte.
Engagement bei Real Madrid
Nach seiner Entlassung in Semesta galt Restávio als Trainerkandidat des FC Barcelona sowie der sagradischen Nationalmannschaft, doch kam es in keinem Fall zu direkten Verhandlungen. Auch eine Rückkehr zur Juvantêsa wurde eine Zeit lang diskutiert, jedoch entschied man sich dort für den jüngeren Daniel Pessué, der Restávio als eines seiner großen Trainervorbilder angibt. Im Juni 2009 trat Restávio schließlich das Traineramt bei Real Madrid an, wo er bereits bei der Wahl von Florentino Pérez zum Präsidenten als Nachfolgekandidat des erfolglosen Juande Ramos gehandelt worden war. Als Co-Trainer stand Restávio nicht mehr sein langjähriger Assistent Luis Chamot zur Seite, sondern der ehemalige Real-Legionär und sagradische Rekordnationalspieler Paulo Varigell, der Restávio als zweiter Assistent bereits in Tulis zur Seite gestanden und für das Engagement in Madrid eigens sein Amt als sagradischer U-20-Nationaltrainer niedergelegt hatte.
In seiner ersten Saison bei Real Madrid standen Restávio Weltstars wie Cristiano Ronaldo, Kaká und Karim Benzema zur Verfügung. Mit 96 Punkten in 38 Spielen stellte Restávio einen Vereinsrekord auf, verpasste im Kampf mit dem FC Barcelona (99 Punkte) aber dennoch die Meisterschaft. In der Championsleague schied Real Madrid im Achtelfinale aus und enttäuschte damit erneut die Erwartungen. Als Resultat wurde Restávio im Mai 2010 als Cheftrainer von Real Madrid entlassen und durch den Portugiesen José Mourinho ersetzt.
Nationaltrainer Mexikos
Nachdem Restávio bereits zuvor angedeutet hatte, sich eine Tätigkeit als Nationaltrainer vorstellen zu können, trat er wenige Monate nach seiner Entlassung bei Real Madrid eine Tätigkeit als Nationaltrainer von Mexiko an. Mit der Mannschaft nahm Restávio 2011 am nordamerikanischen Gold Cup und an der Copa América teil und konnte den Gold Cup gewinnen. Beim Confederations Cup 2013 schied Mexiko bereits in der Vorrunde aus. Dennoch blieb Restávio im Amt und führte die Mannschaft schließlich bei der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien ins Achtelfinale, wo die Tricolor gegen die Mannschaft der Niederlande ausschied.
Auszeichnungen
Restávio wurde zweimal zum „Welt-Klubtrainer des Jahres“ gewählt: jeweils nach den beiden Championsleague-Siegen 1999 und 2004, in denen er jeweils auch zu Europas Klubtrainer des Jahres gewählt wurde.
Stationen als Trainer
- 1980-11/82: AC Sollar (Jugendtrainer)
- 11/82-1984: AC Sollar (Cheftrainer)
- 1984-11/84: RCD Londez
- 1985-1987: Juvantêsa Sport (Jugendtrainer)
- 1987-1989: Juvantêsa Sport (Co-Trainer)
- 1989-1991: UD Tulis
- 1991-1994: Mesarque SC
- 1994-1996: Servette SC (MIC)
- 1996-12/96: AC Milan (ITA)
- 1997-1998: S.S. Lazio (ITA)
- 1998-2005: Juvantêsa Sport
- 9/06-3/08: Atlético Semestín
- 2009-2010: Real Madrid (ESP)
- seit 10/10: Mexiko (Nationaltrainer)
Erfolge als Trainer
Mit UD Tulis
- Aufstieg in die Premera Liga 1990
Mit Mesarque SC
- UEFA-Cup-Finalist 1994
Mit Servette
- Europapokal der Pokalsieger 1995
- Mikolinischer Meister 1996
Mit Lazio Rom
- Coppa Italia 1998
Mit Juvantêsa Sport
- Premera Liga 1999, 2000, 2001, 2003, 2004
- Copa Sagradia 1999
- UEFA Champions League 1999, 2004 (Finalist 2002)
- Weltpokalsieger 1999, 2004
Mit Atlético Semestín
- Premera Liga 2007
- Copa de la Liga 2007
Mit Mexiko
- CONCACAF Gold Cup 2011
- Teilnahme an der Confederations Cup 2013
- Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2014
Auszeichnungen
- IFFHS Weltklubtrainer 1999 und 2004
- UEFA Trainer des Jahres 1999 und 2004
- Sagradiens Trainer des Jahres 1999, 2004 und 2007