FC Duerez

Aus Sagradien
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Der Fútbol Club de Duerez ist ein sagradischer Fußballverein aus der niederalkonischen Stadt Duerez. Mit 13 Finalsiegen in der Copa Sagradia hält der Verein zusammen mit dem FC Bosa den Rekord für die meisten Pokalerfolge in Sagradien. Insgesamt konnten die Blancœs neun Mal die Premera Liga, einmal den Messepokal und einmal den Europapokal der Pokalsieger für sich entscheiden und sind damit gemessen an gewonnenen Titeln nach den "großen Drei" Juvantêsa, FC Bosa und FC Semesta der erfolgreichste Verein im sagradischen Fußball.

Seine Heimspiele trägt der Klub im Estâdiu Fernando Santiar aus, das regulär 52.000 Zuschauer beherbergt. Als größter Rivale gilt der benachbarte Nalcazal Fútbol Club, gegen den die Blancœs das "Derbi d'Alconía" bestreiten. Die Partienen gegen den FC l'Artir gelten als "Derbi del Sur".

Vereinsgeschichte

Die Goldenen Fünfziger der „Grande Duerez“

In den Fünfziger Jahren gelangte der FC Duerez wieder zur nationalen Dominanz und wurde zur erfolgreichsten sagradischen Klubmannschaft des Jahrzehnts. Angefangen mit dem Pokalsieg 1953 leitete der zurückgekehrte ungarische Erfolgstrainer Istvan Grósz eine Phase der Erfolge ein. In den fünf Spielzeiten zwischen 1953/1954 und 1957/1958 gewann die so genannte "Grande Duerez" unter Grósz und dessen Nachfolger Santiago Flores (seit 1957) vier von möglichen fünf nationalen Meisterschaften und als erster sagradischer Klub überhaupt zweimal (1954, 1958) das Double aus Liga- und Pokalerfolg. Unter Trainer Sándor Gyuményi stand das Team 1959 erstmals in einem Europapokalfinale, verlor im Landesmeisterwettbewerb aber gegen Seriensieger Real Madrid. Vorzeigespieler der „Grande Duerez“ waren die Nationalspieler José António, Franco Delaurentis, Fernando Volêu, Santi Corretxa und Martín Nacesta, die zugleich des Kern des sagradischen Teams bildeten, das 1958 im eigenen Land Vizeweltmeister wurde. Besonders die Flügelzange Volêu-Nacesta war im ganzen Land gefürchtet. In Analogie zur erfolgreichen Mannschaft von Real Madrid wurde bald auch vom „Duerezer weißen Ballett“ gesprochen.

Die Sechziger Jahre

Nach dem verlorenen Europapokalfinale endete die Ära der nationalen Dominanz abrupt und der Ligakonkurrent Juvantêsa Sport aus Tulis, bereits 1959 Meister, konnte sich in der Premera Liga meist vor den Duerezern plazieren. Kapitän Martín Nacesta übernahm nach seinem aktiven Karriereende 1960 als Cheftrainer die sportliche Leitung des Klubs. Unter seiner Führung wurde um den neuen Kapitän José António eine junge Mannschaft aufgebaut, die zwar an die Dominanz der Fünfziger Jahre nicht herankam, dennoch aber Erfolge vorweisen konnte. 1967 und 1968 wurde der Klub zweimal in Folge sagradischer Pokalsieger. 1965 gewann Duerez – ein Jahr nach dem Erfolg der Juvantêsa in diesem Wettbewerb – den Messepokal, den Vorläufer des späteren UEFA-Cups. Krönung der zehnjährigen Trainer-Ära Nacesta war jedoch der Sieg im Finale des Europapokals der Pokalsieger 1969 gegen den FC Barcelona. Ein Meistertitel blieb diesem Team um José António und Torwartlegende Selle Ibagaza aber verwehrt, neue national erfolgreiche Teams wie Mesarque SC und FC Semesta liefen den Alkonen den Rang ab.

Abstieg und Krisenjahre in den Siebzigern

Dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte 1969 folgte 1970 der große Schock. Völlig unerwartet rutschte das Team des FC Duerez in der Liga in den Tabellenkeller ab und musste am Ende gar als Tabellenvorletzter den Weg in die Segona Liga antreten. In der Saison 1970/1971 spielte Duerez erstmals überhaupt nicht in der Oberklasse, konnte aber souverän als Tabellenführer den Wiederaufstieg in Liga 1 meistern. Die Siebziger Jahre blieben dennoch ohne Erfolge für Duerez, das in der Liga meist nur im Mittelfeld landete und 1977 erneut in die Zweitklassigkeit abstieg. Zur gleichen Zeit etablierten sich die einstigen Konkurrenten FC Bosa und Juvantêsa Sport sowie der an die Ligaspitze zurückgekehrte FC Semesta als die „großen Drei“ der Liga, während sich Duerez nach dem abermaligen direkten Wiederaufstieg 1978 erst einmal wieder in der Premera Liga etablieren musste.

Die Achtziger: Rückkehr an die Spitze

Anfang der Achtziger wuchs in Duerez unter Trainer Bernardo Tolosa (1980-1982) und seinem uruguayischen Nachfolger Simón González (seit 1982) eine neue talentierte Mannschaft heran, die schließlich im Jahr 1983/1984 überraschend die erste sagradische Meisterschaft seit 1959 feiern und die Dominanz der „großen Drei“ vorübergehend brechen konnte. Leitfiguren des Teams waren die Nationalspieler Jorge María Marcone, Sergio Kappa und Stürmer Manuel Monterri, Star war der argentinische Spielmacher Juán Ramón Toricci, der 1986 an der Seite Diego Maradonas und Ernesto Juan Lombardis Weltmeister wurde. Viele der jüngeren Spieler aus der Meistermannschaft wurden in der Folge ebenfalls Nationalspieler, so etwa die Abwehrspieler Luis Arielli und Iacovo Pauletín, die Mittelfeldspieler José Dián Ibarretxe und Gabriel Oreago sowie die Stürmer José António Hernandes und Emilio Rosante. Dem Meisterschaftserfolg 1984 folgte 1985 ein Sieg im Endspiel der Copa Sagradia, doch zerfiel das Erfolgsteam im Anschluss und der Klub konnte sich nicht an der Tabellenspitze halten. In den späten Achtziger und frühen Neunziger Jahren spielte Duerez meist nur noch um den Einzug in den UEFA-Pokal mit, die beste Platzierung war der dritte Rang in der Saison 1987/1988.

Die Neunziger Jahre: Pokalsieg, tiefer Fall und Wiederaufstieg

Nachdem Duerez zu Beginn der Neunziger Jahre regelmäßig im oberen Tabellendrittel zu finden war, 1992 unter Trainer Luis Etxeberría den elften Pokalerfolg in der Vereinsgeschichte feiern konnte und im Folgejahr das Finale des Europapokals der Pokalsieger erreicht hatte, geriet Duerez in der Saison 1995/1996 völlig überraschend in Abstiegsgefahr und musste schließlich als Tabellensiebzehnter zum dritten Mal in der Klubgeschichte den Gang in die Zweite Liga antreten. Nach einem enttäuschenden Zweitligajahr unter dem Argentinier Marcelo Rutelli, der nur einen 10. Platz in der Liga erreichte, schaffte der Klub 1998 unter Rutellis Nachfolger Manuel Arrosa mit einem vielversprechenden Team den Wiederaufstieg in die Premera Liga. Bei diesem Erfolg waren bereits die späteren Klublegenden Miquel Ecrapaz und Joán Ascólia in der Mannschaft, daneben erfahrene Defensivakteure wie Hasan Luczic und Álvaro Lucile. In der Premera Liga konnte sich der Klub mit zwei guten Mittelfeldplätzen in den Spielzeiten 1998/1999 und 1999/2000 etablieren, ehe mit Neno Maric ein erfolgsversprechender Trainer zum Verein kam.

Die Zweitausender Jahre

Maric konnte das Team in den folgenden beiden Jahren jeweils in den internationalen Wettbewerb führen und feierte im Jahr 2002 mit den Weißen den zwölften Erfolg in der Copa Sagradia, womit Duerez zum Rekordsieger dieses Wettbewerbs wurde. Dem Pokalsieg folgte eine Traumsaison mit einem bitteren Ende. Nachdem man einen Spieltag vor Schluss auf dem ersten Tabellenplatz gestanden hatte, verlor man die bereits sicher geglaubte neunte Meisterschaft in einem Herzschlagfinale gegen die Juvantêsa, die im Gegensatz zu Duerez ihr letztes Ligaspiel gewann und die Duerezistas aus ihren Träumen riss. Nach diesem Rückschlag musste das Team den Abgang ihrer kompletten Offensive – bis dahin der Erfolgsgarant – verschmerzen. Mit dem unumstrittenen Star der Mannschaft Diego Rosário (zu Juvantêsa) und Sturmpartner Joán Ascólia (zum FC Bosa) verließ das erfolgreichste Angriffsduo der vergangenen Spielzeit den Klub, die als Nachfolger verpflichteten Manuel Perón und Luninho konnten nicht an die Erfolge des „Duo Infernal“ anknüpfen. Nach Platz 6 in der Saison 2003/2004 und dem Erreichen des Championsleague-Viertelfinals verließ Maric das Team und Ex-Nationaltrainer Francisco Nélez Clemente übernahm, unter dem Duerez jedoch in den beiden Folgespielzeiten jeweils die UEFA-Cup-Qualifikation verpasste. Nach einem katastrophalen Saisonstart wurde Nélez Clemente im Oktober 2006 entlassen und durch Teófilo Dante ersetzt, der den Klub aber ebenfalls nicht aus dem Tabellenkeller führen konnte. Im März kam mit Stefano Detânia ein früherer Meistertrainer zu den Blancoes, der den Klassenerhalt sicherte und Duerez im Folgejahr wieder ins obere Tabellendrittel (Platz 8) führte. Finanzielle Probleme des Klubs verhinderten aber, dass sich das Team mit den nötigen Neuzugängen wieder im internationalen Wettbewerb etablieren konnte. Stattdessen wurde Duerez 2008/2009 wieder nur Dreizehnter. Zuvor war Detânia durch Klublegende Miquel Ecrapaz als Trainer ersetzt worden, der direkt vom Spielfeld auf die Trainerbank wechselte. Gemeinsam mit Sportdirektor Álvaro Lucile war er für die sportliche Neuausrichtung des Teams verantwortlich. Unter ihm wurde Duerez zur Überraschungsmannschaft der Saison 2009/2010, als der Klub, dem nur wenig zugetraut worden war, um die Championsleague-Plätze kämpfte und am Ende Fünfter wurde.

Etablierung in Europa und 13. Pokalsieg

Nach diesem Überraschungserfolg verlor der Klub mit Stürmer Sebastian Ellauri und Defensivspezialist Alex Mata zwei Schlüsselfiguren der Vorsaison an den Meister Juvantêsa. Mit Neuzugängen wie Cristiano, Alberto Mariani und Antonin Pavlovic versuchte der Verein die Verluste zu kompensieren und sich für den internationalen Wettbewerb zu rüsten. Die Umstrukturierungen überforderten das Team jedoch und Duerez fand sich nach einer Negativserie gleich zum Start der Saison im Tabellenkeller wieder und schied bereits früh aus der Europa League aus.

Nach Kritik an seiner Person erklärte Miquel Ecrapaz im Oktober 2010 nach anderthalb Jahren als Cheftrainer seinen Rücktritt und machte den Weg für eine Rückkehr des früheren Cheftrainers Luis Etxeberría frei, der das Team 1992 zur Copa Sagradia geführt hatte. Unter Etxeberría kehrte Duerez in die Erfolgsspur zurück und erreichte am Ende der Saison mit Platz 5 erneut die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb. Höhepunkt der Spielzeit war das Erreichen des Pokalfinals 2011, das Duerez schließlich gegen Meister Juvantêsa Sport gewann. Duerez ist damit (seit 2012 gemeinsam mit FC Bosa) Rekordpokalsieger.

Die Saison 2011/2012 endete für Duerez mit Platz 6 und dem abermaligen Erreichen des internationalen Wettbewerbs. In der Spielzeit 2012/2013 erreichte der FC die Qualifikation für die UEFA Champions League. Nach der Saison legte Erfolgstrainer Etxeberría sein Traineramt nieder und erklärte das Ende seiner Karriere. Als Nachfolge konnten die Weißen den früheren italienischen Stürmer Maurizio Corbani verpflichten, der in der Aufstiegssaison 1997/98 selbst für Duerez auf Torejagd gegangen war.

Jüngste Erfolge unter Maurizio Corbani

Unter Corbanis Führung wurde Duerez in der Saison 2013/2014 Tabellensechster der Premera Liga und qualifizierte sich damit erneut für die Europa League, ehe das Team in der Saison 2014/2015 erneut Vierter wurde und damit die Qualifikation zur Champions League erreichte. In der Europa League stieß der Klub bis Finale vor und konnte erstmals seit 1969 wieder einen europäischen Wettbewerb gewinnen.

Erfolge

International

  • 1 mal Europapokal der Pokalsieger: 1969 (Zweiter 1993)
  • 1 mal UEFA Europa League: 2015
  • 1 mal Messepokal: 1965
  • 1 Mal Finalist im Europapokal der Landesmeister: 1959
  • 1 Mal Finalist in der Coupe Latine: 1954

National

  • 9 Mal Sagradische Meisterschaft: 1919, 1921, 1935, 1938, 1954, 1956, 1957, 1958, 1984
  • 13 Mal Copa Sagradia: 1926, 1933, 1937, 1942, 1953, 1954, 1958, 1967, 1968, 1985, 1992, 2002, 2011 (Rekord)
  • 2 Mal nationales Double: 1954, 1958