Francisco Irruabi
Francisco Josefe Irruabi Kempes (*1963 in Tulis) ist ein sagradischer Fußballspieler und –Trainer. Der 39-malige sagradische Nationalspieler gehörte Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger Jahre zu den besten Mittelfeldspielern Europas und wurde als Nachfolger Carles Noteros und in Anspielung an dessen Spitznamen Rei auch als Infante bezeichnet. Mit Juvantêsa Sport gewann er 1987 den UEFA-Pokal und stand 1989 und 1990 jeweils im Finale des Europapokals der Landesmeister. Mit Sagradien nahm er an einer WM- und zwei EM-Endrunden Teil.
Als Trainer wurde er 2008 mit dem FC Bosa sagradischer Meister. Seit August 2014 ist er Cheftrainer der Sagradischen Fußballnationalmannschaft.
Inhaltsverzeichnis
Karriere als Spieler
Karrierebeginn und Erfolgsjahre bei der Juvantêsa
Francisco Irruabi begann seine Spielerkarriere in seiner Heimatstadt Tulis beim FC Illaria, ehe er mit 14 Jahren in die Jugend des sagradischen Rekordmeisters Juvantêsa Sport wechselte, wo er bald zum Profi heranwuchs. Mit 18 Jahren bestritt Irruabi in der Saison 1981/1982 sein erstes Ligaspiel für die erste Mannschaft der Juvantêsa und wurde 1983 erstmals sagradischer Meister. Nachdem er sich zunächst nicht als Stammspieler durchsetzen konnte, wurde er in der Saison 1984/1985 an den Ligakonkurrenten FC Nalcaz ausgeliehen, wo er sich als Stammkraft etablierte und als Hoffnungsträger zur Juvantêsa zurückkehrte. Dort baute nach den vergangenen Erfolgen der Siebziger Jahre Klublegende Carles Notero als Trainer ein neues schlagkräftiges Team auf. Neben internationalen Stars wie den argentinischen Weltmeistern Ernesto Juan Lombardi und José Ramón Toricci oder den Nationalspielern Sergio Kappa und Luca Morientes gehörten dazu auch Eigengewächse wie Libero Carles Iribar oder eben Francisco Irruabi, der bald die Position des Strategen vor der Abwehr einnahm, die zuvor bereits Notero selbst ausgefüllt hatte und die seither in Sagradien als „Rei“ bezeichnet wird.
Mit der Juvantêsa feierte Irruabi zwischen 1985 und 1991 drei Meisterschaften, zwei Pokalerfolge und den UEFA-Pokal-Sieg 1987. Mit dem Finalerfolg gegen IFK Göteborg stieg Irruabi zu einem der Führungsspieler im Team auf. Im Europapokal der Landesmeister entwickelte sich Irruabi in der Folge als defensiver Spielmacher zu einem der Schlüsselspieler der Juvantêsa und zu einem international umworbenen Starspieler. Der „Kronprinz" Noteros konnte jedoch die Finalniederlage gegen den AC Milan 1990 nicht verhindern. Nach der Saison verließ Trainer Notero den Verein und die Blau-Grünen mussten trotz des Pokalerfolgs eine eher enttäuschende Saison hinnehmen, an deren Ende wichtige Spieler wie Sergio Kappa, Carles Iribar und Toricci den Klub verließen. Auch Francisco Irruabi nahm Abschied von seinem Klub und wagte den Sprung ins Ausland zu Juventus Turin.
Krisenjahr in Turin und Rückkehr nach Sagradien
Bei den Piemontesen jedoch wurde Irruabi durch Verletzungen zurückgeworfen und erlebte eine enttäuschende Saison in Italien, an deren Ende Trainer Giovanni Trapattoni nicht mehr mit dem 29-jährigen Mittelfeldspieler plante. Nach nur einem Jahr im Ausland kehrte Irruabi daher im Sommer 1992 nach Sagradien zurück, wo er einen Vertrag bei Sportivo Vesaey unterschrieb. In dem ambitionierten Team mit den Nationalspielern Javier Redondo Aires, Diego Juván und Joaquín Rey sollte Irruabi als Spielmacher eine Schlüsselrolle spielen. Mit überzeugenden Leistungen führte Irruabi das Team zur ersten Meisterschaft seit 1920.
Die Saison 1993/1994 jedoch verlief für Irruabi erneut sehr unglücklich. Nach starken Spielen zum Saisonstart erlitt Irruabi im Dezember 1993 einen Kreuzbandriss, der ihn die gesamte Rückrunde über außer Gefecht setzte. Danach konnte er nicht mehr an seine alten Leistungen anknüpfen und hatte vermehrt mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Nach der Saison 1995/1996 wurde Irruabis hochdotierter Vertrag bei Sportivo Vesaey aus Kostengründen nicht verlängert.
Führungsspieler bei UD Tulis
Mit 33 Jahren lehnte Irruabi jedoch ein Karriereende ab und unterschrieb einen Zweijahresvertrag beim Aufsteiger UD Tulis, wo Irruabi fortan die Rolle des Liberos vor der Abwehr übernahm und darüberhinaus zudem seit 1997 auch als Nachfolger von Walter Stropa die Kapitänsbinde trug. Bei der Unión Desportiva erlebte Irruabi noch einmal einen „zweiten Frühling“ und beendete seine Karriere nach abermaliger Vertragsverlängerung schließlich im Alter von 37 Jahren zum Ende der Spielzeit 1999/2000.
Karriere in der Nationalmannschaft
Für die sagradische Fußballnationalmannschaft bestritt Irruabi insgesamt 39 A-Länderspiele. Bei der U-21-Europameisterschaft 1986 führte der junge Irruabi die sagradische Auswahl als Kapitän zum Erfolg. Zum siegreichen Team der „Azûr Jovén“ gehörten auch spätere Weltstars wie Diego Juván und Paulo Varigell.
Danach debütierte er im Frühjahr 1987 für die A-Auswahl Sagradiens. Seine stärkste Leistung für die „Azûr“ zeigte Irruabi bei der Europameisterschaft 1988, bei der er sich, eigentlich als Ersatzspieler vorgesehen, einen Stammplatz erkämpfte und mit Sagradien bis ins Halbfinale vordrang, sich dort aber der Sowjetunion geschlagen geben musste. Nach dem Turnier wurde Irruabi auch im Nationalteam endgültig zum Stammspieler, enttäuschte bei seiner ersten Fußballweltmeisterschaft 1990 aber wie der Rest des hoch gehandelten sagradischen Teams. Auch an der Europameisterschaft 1992 nahm Irruabi trotz einer enttäuschenden Saison in Turin und wenigen Einsätzen in der Qualifikation teil und steuerte im letzten Gruppenspiel gegen die GUS zwei Torvorlagen bei. Dennoch konnte er das Vorrundenaus der zuvor schwachen „Selección“ nicht verhindern.
Auch nach dem Turnier nahm Irruabi zunächst eine Schlüsselposition ein, konnte dem Team aber infolge seiner schweren Verletzung in der Saison 1993/1994 nicht in der Endphase der Qualifikation zur Fußballweltmeisterschaft 1994 helfen. Ohne seinen bisherigen Schlüsselspieler verpasste Sagradien daraufhin erstmals seit 1974 eine Weltmeisterschaft. Der notwendige Neuaufbau des Teams unter Carles Notero fand schließlich ohne den öfter verletzten Irruabi statt. Sein letztes Länderspiel für die "Azûr" blieb ein Einsatz im Mai 1993.
Stationen und Erfolge als Spieler
Stationen als Spieler
- Bis 1977: FC Illária
- 1977-1991: Juvantêsa Sport
- 1984-1985: → Nalcazal FC (ausgeliehen)
- 1991-1992: Juventus FC (ITA)
- 1992-1996: Sportivo Vesaey
- 1996-2000: Unión Desportiva
Erfolge als Spieler
Mit Juvantêsa
- Sagradischer Meister 1983, 1988, 1989, 1990
- Sagradischer Pokalsieger 1987, 1991
- Finalist im Europapokal der Landesmeister 1990
- UEFA-Cup-Sieger 1987
Mit Sportivo Vesaey
- Sagradischer Meister 1993
Mit dem Nationalteam
- 39 A-Länderspiele für Sagradien (1987-1993)
- Teilnahme an der EURO 1988 und EURO 1992
- Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 1990
- U-21-Europameister 1986
Auszeichnungen
Karriere als Trainer
Im Anschluss an seine aktive Spielerkarriere übernahm Irruabi im Jahr 2001 einen Co-Trainerposten bei UD Tulis, wo er als Assistent von Cheftrainer António Arías arbeitete. Mit diesem wechselte er 2002 zum Ligakonkurrenten Ligre North Sportivo. Nach der Entlassung Arías' in Ligre North wurde Irruabi im Oktober 2004 selbst zum Cheftrainer befördert. Trotz soliden Leistungen blieb sein Engagement aber interimistisch, da er im Januar 2005 von Stefano Detânia abgelöst wurde.
Erst im Dezember des gleichen Jahres übernahm Irruabi seinen ersten Cheftrainerposten bei seinem alten Verein UD Tulis, den er auf einem Nichtaufstiegsplatz in der Zweiten Liga übernahm und noch auf Platz 4 und damit zurück ins Oberhaus führte. In der kommenden Saison entwickelte sich UD zum Überraschungsteam der Erstliga-Saison und schaffte als Aufsteiger mit Platz 6 die sensationelle Qualifikation für den internationalen Wettbewerb, sodass Erfolgstrainer Irruabi, Zweiter bei der Wahl zu Sagradiens Trainer des Jahres 2007, Begehrlichkeiten bei den großen Klubs weckte.
Im Sommer 2007 wechselte Irruabi für eine hohe Ablösesumme als Nachfolger von Selle Ebrulla zum Vizemeister und Championsleague-Finalisten der Vorsaison FC Bosa, wo er ein ambitioniertes Team übernahm, das punktuell verstärkt zum Angriff auf den Meister Atlético Semestín startete und schließlich unter Irruabis Führung den dritten Meistertitel in vier Jahren gewann. Nach diesem Erfolg verließen einige Schlüsselspieler wie Alberto Ferrera und David Pedrosa den Klub in Richtung Ausland, sodass Irruabi versuchte, ein neues Team um die Jungnationalspieler Diego Cesar, Milan António Brgovic und Fernando Borrard aufzubauen. Die Erfolge blieben aber aus, sodass sich der FC Bosa am Ende der Vorrunde auf Platz 5 wiederfand und den Start in die Rückrunde mit zwei Niederlagen in Folge gegen die direkten Meisterschaftskonkurrenten aus Nonthí und Tulis verpatzte. Der Klub zog schließlich die Konsequenzen und stellte Irruabi im März 2009 nach 20 Monaten beim FC Bosa frei.
Nach fast einem Jahr der Arbeitslosigkeit kehrte Francisco Irruabi im Februar 2010 zu seinem alten Arbeitgeber UD Tulis zurück und wurde ein zweites Mal Cheftrainer der in Not geratenen Himmelblauen, die er mit einem starken Saisonfinale vor dem Abstieg rettete. Nach längeren Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung gaben im Frühjahr 2012 Verein und Trainer bekannt, den gemeinsamen Vertrag nicht über das Ende der Saison hinaus zu verlängern. Seine letzte Saison als Trainer in Tulis schloss Irruabi mit Platz 11 in der Liga ab.
Im August 2012 wurde Irruabi schließlich als neuer Cheftrainer beim russischen Hauptstadtverein Dynamo Moskau vorgestellt. Dort unterschrieb Irruabi einen Dreijahresvertrag. Nach einem zufriedenstellenden ersten Jahr geriet der Klub im zweiten Jahr unter Irruabi in sportliche Probleme, sodass Irruabi im April 2014 als Cheftrainer entlassen wurde.
Stationen und Erfolge als Trainer
Stationen als Trainer
- 2001-2002: Unión Desportiva (Co-Trainer)
- 2002-10/04: Ligre North Sportivo (Co-Trainer)
- 10/04-1/05: Ligre North Sportivo (Interimstrainer)
- 12/05-2007: Unión Desportiva (Cheftrainer)
- 2007-3/09: FC Bosa (Cheftrainer)
- 2/10-2012: Unión Desportiva (Cheftrainer)
- 8/12-4/14: Dynamo Moskau (RUS) (Cheftrainer)
- seit 2014: Sagradien (A-Nationaltrainer)
Erfolge und Ehrungen als Trainer
- Aufstieg in die Premera Liga 2006
- Sagradischer Meister 2008
- Sagradischer Likapokal-Sieger 2008
- Zweiter bei der Wahl zu Sagradiens Trainer des Jahres 2007 und 2008