Martin VII./II.
Sergius II. (von Sagradien und Micolinien) (*1324, †1378), genannt der Jüngere oder der Kleine, war König von Sagradien, König von Micolinien, König von Perucía, König von Golen (jeweils 1354-1378) sowie Herzog von Scantia (1326-1359). Er war der zweite König der so genannten "Union von Alagua", die ein halbes Jahrhundert lang alle Königskronen der Konsettenhalbinsel unter dem Haus Redanior vereinte.
Sergi der Jüngere wurde im Jahr 1324 als ältester Sohn Sergis des Weisen und dessen zweiter Ehefrau Maria von Interea geboren. Sein Vater war seit 1315 König von Micolinien und seit 1321 zudem König von Sagradien, Perucía und Golen. Sergis Mutter war eine Tochter Martin von Intereas. Serge war damit sowohl väterlicherseits als auch mütterlicherseits (hier in illegitimer Linie) ein Nachkomme König Karls III. von Micolinien.
Als Serge geboren wurde, regierte sein älterer Bruder aus der ersten Ehe seines Vaters, Philipp von Sória (*1305), bereits als Mitkönig an der Seite Sergis in den Reichsteilen westlich der Konsetten. Als Sergi selbst volljährig wurde, ermunterte ihn seine Mutter Maria von Interea, eine aktivere Rolle zu spielen und von seinem Vater an der Regentschaft beteiligt zu werden, woraufhin es zu Spannungen zwischen dem König und seinen beiden Söhnen kam. Auch die von Sergi I. arrangierte Ehe Sergis mit seiner Nichte Maria, der Tochter Philipps, half wenig, die Konflikte aus der Welt zu schaffen. 1347 gab Sergi I. nach und ernannte Sergi den Jüngeren zum Mitregenten in den sagradischen Königreichen, nicht jedoch im Westen. Erst zwei Jahre nach dem Tod Philipps 1348 wurde Sergi der Jüngere von seinem Vater als ältester lebender Sohn auch in den peruzinischen und micolinischen Reichsteilen zum Mitregenten ernannt. Als sein Vater 1354 starb, folgte ihm Sergi II. sodann auch in beiden Reichsteilen auf den Thron.
Nachdem seine erste Frau Maria gestorben war, heiratete Sergi 1346 in zweiter Ehe Luisa von Nanthés, die ihm schließlich mehrere Kinder schenkte. Seinem ältesten Sohn Gabriel übergab er das Herzogtum Scantia. Seinen jüngeren Sohn Johann ernannte er zum Prinzen von Perucía und begründete damit die noch heute in Micolinien bestehende Tradition, dass der Sohn des Königs diesen Titel trägt. Wie bereits sein Vater versuchte auch Sergi II., durch Allianzen mit dem micolinischen Adel, die Herrschaft im micolinischen Reichsteil zu sichern. Dazu bestimmte er seinen Onkel Heinrich von Interea, Sohn Martins von Interea, zum Vikar in Micolinien. Dennoch nahmen die Spannungen mit dem Adel in beiden Reichsteilen zu, vor allem als Sergi im Jahr 1362/63 schwer erkrankte und nicht mehr im ganzen Reich anwesend sein konnte.
In der Folge entwickelte Sergi einen Reichsteilungsplan, wonach sein erstgeborener Sohn Gabriel die Reichsteile östlich und südlich der Konsetten, namentlich Sagradien und Golen, sein jüngerer Sohn Johann dagegen Micolinien und Perucía erhalten sollte. Diese Regelung wurde sodann auch im Jahr 1368 durch die micolinischen Stände in der Konvention von Marbore bestätigt. Die Regelung wurde aber, noch ehe die Stände in den anderen Reichsteilen hätten zustimmen können, durch den Tod Johanns im Jahr 1369 hinfällig. Dennoch übergab Sergi im Jahr 1370 die Regentschaft in Sagradien und Golen an seinen Sohn Gabriel, genannt "der Schöne". In Micolinien installierte er einen Regentschaftsrat, der von Karl von Interea, dem Sohn Heinrichs von Interea, dominiert wurde. Entscheidungsbefugt war der Rat jedoch nicht, stattdessen kam es immer wieder zu Konflikten zwischen dem Rat und dem Statthalter Stefan von Noyar, dem Bischof von Albero, der als Gefolgsmann Gabriels galt.
Als Sergi II. schließlich 1378 nach längerer Krankheit starb, hinterließ er seinem Sohn und Nachfolger in allen Reichsteilen Gabriel IV. eine bereits destabilisierte Herrschaft.