Mikel Andrêu

Aus Sagradien
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Mikel Andrêu Boulaid (*14.08.1978 in Agadir) ist ein sagradischer Fußballspieler. Der frühere Nationalspieler spielte bis Juni 2012 als Verteidiger für Juvantêsa Sport und ist sowohl als rechter Außenverteidiger als auch in der Innenverteidigung einsetzbar. Mit der Juvantêsa wurde er insgesamt sechsmal Sagradischer Fußballmeister, einmal Pokalsieger und zweimal Championsleague-Gewinner. Mit Sagradien gewann er 1998 WM-Bronze und 2000 EM-Silber. Bei der Europameisterschaft 2008 im eigenen Land wurde er Europameister, 2010 als Krönung seiner Karriere Weltmeister mit Sagradien.

Seit Sommer 2012 steht Mikel Andrêu beim nordamerikanischen MLS-Team New York Red Bulls unter Vertrag.

Karrierebeginn in Ligre North und Erfolgsjahre bei Juvantêsa

Mikel Andrêu, Sohn einer sanmateischen Mutter und eines renonyischen Vater, wurde 1978 im marokkanischen Agadir geboren. Seine Jugend verbrachte Andrêu in Ostino und Ligre North, wo er bei Sportivo mit dem Fußballspielen begann. In der Saison 1996/1997 gab Andrêu im Alter von 18 Jahren sein Erstligadebüt für Ligre North Sportivo und erspielte sich danach einen Stammplatz als Rechtsverteidiger. In der Saison 1997/1998 zeigte er starke Vorstellungen und wurde schließlich von Nationaltrainer Selle Ebrulla überraschend für die Fußballweltmeisterschaft 1998 in Frankreich nominiert. In einem Vorbereitungsspiel bestritt er sein erstes Länderspiel. Mit Sagradien wurde Andrêu in Frankreich WM-Dritter. Sein einziges Spiel bei dem Turnier bestritt er im dritten Gruppenspiel als Einwechselspieler für Abwehrroutinier Cristiano Munquez.

In den folgenden beiden Spielzeiten entwickelte sich der hochtalentierte Defensivspieler zu einem der besten Rechtsverteidiger der Liga und eroberte nach dem Karriereende von Cristiano Munquez einen Stammplatz im Nationalteam. Bei der Europameisterschaft 2000 gehörte Andrêu zu den gesetzten Spielern in der sagradischen Mannschaft. Mit starken Leistungen trug er erheblich zum Erreichen des Finales bei, das Sagradien durch Golden Goal gegen Frankreich verlor. Er wurde dennoch als einer der stärksten Spieler im sagradischen Team wahrgenommen.

Im Anschluss an das Turnier wechselte Andrêu für 20 Millionen Euro zum sagradischen Rekordmeister Juvantêsa Sport. Zu diesem Zeitpunkt war er der teuerste sagradische Verteidiger überhaupt. Mit den Tulinesen gewann Andrêu in seiner ersten Saison sofort den sagradischen Meistertitel und wurde darüber hinaus zum stärksten Verteidiger der Championsleague-Saison gewählt. Damit war er endgültig zu den internationalen Topstars aufgestiegen. Er zeichnete sich besonders durch seine Offensivdynamik und sein sicheres Stellungsspiel aus. Obwohl die Saison 2001/2002 mit der verpassten Meisterschaft und einer Niederlage der Juvantêsa im Championsleague-Finale gegen Real Madrid in einer Enttäuschung endete, festigte Andrêu seinen Ruf als Topverteidiger. Bei der WM 2002 in Japan und Südkorea gehörte er erneut zu den besten Spielern Sagradiens. Das unglückliche Ausscheiden im Achtelfinale gegen Brasilien konnte er aber nicht verhindern.

Verletzungen und Krisenjahre

Mit einem Kreuzbandriss im Frühjahr 2003 begannen für Andrêu schwierige Jahre, in denen er immer wieder von Verletzungen geplagt wurde. Zwar gewann er in den Spielzeiten 2003 und 2004 zweimal in Folge die sagradische Meisterschaft, seine Verletzung setzte ihn aber den Großteil der Zeit außer Gefecht. In Verein und Nationalmannschaft wurde er meist von Sergio Concergaçâu ersetzt. Erst im Saisonfinale 2003/2004 konnte Andrêu wieder in den Spielbetrieb eingreifen. Trotz seiner Formschwäche wurde er von Nationaltrainer Francisco Nélez Clemente für die Europameisterschaft 2004 in Portugal nominiert. Dort konnte er keine überzeugenden Leistungen zeigen und fiel in den beiden Partien gegen Frankreich (2:2) und gegen England (2:4) durch ungekannte Defensivschwächen auf. Manche Kommentatoren machten den formschwachen Andrêu für das frühe Ausscheiden in der Gruppenphase mitverantwortlich und kritisierten seine Nominierung. Dennoch hielt auch der neue Nationaltrainer Eduardo Verrano zunächst an Andrêu fest und setzte ihn in den ersten WM-Qualifikationsspielen ein.

In der Liga geriet Andrêu mit der Juvantêsa jedoch in eine Krise. Die Saison 2004/2005 endete ohne Titel, in der Folgespielzeit erlitt Andrêu mehrere kleinere Verletzungen und verlor seinen Stammplatz im Nationalteam an Juliano Valpieta und Sergio Concergaçâu. Folgerichtig, aber überraschend wurde er von Nationaltrainer Verrano nicht für die WM 2006 in Deutschland berücksichtigt. Unter dem neuen Juvantêsa-Trainer Bernard Coutier (seit Januar 2007) gehörte Andrêu zu Beginn der Spielzeit 2007/2008 nicht mehr zur ersten Elf, nachdem mit den Neuzugängen Julien César und Gustavo Magallanes sowie dem jungen Joaquín Celestino der Konkurrenzdruck in der JSC-Abwehr deutlich gestiegen war und Andrêu vermehrt mangelnde Fitness attestiert wurde. Dennoch konnte sich der Verteidiger bald wieder ins Team zurückspielen und gegen Ende der Saison 2007/2008 wieder an alte Leistungen anknüpfen.

Zweiter Frühling als Europa- und Weltmeister

Auf diesem Weg empfahl sich Andrêu auch wieder für die Nationalelf seines Landes, wo er als Ersatzspieler für die Europameisterschaft 2008 im eigenen Land nominiert wurde. Nach einer Verletzung von Abwehrchef Eduardo Costane rückte Andrêu im dritten Gruppenspiel überraschend als Innenverteidiger ins Team, eine Position, die er nur in Ligre North kurzzeitig gespielt hatte. Mit stabilen Leistungen gegen Tschechien sowie im Viertelfinale gegen Kroatien konnte sich Andrêu etablieren. Auch im Halbfinale gegen Deutschland stand er neben Alberto Ferrera in der Innenverteidigung. Nach dem Sieg Sagradiens in der Verlängerung kehrte jedoch Costane ins Team zurück und verdrängte Andrêu im Finale gegen Spanien wieder auf die Bank. Sagradien gewann mit 2:1 und machte damit den zweiten Europameisterschaftserfolg nach 1976 perfekt.

Nach dem Andrêu in der Folgespielzeit durch den Neuzugang von Juliano Valpieta als Rechtsverteidiger Konkurrenz bekommen hatte, setzte auch der neue Juvantêsa-Coach Daniel José Pessué den mittlerweile 30-jährigen Andrêu verstärkt in der Abwehrzentrale ein und machte den Publikumsliebling zum Vizekapitän hinter Mittelfeldstar José María Del Piey. Nach dem erneuten sagradischen Meistertitel 2009, dem ersten seit 2004, gehörte Andrêu beim Confederations Cup 2009 erneut zum sagradischen Team, das Dritter wurde. Die Saison 2009/2010 verlief für Andrêu weniger erfolgreich, nachdem er im Verein hinter Fernand Demont und João Silva meist nur Innenverteidiger Nummer Drei war und auf der rechten Seite gegen den starken Valpieta keine Chance hatte. Dennoch kehrte zum Ende der Saison 2009/2010 öfters ins Team zurück und trug mit starken Leistungen in wichtigen Spielen zum erneuten Meisterschaftserfolg bei. Im Championsleague-Finalspiel gegen Inter Mailand stand Andrêu in der Startformation und konnte sich schließlich über seinen zweiten CL-Triumph freuen. Überraschend wurde Andrêu nach Monaten der Nichtberücksichtigung von Nationaltrainer Selle Ebrulla in den vorläufigen WM-Kader für die Endrunde in Südafrika berufen. Durch die Verletzung von Manuel Sagüero stiegen Andrêus Chancen auf eine Teilnahme bei der Weltmeisterschaft, sodass er schließlich in den endgültigen Kader aufgenommen wurde und damit 12 Jahre nach seiner ersten WM-Teilnahme erneut an einer Endrunde teilnehmen konnte.

Im Turnier hatte Andrêu wie bereits bei der Europameisterschaft 2008 zunächst keinen Stammplatz und musste hinter den gesetzten Innenverteidigern Eduardo Costane und Alberto Ferrera sowie Rechtsverteidiger Valpieta auf seine Chance warten. Erst die Verletzung Costanes vor dem Halbfinale brachte Andrêu wieder in die Stammformation. Er bildete ein starkes Duo mit Alberto Ferrera, hatte aber trotzdem Probleme im Endspiel mit dem schnellen niederländischen Angriff um Arjen Robben. Dennoch ließen Alberto und Andrêu unter Mithilfe von Torhüter Lionel Eskerro kein Gegentor zu. Durch das Golden Goal von David Pedrosa in der Verlängerung konnte sich Sagradien den Sieg sichern. 12 Jahre nach Platz 3 in Frankreich konnte sich Andrêu damit über den Weltmeistertitel freuen.

Karriereende

In den folgenden beiden Spielzeiten 2010/2011 und 2011/2012 kam der häufiger verletzte Andrêu im Verein nicht mehr über den Status eines Ergänzungsspielers hinaus. Sein 2012 auslaufender Vertrag wurde im Einvernehmen zwischen Klub und Spieler nicht mehr verlängert, sodass Andrêu im Alter von 34 Jahren und nach 12 Spielzeiten in Tulis die Juvantêsa verließ. Stattdessen unterschrieb Andrêu einen Vertrag in der nordamerikanischen Profiliga MLS beim Verein New York Red Bulls, wo zuvor bereits Mario Selsia gespielt hatte.

Stationen und Erfolge

Stationen

Erfolge

Mit Juvantêsa
Mit dem Nationalteam
Auszeichnungen
  • Bester Verteidiger der Championsleague-Saison 2000/2001