Néstor Veba

Aus Sagradien
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Nestor Juliano Veba Montiérrez (*1956 in Tulis) ist ein ehemaliger sagradischer Fußballspieler, der als Torhüter für den sagradischen Verein Juvantêsa SC sowie die sagradische Fußballnationalmannschaft spielte. Er galt zu seinen aktiven Zeiten als einer der besten Torhüter Europas und wurde aufgrund seiner Reflexe und Paraden von Fans als „il Gatu“ (die Katze) verehrt.

Bis heute gilt er als eine der größten Klublegenden des Juvantêsa Sport Club, zumal er weder als Spieler noch als Trainer oder Funktionär für einen anderen Verein tätig war. Nach seiner aktiven Laufbahn wirkte Veba zunächst viele Jahre lang als Torwarttrainer der Juvantêsa. Seit 2008 ist er als Fußballdirektor für den Jugendbereich und die Akademie des Vereins zuständig.

Aktive Jahre in Tulis

Der im Tulineser Viertel Valéria geborene Nestor Veba kam bereits als 11-jährige zur Juvantêsa und begann dort als Mittelstürmer Fußball zu spielen. Im Alter von 13 Jahren wechselte er ins Tor und galt bald als großes Torwarttalent. Im Jahr 1975 bestritt er im Alter von 18 Jahren sein erstes Spiel für die zweite Mannschaft der Juvantêsa und saß seit der Saison 1976/77 als dritter und seit 1978 als zweiter Torhüter hinter Nationaltorwart Hernán Luciano auf der Bank des Profi-Teams des JSC und wirkte gleichzeitig als Stammtorhüter der Juvantêsa B. In dieser Zeit erlebte Veba neben dem Gewinn der sagradischen Meisterschaften 1977, 1978 und 1979 und dem Pokalsieg 1978 auch die beiden Europapokalsiege 1979 und 1980 mit. Sein erstes Ligaspiel für Juvantêsa SC bestritt Veba als Vertreter Lucianos im Oktober 1978. Nach dem Wechsel Lucianos zu Cosmos New York im Sommer 1980 bestimmte der damalige argentinische Trainer Daniel Lapuente zunächst den neu zum JSC gestoßenen César Safora zur neuen Nummer Eins. Nach wechselhaften Leistungen Saforas und einer verletzungsbedingten Pause wurde Veba zur neuen Nummer Eins ernannt, nachdem er als Vertreter Saforas großartige Leistungen gezeigt hatte. In die Saison 1981/1982 ging Veba daher als Nummer Eins, musste aufgrund einer Handgelenksverletzung jedoch zu Beginn der Rückrunde pausieren, sodass Safora wieder zu seiner Chance kam. Erst in den letzten Saisonspielen kehrte Veba wieder ins Tor zurück, nachdem sich Safora seinerseits verletzt hatte.

In den kommenden Jahren sollte Veba die Stellung als Nummer Eins der Juvantêsa nicht mehr aus der Hand geben. In dieser Zeit gewann Veba fünf sagradische Meisterschaften und viermal die Copa Sagradia. Einer der Höhepunkte seiner Karriere war sicherlich der Triumph im UEFA-Pokalfinale 1987 über IFK Göteborg, wo er im Hinspiel einen Elfmeter gegen Stefan Pettersson halten konnte und auch im Rückspiel große Paraden zeigte. Spätestens seit diesem Erfolg galt Veba als einer der besten Torhüter Europas. In der Saison 1988/1989 musste er ein 0:4-Debakel im Finale des Europapokals der Landesmeister gegen den AC Mailand verschmerzen. Jedoch blieb Veba ebenso schuldlos wie im Folgejahr, in dem die Juvantêsa erneut – dieses Mal mit 0:1 – gegen Milan das Europapokalfinale verlor. Nach diesen Misserfolgen stand Veba 1992 erneut in einem europäischen Finale und dieses Mal ging er als Sieger vom Platz und gewann im Alter von 36 Jahren seinen ersten Europapokal der Pokalsieger. Nach der Saison 1992/1993, in der Veba Kapitän der Juvantesa war, wegen kleinerer Verletzungen aber des öfteren hatte pausieren müssen, verpflichtete Juvantêsa SC aufgrund einer neuerlichen Verletzung Vebas im Sommer mit dem 24-jährigen Mário Selsia einen neuen Torhüter, der in Abwesenheit Vebas zur neuen Nummer Eins aufstieg. Veba musste das Tor frei machen für „das größte Torhütertalent, das ich je in Europa sah“, wie Veba selbst bereits 1991 nach einem Europapokalspiel gegen Selsias Verein SC Servette bekundet hatte. Obwohl er kurz zuvor seinen auslaufenden Vertrag bis 1996 verlängert hatte, verlor er damit seinen Stammplatz im Tor an den jungen Nationaltorhüter.

Nach der aktiven Laufbahn

Veba wurde zur Saison 1994/1995 als neuer Torwarttrainer der Juvantêsa vorgestellt und trainierte damit seinen Nachfolger Selsia. Gleichzeitig blieb Veba aber noch bis 1996 als Ersatztorhüter im Kader des JSC und hielt sich regelmäßig fit. Als solcher wurde er in der Saison 1993/94 im Europapokal der Pokalsieger und ein letztes mal in der Liga-Saison 1994/95 eingesetzt, womit er nochmals zu einem Meisterschaftserfolg der Juvantêsa beitrug. Nach der Saison 1995/96 gehörte Veba nicht mehr zum Kader des JSC, arbeitete aber weiterhin als Torwarttrainer der Juvantêsa.

Nach der Entlassung von Cheftrainer Luis Etxeberría im Januar 2007 übernahm Veba interimistisch das Amt des Assistenztrainers der Juvantêsa. Nach Ende der Saison 2006/2007 verließ er auf eigenen Wunsch hin die Teamleitung, nachdem der neue Cheftrainer Bernard Coutier bereits im Januar mit Loic Cerverel einen eigenen Torwarttrainer mitgebracht hatte.

Nach der Übernahm des Präsidentenamts durch Joán Següer Rovira wurde Nestor Veba im Sommer 2008 als neuer Leiter der Jugendfußballabteilung und der Fußballakademie der Juvantêsa vorgestellt.

Karriere im Nationalteam

Sein Debüt für die sagradische Fußballnationalmannschaft gab Veba im Herbst 1981. Danach saß er bei der Fußballweltmeisterschaft 1982 in Spanien hinter Jorge María Marcone auf der Bank, konnte aber nach der verpassten EM-Quali 1984 gegen Marcone und den Mesarquer Schlussmann Santiago Guivares den Posten als Nummer Eins im Nationalteam erobern und hütete bei den Weltmeisterschaften 1986 und 1990 sowie bei den Europameisterschaften 1988 und 1992 das sagradische Tor. Nach dem enttäuschenden Vorrundenaus bei der EURO 1992 beendete Veba nach elf Jahren seine Nationalmannschaftskarriere. Bis dahin hatte er 79 Spiele für die „Azûr“ bestritten und war damit viele Jahre lang Rekordtorhüter der Selección, ehe er im Frühjahr 2001 von Mário Selsia überholt wurde.

Stationen und Erfolge

Stationen

Erfolge als Spieler

Mit dem Verein
  • 9 Mal Sagradischer Meister (1977, 1978, 1979, 1983, 1985, 1988, 1989, 1990, 1995)
  • 5 Mal Sagradischer Pokalsieger (1978, 1982, 1987, 1991, 1993)
  • Europapokal der Landesmeister 1979, 1980
  • UEFA-Pokal 1987
  • Europapokal der Pokalsieger 1992
  • Weltpokal 1979
  • Finalist im Europapokal der Landesmeister 1989, 1990
Mit dem Nationalteam
  • 79 A-Länderspiele für Sagradien (1981-1992)
  • Teilnahme an den Fußballeuropameisterschaften 1988 und 1992
  • Teilnahme an den Fußballweltmeisterschaften 1982 und 1990