FC Nonthí

Aus Sagradien
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Der Nonthí-Moçón Football Club (bis 1922 Nonthí-Moçón Foot-Ball, 1922-1993 Fútbol Club de Nonthí) ist ein sagradischer Fußballverein. Der heutige Verein wurde im Jahr 1993 als Nachfolgeklub des insolventen zweimaligen sagradischen Meisters Fútbol Club de Nonthí gegründet. In den Jahren 2002-2012 gehörte La Grâna zu den erfolgreichsten Vereinen in Sagradien, gewann zweimal die Copa Sagradia sowie im Jahr 2006 den UEFA-Cup.

Abgrund und Neuanfang

Aufgrund sportlicher Misserfolge und wirtschaftlicher Probleme rutschte der Verein nach dem Erstliga-Abstieg 1992 in die größte Krise seiner Klubgeschichte. Nach einem Jahr in der Zweiten Liga, das man sportlich mit einem enttäuschenden 9. Tabellenplatz abschloss, erhielt der hochverschuldete Klub nicht die Lizenz für eine weitere Saison im Unterhaus. Stattdessen wurde der Klub nach Verstößen gegen Auflagen in die 4. Liga strafversetzt, woraufhin der Verein im Juni 1993 Konkurs anmelden musste. In dieser Situation übernahm António Acênio das Amt des Klubpräsidenten. Binnen weniger Monate wandelte dieser den Verein als Nonthí-Moçón Football Club in eine Fußball-AG um und kaufte die Mehrheit der Anteile. Seitdem firmierte der Traditionsklub als Tochterunternehmen des von Acênio geführten Lebensmittelkonzerns Orpén.

Acênio sanierte den Verein und beförderte Kapitän Pietro Caballes zum Teamchef der Viertliga-Mannschaft. Ein komlett neues Team wurde zusammengestellt, das in der Saison 1993/1994 den Aufstieg in die 3. Spielklasse schaffte. Nach diesem ersten Erfolg, den Caballes mit einer jungen Mannschaft erreicht hatte, wurde mit Domênco Ollez ein ehemaliger Erstliga-Trainer verpflichtet, der den Klub innerhalb von drei Jahren wieder zurück in die Premera Liga führen sollte. Nach dem prompten Durchmarsch in die Segona Liga in der Saison 1994/1995 schaffte Ollez es, das Team zunächst mit einem sicheren Mittelfeldplatz in der 2. Liga zu etablieren und in der Folgesaison 1996/1997 zur Zweitliga-Meisterschaft zu führen. Dank der kräftigen Finanzspritzen des Orpén-Konzerns war das Team wirtschaftlich völlig gesundet und mit einer jungen, hungrigen Mannschaft bestens für die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus gerüstet.

Vom Abstiegskampf zum UEFA-Cup-Sieg

Erfolgstrainer Ollez aber wechselte nach Streitigkeiten mit dem Clubchef zu Atlético Semestín, Nachfolger wurde mit António Arías ein ehemaliger Meistertrainer. Dieser erhielt mit dem 23-jährigen Cláudio Piro vom Meister SC Mistrech einen seiner Wunschspieler und schaffte sofort einen hervorragenden siebten Platz in der Liga. Dieser Erfolg konnte aber nicht wiederholt werden. Stattdessen folgte ein allmählicher Rutsch von Platz 9 über Platz 12 im Jahr 2000 bis hin zur Saison 2000/2001, in der sich der Klub im Abstiegskampf wiederfand, Trainer Arías entließ und von dessen Nachfolger Damiano Zamorra schließlich auf Platz 14 gerettet wurde. Im Folgejahr musste dieser aber erneut gegen den Abstieg kämpfen und wurde bereits im Oktober 2001 durch Luca Gallardo ersetzt, der nach nur fünf Monaten auf einem Abstiegsplatz an Ramón José-Vells übergeben musste. Dieser rettete den Klub am letzten Spieltag vor dem Abstieg und baute, unterstützt vom neuen Sportdirektor Roberto Bastiano (früher Spieler bei Lesnário FC, FC Nonthí u.a.), eine neue hungrige Mannschaft auf, die zum Überraschungsteam der Folgesaison avancierte und am Ende Platz 6 erreichte. Daraufhin konnte sich der Verein mit den Plätzen 5 (2004), 4 (2005) und 3 (2006, 2007) in der Spitzengruppe der Liga etablieren. Den größten Erfolg konnte der FC Nonthí unter Trainer José-Vells mit dem Sieg im Finale des UEFA-Pokals 2006 gegen den FC Sevilla feiern. Danach verließ der Erfolgstrainer den Verein, nicht ohne seinen Abgang auf Streitigkeiten mit dem machthungrigen Klubboss Acênio zurückzuführen. José-Vells hatte sich nicht auf einen neuen Kontrakt einigen können und war zum schottischen Verein Glasgow Rangers gewechselt.

Erfolge der Ära Martinez

José-Vells' Nachfolger wurde der argentinische Teamchef Oscar Martínez, der zwar nicht an die Popularitätswerte seines Vorgängers, jedoch an dessen Erfolge anknüpfen konnte und den Klub im ersten Jahr auf Platz drei in der Liga und zum ersten Pokalsieg der Klubgeschichte führte. In den folgenden Jahren etablierte sich der Klub in der Spitzengruppe der Premera Liga und nahm in den Saisons 2006/2007 und 2007/2008 an der UEFA Champions League Teil, wo das Team zweimal in Folge das Achtelfinale erreichte. In der Spielzeit 2008/2009 wurde der Klub trotz des Abgangs der Spitzenverteidiger Joao Silva und Juliano Valpieta erstmals in der Klubgeschichte Vizemeister und qualifizierte sich auf diesem Weg direkt für die Champions League.

Nach dem Wechsel von Superstar Maurice Kapieda zu Real Madrid folgte jedoch eine enttäuschende Spielzeit 2009/2010, in der das Team nicht überzeugen konnte und am Ende nur Siebter in der Liga wurde. Dennoch qualifizierte sich der Klub mit dem zweiten Pokalsieg in drei Jahren erneut für den internationalen Wettbewerb, wenn auch nur für die Europa League. Im Finale der Copa Sagradia besiegte Nonthí den SC Mistrech. Mit dem dritten Platz in der Saions 2010/2011 konnte sich Nonthí wieder in der absoluten Spitzengruppe der Liga festsetzen, doch verließen weitere Schlüsselspieler wie der Micolinier Filip Lusard den Verein, während Neueinkäufe wie Lincoln Oliveira und Mário Agüer nicht die erhoffte Verstärkung bedeuteten. In der Saison 2011/2012 erreichte Nonthí nur den achten Platz in der Liga und verfehlte damit erstmals seit 2002 die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Als Resultat dieser Entwicklung verließ Trainer Oscar Martinez nach sechs Jahren den Verein, Manager Roberto Bastiano war bereits im Sommer 2011 zum FC Bosa gewechselt.

Erfolge