Partit National Libral
Partit National Libral - Partit de Libertat Micolina (Nationalliberale Partei - Micolinische Freiheitspartei, kurz PNL-PLM) ist eine nationalistische und rechtspopulistische Partei in Micolinien.
Inhaltsverzeichnis
Begründung als Nationalliberale Partei
Die Partei wurde 1948 als Partit National Libral (PNL) gegründet. Sie ging aus der populistischen Kleinbauernbewegung des Nationalen Landvolkbunds hervor, der in den 1920er Jahren aus Protest gegen die städtisch-bürgerlich dominierte Zentralregierung in Servette entstanden war. Dazu kamen Teile des konservativen und national gesinnten Flügels der Staatsliberalen, die sich in der Liberal-Demokratischen Partei nicht vertreten sahen.
Anders als der populistische, die Grenzen zwischen links und rechts überschreitende Landvolkbund bezog sich die Nationalliberale Partei von Beginn an auf die Traditionen des politischen Liberalismus und beschwor die Einheit der micolinischen Nation. In der Praxis vertrat die Partei konservative bis nationalkonservative Positionen. Sie positionierte sich damit deutlich rechts der Zentrums- und der Liberaldemokraten. Sie unterstützte die micolinische Unabhängigkeit und die Monarchie, stand dem Wohlfahrtsstaat aber kritisch gegenüber und trat für den Schutz des Eigentums, eine freie Marktwirtschaft und möglichst geringe Steuern ein.
Regierung und Opposition
Die PNL war von 1949 bis 1956 an einer gemeinsamen Koalitionsregierung der Zentrums- und Liberaldemokraten unter Staatsminister Armand Mikael Carpol beteiligt und stellte mehrere Minister.
Dank des Erfolgs der Christdemokraten bei der Parlamentswahl 1956 wurde die PNL nicht mehr länger als Partner der Mitte-Rechts-Koalition benötigt und ging in die Opposition. Es folgte ein kontinuierlicher Einflussverlust der Nationalliberalen, die als Partei der ländlichen Bevölkerung und des alten Mittelstands vor allem gegen CDM und PDL ins Hintertreffen gerieten und vor zugleich unter dem gesellschaftlichen Strukturwandel litten, der die Stammklientel der Partei numerisch zunehmend schrumpfen ließ.
Europaskeptizismus und Nationalismus
Zwischenzeitigen Auftrieb erhielt die Nationalpartei Anfang der Siebziger Jahre unter ihrem Vorsitzenden Charl Aurel durch ihre Opposition zum EG-Beitritt Micoliniens. Die klare Gegnerschaft zu diesem Schritt unterschied die Partei deutlich von den europafreundlichen Regierungsparteien und führte bei der Parlamentswahl 1972 zu einem deutlichen Stimmenzuwachs für die Partei.
Der Nationalliberalen Partei gelang es in der Folge aber nicht, den Erfolg der 1972er Wahl zu wiederholen und die gewonnenen Wähler zu halten. Bereits 1976 verlor die PNL deutlich an Wählerzuspruch, ehe 1979 mit der rechtsliberalen und europakritischen UPD ein direkter Konkurrent im rechtsbürgerlichen Lager entstand, der die PNL nachhaltig schwächte. Zudem führten der nationalistische Ton und der autoritäre Führungsstil Aurels zu einer Abwanderung zahlreicher Mitglieder des liberalen Flügels der Partei, die teilweise die Politik verließen, teilweise zur UPD oder zur CDM überwechselten. In den 1980er Jahren vertrat die PNL immer stärker nationalistische Positionen, die die Partei von der politischen Mitte entfernten und an den rechten Rand des Parteienspektrums drängten.
Protest und Rechtspopulismus
In dieser Krisensituation half vor allem die Verankerung der Partei in den ländlichen Regionen Mittel- und Nordmicoliniens, einen vollständigen Niedergang zu vermeiden. Erst die Auseinandersetzungen um den Maastricht-Vertrag und die weitere europäische Integration Anfang der 1990er Jahre verhalfen der PNL zu einem neuerlichen Comeback. Zur Parlamentswahl 1992 trat die Partei in einem Wahlbündnis mit der neu gegründeten micolinischen Freiheitspartei unter Ludovic Delcamp an und profitierte sowohl von der Bindung der UPD an die Regierungspolitik sowie von der europaskeptischen Stimmung im Land. Neben dem Protest gegen die Europapolitik mobilisierte die Partei Ressentiments gegen Ausländer und gesellschaftliche Pluralisierung und profilierte sich damit als moderne rechtspopulistische Partei. Dem Wahlerfolg folgte 1993 die Fusion von PNL und PLM zur heutigen PNL-PLM unter der Führung Ludovic Delcamps.