Anderson Lukinga

Aus Sagradien
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Marcelo Luíz Anderson da Silva (*1976 in Recife/Brasilien), kurz Anderson ist ein früherer sagradisch-brasilianischer Fußballspieler, der für die Sagradische Fußballnationalmannschaft an je zwei Europa- und Weltmeisterschaften teilnahm und u.a. Vizeeuropameister bei der EURO 2000 in Belgien und den Niederlanden wurde.

Vereinskarriere

Beginn der Karriere in Mistrech

Der gebürtige Brasilianer Anderson da Silva kam Ende des Jahres 1992 mit 16 Jahren vom SC Recife nach Sagradien, wo er beim SC Mistrech 1895 in der berühmten Jugendakademie ausgebildet und zunächst in der Jugendabteilung eingesetzt wurde. Unter Trainer Eduardo Verrano gab Anderson in der Saison 1994/1995 im Alter von 18 Jahren sein Debüt für die erste Mannschaft der Mittelskanten und erspielte sich dort in den Folgejahren einen festen Platz im zentralen Mittelfeld. Zunächst stärker offensiv ausgerichtet, wurde er unter Verrano zunehmend im defensiven Mittelfeld eingesetzt und gehörte 1997 zusammen mit Spielern wie Andrés Geroscânia, Claudio Piro und Eduardo Costane zur Meistermannschaft des Klubs.

Höhepunkt: Die Jahre in Semesta

Nach einer starken Saison 1997/98, in der Anderson zu den besten Mittelfeldspielern der Liga gehörte, sein Verein aber nicht an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen konnte und die Teilnahme am internationalen Wettbewerb verpasste, wagte Anderson den Sprung zum ambitionierten Hauptstadtklub FC Semesta. An der Seite von internationalen Stars wie Luigi Maria Arita und Jean Armand Repain konnte er seine Leistung nochmals steigern und wurde in der Saison 2000/2001 im Alter von nur 23 Jahren zum jüngsten Kapitän der Liga ernannt. Am Höhepunkt seiner Jahre in der Hauptstadt führte Anderson als Führungsspieler sein Team zur sagradischen Meisterschaft 2002, womit die Volpes die langjährige Vorherrschaft des Rekordmeisters Juvantêsa aus Tulis brechen und den Titel erstmals seit 1994 wieder in die sagradische Hauptstadt holen konnten. Von internationalen Topklubs gejagt, schwor Anderson dem Hauptstadtklub die Treue, verlängerte seinen Vertrag bis 2005 und wurde in einer hochbezahlten Mannschaft zum Topverdiener.

Nachdem Semesta in der Saison 2002/2003 aber erneut die Championsleague-Teilnahme erreicht hatte, verpasste der Klub in der 2004 die internationalen Ränge und geriet auch abseits des Platzes in Schwierigkeiten. In der Saison 2004/2005 verpasste Anderson aufgrund einer unglücklichen Verletzungsserie die gesamte Hinrunde und schaffte erst in der Rückrunde wieder den Anschluss an das Team. Nach gescheiterten Vertragsverhandlungen wurde der Kontrakt mit dem Verein nicht verlängert, was die Fans des Klubs enttäuscht aufnahmen.

Verletzungen und Transfers

Ablösefrei wechselte Anderson im Sommer 2005 zum Ligarivalen AC Gerón, wo er auf seinem früheren Mistrecher Mannschaftskollegen Ariel Sóprez als Trainer traf. In seinen zwei Jahren in Geron konnte Anderson aber, von neuerlichen Verletzungssorgen geplagt, nicht mehr an seine alten Leistungen anknüpfen und verließ den Klub im Sommer 2007. Er schloss sich für die folgende Spielzeit dem deutschen Erstligisten Borussia Dortmund an, wo er zeitweise wieder an alte Leistungen anknüpfen konnte und u.a. das Finale des DFB-Pokals erreichte. Dennoch verließ er nach der Saison den BVB, da er sich mit dem Verein nicht mit auf eine Vertragsverlängerung einigen konnte.

Eine geplante Rückkehr zum FC Semesta scheiterte danach und Anderson blieb zu Beginn der Saison 2008/2009 zunächst ohne Verein. Erst im September unterschrieb er einen leistungsbezogenen Einjahresvertrag beim sagradischen Rekordmeister Juvantêsa, wo er aber von Beginn an nicht über den Status eines Ergänzungsspielers hinauskam und keinen einzigen Liga-Einsatz bestritt. Nach einem weiteren halben Jahr kehrte Anderson schließlich auf Leihbasis in seine brasilianische Heimat zurück und spielte dort für Cruzeiro Belo Horizonte. Nach einem einjährigen Gastspiel bei Betis Sevilla spielte Anderson schließlich erneut in Brasilien bei Atletico Paranaense, ehe er 2011 seine Karriere beendete.

Nationalmannschaftskarriere

Nachdem er in den Jugendauswahlteams und später auch in der A-Nationalmannschaft seines Geburtslandes Brasilien unberücksichtigt geblieben war, stand Anderson seit der Saison 1996/1997 in Kontakt mit dem sagradischen Verband FSF. Aufgrund eines sagradischen Großvaters war er auch für die sagradische Mannschaft spielberechtigt. Völlig überraschend nominierte Trainer Selle Ebrulla schließlich den erst 21-jährigen Shootingstar für die Fußballweltmeisterschaft 1998, ohne dass dieser bisher ein Spiel für die sagradische Fußballnationalmannschaft bestritten hätte. Sein Debüt gab Anderson erst nach der Nominierung in Vorbereitungsspielen zum Turnier. Dort zeigte er von Beginn an so starke Leistungen, dass er beim Weltmeisterschaftsturnier selbst in fünf von sieben Spielen eingesetzt wurde. Gleich viermal stand er als zentraler defensiver Mittelfeldspieler in der Startformation und konnte sich in den Stamm des Teams spielen. Nachdem Sagradien bei der WM erst im Halbfinale ausgeschieden und im "kleinen Finale" Dritter geworden war, nahm Anderson für Sagradien auch an der EURO 2000 in Belgien und den Niederlanden teil und bestritt jedes Spiel von Beginn an, so auch das Finale, bei dem Sagradien erst in der Verlängerung durch Golden Goal gegen Weltmeister Frankreich unterlag. Bei der folgenden Weltmeisterschaft 2002 in Asien gehörte Anderson schließlich zu den besten seines Teams, konnte ein Ausscheiden im Achtelfinale aber nicht verhindern.

Nachdem er im Frühjahr 2004 sein 50. Länderspiel für Sagradien bestritten hatte, reiste Anderson zur EURO 2004 bereits angeschlagen an und musste nach einem schwachen Spiel gegen die Schweiz erneut pausieren. Ohne Anderson holte Sagradien gegen die Gruppengegner Frankreich und England nur einen Punkt und verpasste den Einzug ins Viertelfinale. Nach dem Turnier wurde bei Anderson eine komplizierte Verletzung festgestellt, die ihm in der Folge auch eine Rückkehr ins Nationalteam unter dem neuen Nationaltrainer Eduardo Verrano erschwerte. Erst im Oktober 2005 kehrte Anderson ins Team zurück, wurde für die Fußballweltmeisterschaft 2006 aber nicht berücksichtigt, bei der stattdessen der erst 18-jährige Joaquín Nabarro ins Team rutschte. Nachdem er in der Saison 2007/2008 wieder regelmäßig zur Mannschaft eingeladen worden war, verzichtete Trainer Verrano auch bei der EURO 2008 im eigenen Land auf den 32-jährigen Routinier Anderson, der nach durchwachsenen Leistungen in den Vorbereitungsspielen aus dem vorläufigen Kader gestrichen wurde. Ohne ihn gewann Sagradien das Turnier und wurde erstmals seit 1976 Europameister. In der Folge kehrte Anderson nicht mehr ins Team zurück. Sein letztes von 63 A-Länderspielen bestritt er am 24. Mai 2008 gegen Slowakei in Biniar. Damit ist Anderson derjenige Nationalspieler mit den meisten Einsätzen, der nicht in Sagradien geboren wurde.

Nach der aktiven Karriere

Seit 2012 arbeitet Anderson wieder für seinen alten Klub FC Semesta, wo er als Südamerika-Scout fungiert.

Stationen und Erfolge

Stationen als Spieler

  • Bis 12/92: SC Recife (BRA)
  • 12/92-1998: SC Mistrech 1895
  • 1998-2005: FC Semesta
  • 2005-2007: AC Gerón
  • 2007-2008. Borussia Dortmund (GER)
  • 9/08-2009: Juvantêsa Sport
    • 1/09-5/09: Cruzeiro Belo Horizonte (BRA, ausgeliehen)
  • 2009-2010: Real Betis (ESP)
  • 2010-2011: Atletico Paranaense (BRA)

Erfolge als Spieler

Mit Mistrech 1895
Mit FC Semesta
Mit dem Nationalteam
  • 63 A-Länderspiele für Sagradien (1998-2008)
  • Teilnahme an der EURO 2000 und der EURO 2004
  • Teilnahme an den Fußballweltmeisterschaften 1998 und 2002
  • WM-Dritter 1998
  • Vize-Europameister 2000