Manuel Escarret
Manuel Aliureto Escarret (*1922 in Allécapo, Cuentez, †2004 in Diegue) war ein sagradischer Fußballspieler und -Trainer. Als Nationaltrainer führte er die sagradische Fußballnationalmannschaft 1976 zum ersten Europameistertitel in der Fußballgeschichte des Landes.
Als Trainer und Funktionär arbeitete Escarret viele Jahre lang für den sagradischen Fußballverband FSF, zunächst bis 1966 und erneut 1968 als Assistent des langjährigen Nationaltrainers António Desanctis, als dessen Schüler und potenzieller Nachfolger Escarret damals bereits innerhalb des Verbands galt. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 gehörte er zum sagradischen Stab.
Nach dem Ausscheiden Desanctis' aus dem Traineramt saß Escarret 1967 für ein Spiel der A-Nationalmannschaft gemeinsam mit Corrado de María als gleichberechtiger Auswahltrainer auf der Bank, rückte danach aber wieder ins zweite Glied. 1968 übernahm Escarret die sagradische U-23-Nationalmannschaft, die er bei den ersten beiden Europameisterschaften 1970-1972 und 1972-1974 betreute. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 gehörte er erneut als Assistenztrainer zum sagradischen Trainerstab unter der Führung von Santiago Flores.
Nach der Weltmeisterschaft folgte Escarret selbst als Seleccionador nach. Als solcher betreute er Sagradien bei der Fußball-Europameisterschaft 1976 in Micolinien, der ersten, an der das Land teilnahm. Unter der Führung seiner Starspieler Luis Etxeberría und Carles Notero erreichte das Team Escarrets das Finale und schlug den Titelverteidiger Westdeutschland im Elfmeterschießen. Bis 2008 war Escarret damit der einzige Nationaltrainer, der mit dem Team einen internationalen Titel gewann. Anschließend nahm Escarret als Trainer der "Azûr" auch an der WM-Endrunde 1978 in Argentinien teil, bei der Sagradien wie bereits 1974 die Zwischenrunde erreichte, dort aber hinter Argentinien und Brasilien nur Platz 3 erreichte.
Nach der WM 1978 trat Escarret als Nationaltrainer zurück und übergab an Santiago Arrántxez, der sich jedoch mit seinen Starspielern überwarf und mit dem Team bei der EURO 1980 bereits in der Vorrunde scheiterte. Anschließend kehrte Escarret auf den Trainerstuhl der "Azûr" zurück und führte diese zur Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien. Mit einem reaktivierten Carles Notero und einem jungen Luca Morientes erreichte Sagradien ein weiteres Mal die 2. Finalrunde, ehe das Team als Gruppendritter aus dem Wettbewerb ausschied.
Nach der Weltmeisterschaft suchte Escarret als Nationaltrainer einen Umbruch im Team einzuleiten, konnte aber nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen. Nach schwachen Leistungen in der Qualifikation verpasste Sagradien die Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft 1984 in Frankreich und trat daraufhin zum zweiten Mal vom Amt des Seleccionador der Azûr zurück. Sein Nachfolger wurde Luca Martínez, der die Mannschaft bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 1990 betreute. Nach seiner Zeit als Trainer blieb Escarret dem Verband treu, unter anderem als Technischer Direktor von 1990 bis 1995.
Stationen als Spieler
- Bis 1949: Diegue Cuentezal FC
- 1949-1958: FC Nonthí
Stationen als Trainer
- 1960-1962: Cuernta CF
- 1962-1968: Sagradien (Assistenztrainer)
- 1967: Sagradien (Interimstrainer für 1 Spiel, gemeinsam mit Corrado de María)
- 1968-1974: Sagradien (U-23)
- 1974: Sagradien (Assistenztrainer)
- 1974-1978: Sagradien
- 1980-1983: Sagradien
- 1990-1995: FSF (Technischer Direktor)
Erfolge als Cheftrainer
- Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft 1976 (Europameister)
- Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 1978
- Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 1982