Diego Rosário
Diego Rosário Urribe Santis (*22.08.1977 in San Vicente de Perín) ist ein sagradischer Fußballspieler. Trotz seiner Torqualitäten gilt Rosário als flexibler Stürmer mit Spielmacherqualitäten, der sich gerne hängen lässt und sich die Bälle aus dem Mittelfeld holt oder vom Flügel kommt und in die Mitte zieht. Mit 49 Toren in 107 Spielen ist Rosário Rekordtorschütze der sagradischen Nationalmannschaft.
Diego Rosario wurde 1977 im perinischen San Vicente, nordwestlich von Tulis, geboren. Er begann seine Karriere bei seinem Heimatklub, ehe er im Alter von 12 Jahren in die Jugendakademie des sagradischen Spitzenklubs Juvantêsa Sport aufgenommen wurde. Dort gehörte er bald zu den großen Talenten in den Jugendteams und gewann mit der Mannschaft mehrere Titel im Jugendfußball. Mit 17 Jahren debütierte Rosário im Frühjahr 1995 bereits für die 2. Mannschaft der Juvantêsa. In der Saison 1995/1996 gab er mit 18 Jahren sein Debüt im Profiteam des Vereins und kam auf 11 Einsätze. Schnell wurde er auch fester Bestandteil der sagradschen Jugendnationalmannschaften. Bei der U-21-Europameisterschaft 1996 gehörte der erst 19-jährige zu den besten Spielern und gewann das Turnier.
In der Folgesaison konnte er sich bei der Juvantêsa jedoch nicht durchsetzen und wurde in der Winterpause an den Lokalrivalen UD Tulis ausgeliehen, der gerade in die Premera Liga aufgestiegen war. Nach guten Leistungen blieb Rosário auch in der Saison 1997/1998 bei der Unión Deportiva und stieg zum Stammspieler auf der Position im offensiven Mittelfeld auf. In Anspielung an den Superstar des Lokalrivalen Daniel Pessué wurde er von UD-Fans gerne als der „neue Pessué“ gefeiert.
Nach der Saison 1997/1998, in der ihm 10 Saisontreffer gelangen, wagte Rosário den Sprung ins Ausland und wechselte zum katalanischen Topklub FC Barcelona. Sein Transfer geschah im Zusammenhang mit dem Wechsel des argentinischen Stürmerstars Enrico Scola von Barça an den Tule. In der katalanischen Metropole konnte sich Rosário jedoch nicht durchsetzen und erzielte in 20 Spielen in der Primera División nur zwei Tore. Bereits nach einem Jahr kehrte er nach Sagradien zurück, wo er fortan beim FC Duerez spielte. Hier wurde Rosário vornehmlich im Sturm eingesetzt und entwickelte sich zum Publikumsliebling und Toptorschützen. Im Herbst 1999 debütierte der damals 22-jährige Stürmer in der sagradischen Nationalmannschaft und gehörte im Folgejahr zum Kader der „Azûr“ bei der Europameisterschaft in den Niederlanden und in Belgien. Er wurde in zwei Spielen eingewechselt, darunter auch im dramatischen Finale gegen Frankreich, das man schließlich durch ein Golden Goal durch David Trezeguet verlor.
In der Folgezeit entwickelte sich Rosário zu einem der torgefährlichsten Stürmer der sagradischen Liga, der sich durch Schnelligkeit, Technik und Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor auszeichnete. In der Spielzeit 2001/2002 bildete er mit Joán Ascólia eines der stärksten Sturmduos der Liga, das zusammen für fast 32 Treffer verantwortlich zeichnete (davon 20 von Rosário) und am Ende für Duerez die Copa Sagradia sicherte. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Asien stieg Rosario durch großartige Turnierleistungen und vier Toren, darunter zwei im letzten Vorrundenspiel gegen Russland, zu den internationalen Stars auf. Im folgenden Herbst wurde er zum Sagradiens Fußballer des Jahres gewählt und folgte damit Daniel Pessué nach. Nachdem er in der Saison 2002/2003 mit 25 Saisontoren erstmals Torschützenkönig der Premera Liga und Vizemeister geworden war, wechselte Rosário für eine Ablöse von 23,5 Millionen Euro zurück zur Juvantêsa. Dies war zu diesem Zeitpunkt der höchste Betrag, den ein Verein je für einen sagradischen Spieler gezahlt hatte. Bereits nach der WM 2002 hatte die Juvantêsa um Rosário gebuhlt, der sich zu diesem Zeitpunkt jedoch für ein Verbleiben beim FC Duerez entschieden hatte. In seinen vier Jahren in Duerez hatte Rosário bis dahin in 121 Ligaspielen 73 Tore erzielt.
In Tulis konnte er nahtlos an seine Erfolge anknüpfen und mit 27 Saisontreffern erneut die Torjägerkanone ergattern. Zudem gewann er mit der Juvantêsa die sagradische Meisterschaft und die Championsleague, wo er zum besten Stürmer der Saison gewählt wurde. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2004 gehörte Rosário zu den besten seines Teams, konnte das frühe Ausscheiden nach der Vorrunde aber nicht verhindern. Die Saison 2004/2005 verlief für Rosario weniger erfolgreich. Weder in der Liga, noch in der Championsleague konnte er Erfolge feiern. Zudem warfen ihn kleinere Verletzungen zurück. Nachdem er sich in der Folgesaison stabilisiert hatte, wechselte er im Sommer 2006 für die neuerliche sagradische Rekordablösesumme von 44 Millionen Euro zum Starensemble des FC Chelsea.
In London konnte sich Rosario nur langsam integrieren und litt erneut unter kleineren Verletzungen. So verlief seine erste Saison bei Chelsea mit 8 Ligatoren eher durchwachsen. Erst in der Saison 2007/2008 konnte sich Rosario wieder fangen. Am Ende standen auf seinem Konto 13 Saisontore, jedoch verlor er mit seinem Klub FC Chelsea sowohl in der Liga als auch in der Championsleague das Finale gegen Manchester United. Nachdem er bereits eine gute Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gespielt hatte, gehörte Rosario auch bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 im eigenen Land zu den Führungsspielern. Besonders mit seinem Siegtreffer im Finale gegen Spanien machte er sich als EM-Held unsterblich und trug zum Europameisterschaftserfolg wesentlich bei. Er wurde zum Spieler des Matchs und ins Dreamteam des Turniers gewählt.
Mit dem FC Chelsea startete Rosario unter seinem neuen Trainer Eduardo Verrano furios in die Saison 2008/2009 und war mit 14 Treffern in 22 Spielen in der Hinrunde Top-Torschütze der Liga. Nach der Entlassung Verranos verlor Rosario zeitweise seinen Stammplatz im Sturmzentrum und wurde wieder vermehrt auf dem rechten Flügel eingesetzt. Obwohl in der Rückrunde insgesamt nur fünf Treffer auf seinem Konto standen, wurde Rosario am Ende der Saison mit 19 Toren Torschützenkönig der Premier League. Mit insgesamt 37 Saisonspielen in der Liga konnte sich Rosario zudem auch unter seinem neuen Trainer Guus Hiddink als Stammkraft behaupten. Nach 2002 wurde Rosario schließlich zum zweiten Mal in seiner Karriere zu Sagradiens Fußballer des Jahres gewählt. Auch unter Hiddinks Nachfolger Carlo Ancellotti konnte er seinen Stammplatz verteidigen und erzielte in der Saison 2009/2010 in 33 Saisonspielen bei 2 Einwechslungen 11 Tore. Am Ende der Spielzeit konnte er mit Chelsea seine erste Premier-League-Meisterschaft feiern. Im entscheidenden letzten Saisonspiel gegen Wigan Athletic erzielte er in der 7. Minute das 1:0 und trug danach noch mit seinem 4:0-Treffer zum 8:0-Kantersieg bei, der dem Klub den Titel vor Manchester United sicherte. Eine Woche später gelang es dem FC Chelsea zudem mit dem Erfolg im FA-Cup-Finale, erstmals in der Vereinsgeschichte das Double aus Meisterschaft und Pokal perfekt zu machen.
Nach dem Erfolg bei der EURO 2008 nahm sich Rosario eine Auszeit vom Nationalteam. Er wolle sich in fortgeschrittenem Alter auf den Verein konzentrieren, um zum zweiten mal nach 2004 die Championsleague zu gewinnen und werde erst in den kommenden Monaten über eine Fortsetzung seiner internationalen Karriere entscheiden. Im Winter der Saison 2008/2009 kamen Gerüchte um ein Comeback Rosários im Nationalteam auf. Geschürt wurden diese Gerüchte im Zuge einer Verletzungsmisere im Sturm der sagradischen Nationalmannschaft. Im Februar 2009 ließ sich Rosario von Nationaltrainer Selle Ebrulla zu einer Rückkehr ins Nationalteam bewegen und nahm die Nominierung für das Freundschaftsspiel gegen Albanien am 11. Februar an, musste kurz vorher aber verletzungsbedingt absagen. Seine Rückkehr ins Team feierte er dann beim WM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz am 28. März 2009. Beim FIFA Confederations Cup 2009 in Südafrika nahm Rosario mit seiner Mannschaft teil und wurde Dritter. Beim 10:0-Kantersieg gegen Luxemburg am 5. September 2009 vertrat Rosário als ältester aufgebotener Spieler den verletzten Kapitän Raúl António Penza.
Am 24. Mai 2010 bestritt Rosário im Vorbereitungsspiel für die Weltmeisterschaft in Südafrika gegen Zypern sein 100. Spiel für die "Azûr". Er war nach Paulo Varigell, Mário Selsia, David Rinchestro und Daniel Pessué erst der fünfte Spieler, der die Marke von 100 A-Länderspielen für die „Selección“ erreichte. Im selben Spiel erzielte Rosário sein 44. Länderspieltor und zog damit gleich mit der sagradischen Stürmerlegende Sebastián Santesa. Beim 2:2-Unentschieden gegen Senegal im letzten Vorbereitungsspiel vor der WM erzielte Rosário schließlich sein 45. Länderspieltor und ist damit alleiniger Rekordtorschütze der sagradischen „Selección“.
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika führte Rosário nach der Verletzung von Raúl António Penza die „Azûr“ als Kapitän an und wurde außer im dritten Gruppenspiel gegen Italien, das er verletzungsbedingt verpasste, in jedem Spiel eingesetzt, jedoch saß er im Halbfinale gegen Deutschland zunächst nur auf der Bank, kam dann aber später noch in die Partie.
In seiner Nationalmannschaftskarriere trug Rosário zunächst meist das Trikot mit der Nummer 21 und seit 2006 die Nummer 9, die er auch beim FC Chelsea trägt. Nach seiner Nationalmannschaftspause, in der Fernando Borrard das Trikot mit der Nummer 9 übernahm, erhielt Rosário die 8, die er bereits in seiner Zeit bei der Juvantêsa getragen hatte.