Daniel Pessué
| Daniel Pessué | ||
| Spielerinformationen | ||
| Voller Name | Daniel José Pessué Arriatxa | |
| Geburtstag | 03. Mai 1968 | |
| Geburtsort | Lemez | |
| Position | Mittelfeld | |
| Vereine in der Jugend | ||
| 1976–1986 | Lemez 1909 | |
| Vereine als Aktiver | ||
| 1985–1986 | Lemez 1909 | |
| 1986–1991 | Lesnário | |
| 1991–1996 | Juventus | |
| 1996–2004 | Tulisium | |
| Nationalmannschaft | ||
| 1990–2002 | Sagradien | 92 (28) |
| Vereine als Trainer | ||
| 2005–2006 | Tulisium U-19 | |
| 2006–2008 | AS Macedi | |
| 2008–2014 | Tulisium | |
| 2015–2016 | Manchester City | |
| 2016–2018 | Racing Servette | |
| 2018– | Sagradien | |
Daniel José Pessué Arriatxa (*3.5.1968, [dan'jɛl ʒɔ'zɛ pɛs'ʃwɛ]) ist ein ehemaliger sagradischer Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer. Seit Juli 2018 ist er Cheftrainer der Sagradischen Fußballnationalmannschaft.
Genannt "Il Mágico", der Zauberer, gehörte Pessué in der zweiten Hälfte der Neunziger und Anfang der 2000er Jahre zu den besten Mittelfeldspielern der Welt und wurde 1999 zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Meist als klassischer Spielmacher im offensiven Mittelfeld aufgeboten, zeichnete sich sein Spiel durch eine besonders elegante Ballbehandlung, Passgenauigkeit und Spielübersicht aus.
Zu seinen größten Erfolgen als Spieler gehören die Championsleague-Triumphe 1996 mit Juventus sowie 1999 und 2004 mit Tulisium. Zudem gewann er in seiner Karriere auf Vereinsebene sieben nationale Meisterschaften, drei nationale Pokale sowie zweimal den UEFA-Pokal. Für die sagradische Fußballnationalmannschaft bestritt er zwischen 1990 und 2002 92 A-Länderspiele und erreichte den dritten Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 sowie das Endspiel bei der Fußball-Europameisterschaft 2000.
Nach seiner aktiven Spielerkarriere begann Pessué eine Laufbahn als Trainer und kehrte 2008 nach zwei Jahren beim mikolinischen Klub AS Macedi zum FC Tulisium zurück, den er in sechs Jahren als Cheftrainer zu vier Meisterschaften und einem Triumph in der UEFA Champions League (2010) führte. Nach der titellosen Saison 2013/2014 verließ Pessué das Team. Nach einer durchwachsenen Saison bei Manchester City, in der er mit den Citizens den englischen League Cup gewann, schloss sich Pessué als Cheftrainer Racing Servette an, das er 2017 und 2018 jeweils zum nationalen Double aus Meisterschaft und Pokal führte.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Karriere als Spieler
- 2 Privates
- 3 Nach der Spielerkarriere
Karriere als Spieler
Karrierestart in Lemez und Biniar
Pessué begann seine Spielerkarriere in der Jugend seines Heimatvereins FC Lemez 1909, wo er im Frühjahr 1986 im Alter von nicht einmal 18 Jahren sein erstes Ligaspiel absolvierte. Kurz darauf wechselte Pessué zum sagradischen Erstligisten Lesnário FC. In Biniar konnte er sich in den folgenden Jahren im Team der ’’Leones’’ etablieren, wo er meist im offensiven Mittelfeld aufgeboten wurde und allmählich in die Rolle des Spielmachers und Mittelfeldregisseurs hineinwuchs. In der Saison 1988/89 konnte Pessué seinen ersten Titel mit dem Gewinn der Copa Sagradia feiern, ehe die Grünen 1990 das Finale des Europapokals der Pokalsieger erreichten, dort aber am italienischen Vertreter Sampdoria Genua scheiterten. In dieser Saison wurde Pessué auch mit dem Preis für den besten Nachwuchsspieler der Liga ausgezeichnet.
Aufstieg zum Weltstar bei Juventus Turin
Nach einem weiteren starken Jahr in Biniar wurde Pessué von mehreren internationalen Spitzenklubs umworben und wechselte schließlich im Sommer 1991 für eine Ablösesumme von 10 Milliarden Lire zum italienischen Spitzenklub Juventus. Bei Juventus spielte er zusammen mit seinem Nationalmannschaftskollegen Paulo Sabatier und internationalen Stars wie Roberto Baggio, Gianluca Vialli, Didier Deschamps und dem jungen Alessandro Del Piero. Nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten entwickelte sich Pessué schließlich bei den Bianconeri zu einem der besten Spielmacher der Serie A und zum Weltstar. Von den Tifosi erhielt er wegen seiner unerwarteten millimeter-genauen Pässe auch seinen Spitznamen „Il Piede Magico“. Nachdem er in der Saison 1992/1993 wesentlich am Gewinn des UEFA-Pokals beteiligt war, gewann er 1995 mit der "Signora Vecchia" das nationale Double aus Meisterschaft und Pokal und zog 1996 erstmals ins Finale der Champions League ein, das die Bianconeri gegen Titelverteidiger Ajax Amsterdam gewannen. Im entscheidenden Elfmeterschießen verwandelte Pessué einen Elfmeter und trug damit wesentlich zum Titelgewinn bei.
In den Jahren 1995 und 1996 wurde Pessué jeweils zu Sagradiens Fußballer des Jahres gewählt, eine Ehre, die er als Spieler von Tulisium im Jahr 1999 ein drittes Mal erhielt.
Erfolgsjahre bei Tulisium
Nach fünf Jahren in der Serie A entschloss sich Pessué im Sommer 1996 zu einer Rückkehr nach Sagradien, wo er sich für die damalige sagradische Rekordablösesumme von 8,5 Millionen Euro dem Rekordmeister Tulisium Football Club anschloss. Seine Rolle bei Juventus übernahm daraufhin Neuzugang Zinédine Zidane.
In Tulis wurde Pessué zum Herz eines neu zusammengestellten hochambitionierten Teams, das den angeschlagenen Topklub wieder zurück in die Erfolgsspur bringen sollte. Gleich in seiner ersten Spielzeit führte Pessué die „Blu i Verde“ als Dirigent im Mittelfeld ins Finale des UEFA-Pokals, in dem sich die Tulinesen gegen Inter Mailand gewinnen konnten. In der Premera Liga beendete Tulisium die Saison als Tabellenzweiter hinter Überraschungsmeister Mistrech 1895.
Der Erfolg im UEFA-Cup-Finale 1997 war der Auftakt zu einer ungekannten Erfolgsserie von Tulisium in den Folgejahren, die von Joán Restávio als Dirigent an der Seitenlinie und Pessué als Regisseur auf dem Platz geprägt wurde. Mit Pessué als unumstrittenen Mittelfeldchef und Führungsspieler sowie Weltstar Enrico Scola in der Mannschaft gewann Tulisium von 1998 bis 2001 viermal in Folge die Premera Liga. Krönender Höhepunkt war die Spielzeit 1998/1999, in der das Team als erste europäische Mannschaft überhaupt das Triple aus nationaler Meisterschaft, Pokalsieg und dem Triumph in der UEFA Champions League errang. Pessué spielte eine überragende Saison und wurde zum besten Championsleague-Spieler der Saison gewählt. Nachdem er auch noch den Weltpokal gewonnen hatte, wurde Pessué schließlich mit dem begehrten Ballon d'Or des besten Fußballers in Europa ausgezeichnet. Er stand damit auf dem absoluten Höhepunkt seiner Spielerkarriere.
Karriereende in Tulis
Nach diesen Höhepunkten wurde Pessué zunehmend von Verletzungssorgen geplagt, blieb aber Leistungsträger und Führungsspieler von Tulisium, wo er im Sommer 2000 das Kapitänsamt von Paulo Sabatier übernahm. In der Saison 2001/2002 verpasste Tulisium die fünfte Meisterschaft in Folge, kehrte aber 2003 und 2004 an die Ligaspitze zurück. 2002 stand das Team erneut im Championsleague-Finale, verlor aber gegen Real Madrid um die Weltstars Figo und Zidane. Nach dem erneuten Finaleinzug im Sommer 2004 gegen den FC Porto konnte Pessué zum krönenden Abschluss seiner Karriere nochmal die wichtigste Trophäe des europäischen Vereinsfußballs gewinnen. In seinen acht Jahren in Tulis hatte Pessué bis dahin sechsmal die Premera Liga gewonnen, in vier europäischen Finalspielen gestanden und davon drei für sich entschieden.
Nach Ende der Saison 2003/2004 beendete „il Mágico“ schließlich als frischgebackener Meister und Europapokalsieger nach 18 Profijahren seine aktive Spielerkarriere, in der er sieben nationale Meisterschaften, drei nationale Pokalwettbewerbe und fünf europäische Trophäen gewonnen hatte.
Ihm zu Ehren wurde im Esplanat in Tulis ein Abschiedsspiel mit internationalen Stars und Freunden Pessués organisiert, dessen Einnahmen einem wohltätigen Zweck zugute kamen. In dem Stadion, in dem Pessué zehn Jahre lang spielte, standen sich ein Allstarteam von Tulisium und eines mit internationalen Freunden des Superstars gegenüber. Mit von der Partie waren Pessués langjährige Weggefährten Marco Conianatra, Enrico Torc, Paulo Sabatier und Marco Tinita, aber auch internationale Stars wie Didier Deschamps, Gianluca Vialli und Roberto Baggio, mit denen er bei Juventus zusammengespielt hatte.
Nationalmannschaftskarriere
Pessué gehörte der sogenannten "Goldenen Generation" Sagradiens an und wurde bereits als Jugendlicher regelmäßig in die Jugendauswahlteams des sagradischen Fußballverbands berufen. Bei der U-19-Europameisterschaft 1986 gewann Pessué mit der sagradischen Auswahl die den Europameistertitel und stand ein Jahr später im Kader der sagradischen U-20-Nationalmannschaft, die bei der Junioren-Fußballweltmeisterschaft 1987 Jugendweltmeister wurde. Neben späteren Ausnahmespielern wie Enrico Torc oder Marco Conianatra führte er das Team mit einer Glanzleistung zum Sieg.
In der Folge nominierte Nationaltrainer Luca Martínez den Jungstar im Sommer 1990 erstmals für die Sagradische Fußballnationalmannschaft, wo er im Alter von 22 Jahren sein erstes A-Länderspiel bestritt. Sein erstes großes Turnier für die A-Mannschaft bestritt Pessué bei der EURO 1992 in Schweden, bei der die „Azûr“ jedoch bereits nach der Vorrunde wieder abreisen musste. Nachdem Sagradien die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 1994 verpasst hatte, wurde Pessué in den sagradischen Kader für die EURO 1996 berufen.
Die Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich wurde für Pessué schließlich zu seinem bis dahin erfolgreichsten Turnier. Der Mannschaft des neuen Trainers Selle Ebrulla erreichte das Halbfinale, wo Sagradien dem späteren Weltmeister Frankreich unterlag. Das Spiel um Platz 3 hingegen endete für die Blauen mit einem Sieg, was den bis dahin größten WM-Erfolg für den FSF bedeutete. Pessué wurde neben Zinédine Zidane und Ronaldo als einer der stärksten Spieler des Turniers angesehen.
Bei der EURO 2000 krönte Pessué seine Nationalmannschaftskarriere schließlich mit dem Einzug ins EM-Finale, wo das Team jedoch abermals Frankreich durch ein Golden Goal Trézeguets unterlag. Das Direkt-Duell gegen Zidane wurde von den Medien als Schlagabtausch der besten europäischen Spielmacher gefeiert.
Nach dem verlorenen Finale gegen Frankreich deutete Pessué aus Enttäuschung über das Ergebnis seinen Abschied aus dem Nationalteam an und bat den neuen Nationaltrainer Nélez Clemente, in den folgenden Spielen auf eine Nominierung zu verzichten. Nach öffentlichen Kampagnen von Fans, Spielern und Trainer entschied sich Pessué jedoch für eine Fortsetzung seiner Karriere im Nationalteam und kehrte im Herbst 2000 bereits wieder ins Trikot der „Azûr“ zurück, wo er auch die Kapitänsbinde übernahm. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Asien nahm Pessué im Alter von 34 Jahren letztmalig an einer Endrunde teil. Sagradien schied hier im Achtelfinale durch ein 1:2 gegen den späteren Weltmeister Brasilien aus. Pessué beendete nach diesem Spiel seine Nationalmannschaftskarriere nach 12 Jahren, 92 A-Länderspielen und 28 Toren.
Stationen und Erfolge
Stationen als Spieler
- Bis 1986: FC Lemez 1909
- 1986-1991: Lesnário FC
- 1991-1996: Juventus Turin (ITA)
- 1996-2004: Tulisium Football
Erfolge als Spieler
Im Verein
- 1 Mal Italienischer Meister (1995)
- 1 Mal Italienischer Pokalsieger (1995)
- 6 Mal Sagradischer Meister (1998, 1999, 2000, 2001, 2003, 2004)
- 2 Mal Sagradischer Pokalsieger (1989, 1999)
- 3 Mal Championsleague-Sieger (1996, 1999, 2004; Zweiter 2002)
- 2 Mal UEFA-Pokal-Gewinner (1993, 1997)
- 1 Mal Finalist im Europapokal der Pokalsieger (1990)
- 1 Mal Weltpokalsieger (1999)
Mit dem Nationalteam
- 92 A-Länderspiele für Sagradien (1990-2002)
- EM-Teilnahme 1992, 1996, 2000
- WM-Teilnahme 1998, 2002
- Vize-Europameister 2000
- WM-Dritter 1998
- Jugendweltmeister 1987
- U-19-Europameister 1986
Auszeichnungen
- Sagradiens Nachwuchsfußballer des Jahres 1990
- Sagradiens Fußballer des Jahres 1995, 1996, 1999
- Europas Fußballer des Jahres 1999
- Bester Spieler der Championsleague-Saison 1999
- Bester Mittelfeldspieler der Championsleague 1999
Karrierestatistik
Im Nationalteam
| Jahr | Einsätze | Tore |
|---|---|---|
| 1990 | 1 | |
| 1991 | 4 | |
| 1992 | 9 | |
| 1993 | 5 | |
| 1994 | 6 | |
| 1995 | 4 | |
| 1996 | 10 | |
| 1997 | 7 | |
| 1998 | 13 | |
| 1999 | 9 | |
| 2000 | 12 | |
| 2001 | 4 | |
| 2002 | 8 | |
| Gesamt | 92 | 28 |
Privates
Seit 1996 ist Daniel Pessué mit dem sagradischen Fotomodell Nadina Martínez verheiratet. Mit ihr hat er die beiden Söhne Máxim und David sowie Tochter María Leonor. Der 1997 geborene Máxim Pessué spielt bereits erfolgreich in der Jugendmannschaft von Tulisium Football.
Nach der Spielerkarriere
Jugendtrainer
Nach seinem Rücktritt vom aktiven Sport begann Pessué eine Trainerausbildung und begleitete mehrere internationale Erfolgstrainer wie Arsène Wenger, Didier Deschamps oder Rafael Benítez als Praktikant bei ihrer Arbeit.
Sein erstes Trainer-Engagement übernahm Pessué im Sommer 2005 als Trainer der U-19-Mannschaft von Tulisium. In dieser Funktion betreute er unter anderem Spieler wie Joaquín Celestino, Xavier Lescart und Gabriel Estrela.
Trainer in Macedi
Im Sommer 2006 verließ Pessué Tulis und wurde als neuer Cheftrainer beim mikolinischen Erstligisten AS Macedi vorgestellt. Als Co-Trainer wurden ihm Cornèle Creus sowie der mikolinische Ex-Nationalspieler Joann Desept zur Seite gestellt, der zuvor beim RAC Servette als Assistent von Trainer Roberto Santís tätig gewesen war. In Macedi baute Pessué durch interne Umstrukturierungen ein neues junges Team mit einem Altersdurchschnitt von ca. 24 Jahren auf. Nach größeren Anlaufschwierigkeiten gelang es der Mannschaft in der Rückrunde der Saison 2006/2007, sich in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren. Am Ende lag Pessué mit dem AS Macedi auf Platz 7 der Liga National A. Höhepunkt der letztlich doch sehr erfolgreichen Saison wurde der Gewinn des mikolinischen Pokals nach einem 3:2-Finalsieg n.V. gegen den neuen Meister RAC Servette, mit dem sich Pessué auch für den UEFA-Pokal qualifizierte. Für seine Erfolge mit Macedi wurde Pessué bei der Wahl zum mikolinischen Trainer des Jahres auf Platz 2 hinter Meistertrainer Luvis Gerart gewählt.
In der Sommerpause 2007 investierte der Klub einige Millionen in die Infrastruktur und ein neues Trainingszentrum mit dem Ziel, den Verein langfristig auf die Erfolgsspur zu führen. Dafür wurde auf die Verpflichtung neuer Spieler weitgehend verzichtet. In die Saison 2007/2008 startete Pessués Team erneut mit einer Negativserie (u.a. Erstrundenaus im Pokal), die den Trainer und seinen zukunftsorientierten Kurs erstmals in die Kritik brachte. Am Ende der Rückrunde stand Macedi nur auf Platz 6 der Tabelle, ehe eine starke Rückrunde das Team am Ende sogar noch zur Vizemeisterschaft und ins Halbfinale des UEFA-Pokals brachte, wo der ASM gegen die Glasgow Rangers ausschied. In der Liga stand allerdings ein Rückstand von 18 Punkten auf Meister RAC Servette auf dem Konto.
Cheftrainer bei Tulisium
Rückkehr nach Tulis
Im Mai 2008 gab Pessués alter Verein Tulisium Football bekannt, dass der ehemalige Kapitän des Teams für die Saison 2008/2009 als Cheftrainer verpflichtet wurde. Als solcher ersetzte er in Tulis den Franzosen Bernard Coutier, von dem sich der Verein nach dem verlorenen Saisonfinale gegen den FC Bosa trotz des zwöften Pokalsiegs für Tulisium getrennt hatte. Bereits nach dem Viertelfinal-Aus in der Championsleague hatte es Gerüchte um eine Entlassung des bei den Fans ungeliebten Franzosen gegeben. Pessué setzte sich gegen prominente Nachfolgekandidaten wie den Portugiesen José Mourinho und Ex-Trainer Joán Restávio – beide ehemalige Championsleague-Sieger – durch und unterschrieb einen Zweijahresvertrag bis Juni 2010, der danach zweimal um jeweils zwei Jahre verlängert wurde.
Der frühere Spielmacher brachte in Cornèle Crêus, bereits bei Macedi zusammen mit Desept die rechte Hand Pessués, und Manu Teixa seine eigenen Assistenz- bzw- Torwarttrainer mit nach Tulis, nachdem das Trainerteam Coutiers den Verein fast geschlossen verlassen hatte. Außerdem wechselte der langjährige Tulisium-Spieler Jocéntilo Esalla vom Spielfeld der 2. Mannschaft an die Seite Pessués. Nachfolger Pessués beim ASM wurde sein bisheriger Assistent Joann Desept.
Umbau des Teams und neue Handschrift
Bei Tulisium war die Rückkehr Pessués eine der ersten wichtigen Amtshandlungen der neuen Klubführung um Joán Rovira-Següer, der den ehemaligen Tulisium-Star Luca Morientes als Sportdirektor installiert hatte und den Anhängern des Vereins nach vier mageren Jahren wieder große Titel und attraktiven Fußball versprach. Dafür wurde Pessué ein neues millionenschweres Team bereitgestellt. Mit dem Stürmer Silva Kalé vom FC Porto kam ein neuer Goalgetter an die Tule-Stadt. Außerdem wurde mit Juliano Valpieta und João Silva die Hälfte des zuvor erfolgreichen Abwehrgespanns des FC Nonthí verpflichtet. Dazu kamen der Brasilianer Thiago Alves für die linke Abwehrseite sowie John Kasongo Novurengo für das defensive Mittelfeld, der als Wunschspieler Pessués zu seinem früheren Klub zurückkehrte. Dagegen mussten Spieler wie Juli, Claude Henrique und Sergio Concergaçâu, die nicht das Vertrauen Pessués besaßen, den Verein verlassen.
Trotz der millionenstarken Zugänge startete Pessué eher durchwachsen in die neue Spielzeit. Nach zwei Unentschieden und einer Niederlage konnte Tulisium erst am vierten Spieltag der Liga einen Sieg einfahren, startete danach aber eine Serie und verlor mit Ausnahme eines unbedeutenden Championsleague-Spiels (Tulis war bereits für das Achtelfinale qualifiziert) bis zum Ende der Hinrunde kein einziges Pflichtspiel mehr. Nach 17 Spieltagen stand Pessués Team mit 42 Punkten, einer starken Torbilanz von 44:12 und einem Vierpunktevorsprung an der Spitze der Liga und hatte sich zudem für das Achtelfinale der Championsleague qualifiziert. Pessués Spieler lobten in Interviews vor allem das disziplinierte Training und den engen persönlichen Kontakt mit dem Team. Die Fans profitierten vor allem von dem entfesselten Offensivfußball der neuen Tulisium, der unter dem nicht ganz erfolglosen Vorgänger Bernard Coutier vermisst worden war.
Unter Pessué zeichnete sich Tulisium in taktischer Hinsicht durch ein flexibles 4-2-3-1-System aus. Die unter seinen Vorgängern eher flach ausgerichtete Viererkette wurde variabler aufgestellt: Mit Juliano Valpieta und Thiago Alves (bzw. seit 2012 Hugo Vieira) setzte Pessué auf offensive, spielstarke Außenverteidiger, die bei eigenem Ballbesitz hoch aufrückten und bis zur Grundlinie mitgehen konnten. Im zentralen Mittelfeld dagegen ließ sich einer der beiden Spieler häufiger auf Höhe der Innenverteidiger zurückfallen. Eine der beiden Sechser-Positionen wurde typischerweise durch einen zweikampfstarken Spieler wie John Novurengo, Diego Cherepniev oder Alex Mata besetzt, während mit Rafael Velozo und später David Albet ein kreativer Spieler als Motor und tiefliegender Spielmacher fungierte und primär dafür zuständig war, die Bälle zu verteilen. Davor spielte ein Offensivblock aus drei offensiven Mittelfeldspielern, die häufiger die Positionen tauschten und einer Sturmspitze, typischerweise Silva Kalé. Die Außenstürmer zogen häufiger in die Mitte und einer der drei offensiven Mittelfeldspieler, meist Chahid Belazal, rückte wiederholt in die Spitze auf und bildete so eine zweite Spitze neben Silva Kalé. In diesem System besaß José María Del Piey alle Freiheiten, besetzte wahlweise eine der vier Offensivpositionen oder ließ sich neben Velozo und Novurengo/Mata ins zentrale Mittelfeld zurückfallen, um das Spiel von dort aus mit aufzubauen. Nach dem Abgang von Rafael Velozo im Sommer 2013 und mit einem älter werdenden José María Del Piey baute Pessué dieses System zu einem 4-3-3 respektive 4-1-4-1 um, in dem David Albet die Position auf der halbrechten und José María Del Piey die auf der halblinken Achter-Position einnahm. Gegenüber dem vorherigen 4-2-3-1 wurde so die Kluft zwischen Defensiv- und Offensiv-Verbund verkleinert und das Mittelfeld noch kompakter. Die Grundstruktur blieb aber ähnlich.
Sportliche Erfolge: Meisterschaftstriple und Championsleague-Sieg
Am Ende der Saison 2008/2009 wurde Tulisium mit 11-Punkte-Vorsprung vor dem FC Nonthí souverän sagradischer Meister und scheiterte in der Championsleague erst im Halbfinale an Titelverteidiger Manchester United. In der Folgespielzeit 2009/2010 konnte Pessué mit der personell kaum veränderten Mannschaft erneut die Meisterschaft gewinnen und stellte dabei mit 98 Zählern am Ende der Saison einen neuen Punkterekord in der Premera Liga auf.
Dabei baute er nun ähnlich wie zuvor in Macedi verstärkt auch junge Talente wie den Mikolinier Xavi Lescart (19) und die sagradischen Jugendauswahlspieler Joaquín Celestino (21) und David Albet (19) ein, von denen Lescart und Albet am Ende auch an der WM 2010 in Südafrika teilnahmen. Krönung der erfolgreichen Saison 2009/2010 war schließlich der Sieg im Finale der Championsleague im Santiago Bernabeú in Madrid, in dem es zu einem Wiedersehen Pessués mit seinem alten Team von Inter Mailand kam. Gegen das von Erfolgstrainer José Mourinho trainierte Inter-Team um die Stars Wesley Snejider und Samuel Eto’o gewann Tulisium mit 3:2 und Pessué konnte sich in die Riege jener Fußballpersönlichkeiten einreihen, die sowohl als Spieler als auch als Trainer die höchste Trophäe im europäischen Klubfußball gewinnen konnten.
Nachdem Pessué in der Saison 2010/2011 zum dritten Mal in Folge die sagradische Meisterschaft mit Tulisium gewonnen hatte, endete die Spielzeit 2011/2012 titellos. Sowohl in der Premera Liga als auch im Finale der Copa Sagradia musste sich das Team aus Tulis dem Rivalen FC Bosa geschlagen geben. Die Finalniederlage im Pokalwettbewerb war bereits die zweite in Folge nach dem verlorenen Endspiel 2011 gegen den FC Duerez. Nach einigen personellen Veränderungen gelang es der Mannschaft Pessués schließlich, in der Saison 2012/2013 erneut souverän die sagradische Meistertrophäe zu erringen. Dies war bereits Pessués neunte Trophäe in fünf Jahren als Trainer von Tulisium (4 Meisterschaften, 2 Supercup-Erfolge, 1 Championsleague, 1 europäischer Super-Cup, 1 Klubweltmeisterschaft).
Rücktritt
Nachdem er seinen ursprünglichen Zweijahresvertrag zunächst bis 2012 und anschließend bis 2014 verlängert hatte, zögerte Pessué im Frühjahr 2013, einen neuen Kontrakt bei den Blaugrünen zu unterschreiben und erbat sich Bedenkzeit. In der Zwischenzeit wurde er in den Medien immer wieder mit neuen Teams Verbindung gebracht. Einen Trainerwechsel im Sommer 2013 schlossen aber beide Seiten aus. Zum Start der Rückrunde 2014 erklärte Pessué schließlich, seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag kein weiteres Mal zu verlängern und die Mannschaft damit nach sechs Jahren zu verlassen. Zudem bezeichnete er es als "sehr unwahrscheinlich", dass er in der Saison 2014/2015 ein Fußballteam betreuen werde.
Am Ende der Spielzeit 2013/2014 verpasste Tulisium - erst zum zweiten Mal unter Pessués Führung - den Gewinn der sagradischen Meisterschaft gegen den FC Semesta unter der Führung von Trainer Luis Gracia. Pessué verließ die Mannschaft damit, ohne in seiner letzten Saison einen wichtigen Titel gewonnen zu haben. Dennoch wurde er von Fans und Mannschaft herzlich verabschiedet. Als Nachfolger Pessués verpflichtete Tulisium mit dem Mikolinier Xosé Sant-Estrell einen alten Bekannten Pessués, der diesem zuvor in Macedi als Fitness- und später als Assistenztrainer zur Seite gestanden hatte und für eine kontinuierliche Fortführung des erfolgreichen Offensivfußballs steht.
Manchester City
Nach einem einjährigen "Sabbatical" kehrte Pessué im Sommer 2015 ins Trainergeschäft zurück und wurde als neuer Cheftrainer des englischen Spitzenklubs Manchester City vorgestellt, wo er den zuletzt glücklosen Chilenen Manuel Pellegrini ablöste. Neben der Verpflichtung Pessués startete City zudem eine Transferoffensive und gab für Spieler wie Kevin de Bruyne, Raheem Sterling, Nicolás Otamendi und Fabian Delph insgesamt über 200 Millionen Euro aus. Allerdings gelang es den "Citizens" unter Pessués Führung lediglich, den englischen League Cup zu gewinnen, sodass sich Klub und Trainer nach einem Jahr wieder trennten. Nachfolger wurde Pep Guardiola.
Racing Servette
Nach dem ernüchternden Gastspiel in Manchester nahm Pessué im Sommer 2016 ein Angebot des mikolinischen Erstligisten Racing Football aus Servette an, wo er den Ungarn Janos Hrubika als Cheftrainer ablöste. Unter Pessués Leitung konnte der milliardenschwere Hauptstadtklub seine Stellung als Nummer 1 in Mikolinien vom Lokalrivalen und Rekordmeister Servettense SC zurückerobern und gewann zweimal infolge das nationale Double aus Pokal und Meisterschaft.
Sagradische Nationalmannschaft
Nach dem Ausscheiden Sagradiens im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 und dem endgültigen Rückzug von Joán Restávio in den Ruhestand wurde Daniel Pessué im August 2018 vom sagradischen Verband als neuer Auswahltrainer der Nationalmannschaft vorgestellt. Über die Zahlung einer Ausstiegsklausel Pessués bei Racing Servette wurde Stillschweigen vereinbart.
Als Trainer der "Azûr" erklärte Pessué, einen allmählichen Umbruch im Team einleiten zu wollen, ohne aber einen radikalen Schnitt zu vollziehen. Nachdem Weltmeister wie David Pedrosa, Gerardo Demonça und Domênco Casseto ihren Ruckzug erklärt hatten, verzichtete Pessué bei seinem Debüt als Trainer einstweilen auch auf verdiente Spieler wie Joaquín Nabarro und Fran Celades und nominierte stattdessen junge Talente wie Sonny Lukinga und Marián Ferate.
Stationen und Erfolge
Stationen als Trainer
- 2005-2006: Tulisium Football U-19
- 2006-2008: AS Macedi (MIC)
- 2008-2014: Tulisium Football
- 2015-2016: Manchester City (ENG)
- 2016-2018: Racing Servette (MIC)
- seit 2018: Sagradische Fußballnationalmannschaft
Erfolge als Trainer
Mit Macedi
Mit Tulisium
- Sagradischer Meister 2009, 2010, 2011, 2013
- Championsleague-Sieger 2010
- Klub-Weltmeister 2010
Mit Man City
- Englischer League-Cup-Sieger 2016
Mit Racing
- Mikolinischer Meister 2017, 2018
- Mikolinischer Pokalsieger 2017, 2018
Auszeichnungen
- Sagradiens Trainer des Jahres 2009 und 2010
- IFFHS-Weltklubtrainer 2010