Mesarque SC
| Mesarque SC | ||
| Voller Name | Mesarque Sport Club | |
| Ort | Mesarque | |
| Spitzname | Cavalieres | |
| Gegründet | 1904 | |
| Vereinsfarben | blau-weiß | |
| Stadion | Estâdiu Central "Ferrera Miso" | |
| Kapazität | 43.000 | |
| Rekordspieler | ||
| Rekordtorschütze | Francisco Simonés | |
| Präsident | ||
| Cheftrainer | Daniel de Vil | |
| Spielklasse | Premera Liga | |
Der Mesarque Sport Club (zu deutsch meist SC Mesarque) ist ein sagradischer Fußballverein aus der bordezischen Stadt Mesarque. In der Vereinsgeschichte gewannen die Cavalieres zwei nationale Meisterschaften, einmal die Copa Sagradia und standen in zwei UEFA-Cup-Finalspielen. Größter Erfolg in der Vereinsgeschichte war der Gewinn des UEFA-Cups im Jahr 1978.
Der Mesarque Sport Club trägt seine Heimspiele traditionell im städtischen Estâdiu Central aus, das im Namenszusatz nach dem früheren Mesarquer Meistertrainer Santiago Ferrera Miso benannt ist und Platz für 43.000 Zuschauer bietet. Das Stadion teilte sich der Klub zeitweise mit dem Lokalrivalen CD Sagradia Mesarquense.
Inhaltsverzeichnis
Vereinsgeschichte
Aufstieg zum Topklub
Die große Zeit der Cavalieres begann nach dem Zweiten Weltkrieg. Nachdem das Team die Zweitliga-Saison 1942 als Tabellenerster beendet hatte, nahmen die Mesarquenser in der ersten wieder ausgespielten Meisterschaftssaison 1945/46 erstmals an der Premera Liga teil und konnten sich dort auf Anhieb in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. 1952 wurde Mesarque erstmals Vizemeister hinter dem FC Bosa und 1956 erstmals sagradischer Pokalsieger. In der Saison 1957/58 rutschten die Cavalieres aber erstmals in die Abstiegsränge und musste den Weg in die Segôna Liga antreten.
Wiederaufstieg und Erfolgsära Ferrera Miso
Nach dem Abstieg übernahm Santiago Ferrera Miso das Team, der den Klub binnen eines Jahres wieder zurück ins Oberhaus führen und die erfolgreichste Ära der Klubgeschichte einleiten und prägen sollte. Ferrera Miso schaffte den unmittelbaren Wiederaufstieg mit einem ambitionierten Team, das sich in der Premera Liga etablieren konnte und bald bereits zu einem der Topteams reifte. Nach einer zweijährigen Konsolidierungsphase wurde Mesarque 1962 völlig überraschend Vizemeister und gewann danach zweimal in Folge die sagradische Meisterschaft. Angeführt wurde das Team vom zurückgekehrten Kapitän Gustavo Detânia, Nationalspieler Paulo Ferrer und dem jungen Francisco Simonés, der unter Ferrera Miso zum Topstürmer der Liga reifte und insgesamt viermal Torschützenkönig der Premera Liga werden konnte. In der Spielzeit 1964/1965 erreichte der MSC zum ersten Mal das Halbfinale des Europapokals der Landesmeister, nach Platz 4 in der Saison 1965/1966 verließ jedoch Ferrera Miso das Team, 1969 wechselte Simonés zum FC Bosa und die Mannschaft fiel in eine sportliche Krise.
Krise, Konsolidierung und die Ära Simonés
In den Saisons 1966/67 und 1967/68 fand sich der MSC nur noch im Mittelfeld der Liga wieder, in den beiden Folgesaisons spielten die Cavalleres gar gegen den Abstieg. Erst Gustavo Detânia, der 1970 als Cheftrainer zum Klub zurückkehrte, brachte wieder Stabilität ins Team und führte dem MSC Anfang der Siebziger Jahre wieder ins obere Tabellendrittel zurück. Mit dem zurückgekehrten Simonés als Stürmer wurden die Cavalleres 1974 Dritter in der Liga, 1976 Sieger in der Copa Sagradia und 1977 Vizemeister hinter Tulisium. Danach übernahm Simonés das Amt des Cheftrainers. Mit den Nationalverteidigern Fernando Lasarra und Manuel López, die zusammen 1976 Europameister in Mikolinien wurden, sowie Francisco Nélez Clemente verfügte der MSC in den Siebziger Jahren über eine der besten Abwehrreihen der Liga, mit Manuel Estrubal zudem über einen talentierten Spielmacher. Simonés blieb insgesamt acht Jahre lang Trainer der Cavalleres, die 1982 nur knapp hinter dem FC Semesta die vierte Meisterschaft der Vereinsgeschichte verpassten und 1984 nochmals Dritter wurden. Größter Erfolg der Ära war der Sieg im UEFA-Pokal 1981.
Erfolge der späten Achtziger und frühen Neunziger Jahre
Die erfolgreiche Ära Simonés endete 1984/1985 mit einer Enttäuschung. Völlig unerwartet geriet Mesarque in Abstiegsnot und konnte sich erst am letzten Spieltag der Saison retten. Simonés verließ daraufhin den Klub und es folgten durchwachsene Zeiten mit mehreren Trainerwechseln, in denen Mesarque – mit den Nationalspielern Diego Juván und Luis Arielli im Team – zweimal erst im Finale der Copa Sagradia scheiterte, ehe Arcélio Maraçal den Verein 1990 zur Vizemeisterschaft führen konnte und wieder als Spitzenteam etablierte. 1991 übernahm Joán Restávio als Trainer die Mannschaft, setzte den Erfolgskurs fort und wurde 1992 Vierter, 1993 Dritter der Liga. Das Pokalfinale 1992 verloren die Cavalleres nur knapp gegen den FC Duerez. Vor der Saison 1993/1994 gelang es zudem, mit den Nationalspielern Marco Tinita und Paulo Sensino sowie dem norwegischen Spielmacher Kjetil Nörlund, die Mannschaft mit herausragenden Spielern zu ergänzen. Zwar blieb der große Erfolg in der Liga aus, das Team erreichte aber zum ersten Mal seit dem Triumph 1978 das Finale des UEFA-Cups, das die Bordezer nach zwei knappen 0:1-Niederlagen gegen Inter Mailand verloren.
Krisenjahre und Fahrstuhlzeit
Die Niederlage im UEFA-Cup beendete die erfolgreiche Ära unter Joán Restávio, der den Klub in Richtung Lazio Rom verließ. Mit seinem Erfolgstrainer, Stürmer José Luis Acongardo, Spielmacher Kjetil Nörlund und dem Mittelfeldspieler Jocéntilo Esalla verloren die Cavalleres wichtige Stützen im Team. Restávios Nachfolger Arcélio Maraçal konnte an seine früheren Erfolge mit dem Team nicht anknüpfen, das dreimal in Folge nur im Mittelfeld der Liga landete. Unter António Coreçú gerieten die Mesarquer 1997/1998 sogar in Abstiegsgefahr und standen zu Beginn der Rückrunde auf dem 17. Tabellenplatz. Erst Trainerlegende Francisco Chamot als Feuerwehrmann konnte den Abstieg vorerst abwenden, der das Team aber in der Folgesaison traf. Von Beginn an im Abstiegskampf, bildete Mesarque seit Beginn der Rückrunde das klare Schlusslicht der Liga und musste bereits drei Spieltage vor Schluss den Abstieg bedauern. Erstmals seit 41 Jahren spielte Mesarque 1999/2000 in der Zweiten Liga. Was folgte war eine Fahrstuhlzeit. Dem gelungenen direkten Wiederaufstieg als Dritter der Zweiten Liga folgte zwei Jahre lang permanenter Abstiegskampf, ehe die Bordezer 2002 erneut in die Segona Liga absteigen mussten, unter Trainer Joán Fernandez aber abermals den direkten Wiederaufstieg schafften. Der Aufstieg schürte in Mesarque die Erwartungen, an alte Erfolge anzuknüpfen, die nach dem Abgang Fernandez’ im Winter 2004/2005 aber weder dessen Nachfolger Domênco Ollez, noch der als Trainer-Manager zurückgekehrte Diego Juván erfüllen konnten. Die übergroßen Erwartungen, Fehleinkäufe und die ständigen Querelen im Umfeld führten schließlich 2007/2008 zu einer Katastrophensaison, in der die Mesarquer als Tabellenletzter erneut den Gang in die 2. Liga antreten mussten.
Rückkehr und Etablierung in Liga 1
Mit dem mikolinischen Trainer Ludovic Peregri erreichten die Kavaliere in der Saison 2008/2009 als Tabellenerster den unmittelbaren Wiederaufstieg in die Premera Liga. In der Folgesaison kämpfte der Klub um den Klassenerhalt und stand lange Zeit auf einem Abstiegsplatz. Nach der Übernahme des Trainerstuhls durch Stefano Detânia, Sohn des früheren MSC-Spielers und Trainers Gustavo Detânia, konnte der Klassenerhalt jedoch gesichert werden. In der Saison 2010/2011 konnte sich die Mannschaft mit einem 13. Tabellenplatz im Mittelfeld sichern, ehe in der Spielzeit 2011/2012 nach starken Leistungen in der Rückrunde sogar das Vordringen in die Europa League gelang. Erstmals seit der Saison 1994/1995 war die Mannschaft damit wieder im internationalen Wettbewerb vertreten.
Unter der Leitung von Sportdirektor Luis Javier Pizzo (2011-2018) etablierte sich Mesarque auch als Adresse für die Fortentwicklung von Spielern. Nach einer sportlichen Krise in der Saison 2014/2015 wurde Trainer Detânia entlassen und durch den Mikolinier Daniel De Vil ersetzt, unter dem die Kavaliere den Klassenerhalt sichern und sich in den beiden Folgespielzeiten wieder für den internationalen Wettbewerb qualifizieren konnten.
Erfolge
- 2 Mal Sagradischer Meister: 1963, 1964
- 1 Mal Sagradischer Pokalsieger: 1976
- 1 Mal UEFA-Pokal-Sieger: 1981
- 1 Mal UEFA-Pokal-Zweiter: 1994
Fans und Rivalitäten
Die Fans des Mesarque Sport Club werden als Mesarquistas bezeichnet und haben den Ruf, besonders leidenschaftlich zu sein. Eine traditionell energisch gepflegte Rivaltität verbindet die Mesarquistas mit dem Lesnário FC aus dem nahegelegenen Biniar. Die Duelle der "Cavalieres" und der "Leones" werden auch als Derbi de Bordez bezeichnet.