Bloco de Sinistra
Der Bloco de Sinistra war ein Bündnis der sagradischen Linken in der 8. Nationalversammlung (1917-1921) bestehend aus dem Partido Radical, dem Partido Socialista sowie den Radikalsozialisten Donado Salgados. Nachdem die Linke die Parlamentswahl 1917 gewonnen hatte, bildete der Radikalliberale Francisco Calbane ein Kabinett, das sich auf die Parteien des Bloco stützte. Gegen die offizielle Unterstützung der Regierung durch die Sozialistische Partei spalteten sich 21 Abgeordnete der Fraktion sowie der linke Parteiflügel als Partido Socialista Independiente (PSI) ab und versagten der Regierung die Unterstützung.
Die Sozialisten stellten zwar anfänglich keine Minister, traten jedoch 1919 auch offiziell mit eigenen Vertretern in die Regierung ein. Ziele des Bloco waren vor allem laizistische und soziale Reformen. Der Bloco hielt die gesamte Legislaturperiode und unterstützte auch die zweite Regierung von Carles Simón López. Bei der Parlamentswahl 1921 verlor der Bloco seine Mehrheit im Parlament, woraufhin es zur Bildung einer Großen Koalition mit der rechtsliberalen Republikanischen Allianz kam.