Democratia Libral
Die Democratia Libral (kurz DL, deutsch Liberale Demokratie) ist eine liberale Partei in Micolinien. Die DL ging 1985 aus dem Partit Democrat Libral (PDL) hervor, der sich nach Abspaltung des rechten Parteiflügels in der UPD 1979 ein linksliberales Profil gegeben hatte. 1985 vereinigte sich die PDL mit der aus den neuen sozialen Bewegungen stammenden progressiven Liga Democrat (LiD) und gab sich den neuen Namen Liberale Demokratie.
Bis 1988 in der Opposition, war die Partei 1988-1992 erstmals an einer Regierung mit Christdemokraten und der rechtsliberalen UPD beteiligt. Nach dem Sieg der Sozialisten bei der Parlamentswahl 1996 bildete die DL erstmals eine Mitte-Links-Regierung mit den Sozialisten, an der auch die Grünen beteiligt waren, und öffnete sich damit dem linken Spektrum, was der Wähler aber im Juni 2000 mit einer klaren Niederlage der DL abstrafte, die ihren Stimmenanteil von 12,8 Prozent auf 6 Prozent mehr als halbierte. Daraufhin als kleinster Koalitionspartner in der Dreierkoalition von Albert Nobel aus CDM, UPD und DL beteiligt, verlor die DL im Juni 2004 erneut über die Hälfte ihrer Stimmen und musste mit 2,6 Prozent in die Opposition gehen. Bei der vorgezogenen Abgeordnetenhauswahl im Januar 2006 gelang es der DL nicht, ihren Stimmenanteil zu vergrößern, doch gehörte die Partei nun wieder der alten Dreierkoaliton mit CDM und UPD an. Zwar eindeutig schwächster Partner mit 6 Mandaten, nahm die DL als Mehrheitsbeschaffer der bürgerlichen Koalition wieder eine Schlüsselstellung ein.
Bis zum Jahr 2000 bestand als golische Schwesterpartei der DL die Partet Liberal Gŏols. Nachdem sich die Partei aber von der DL gelöst hatte, bestehen seither in Golen ein DL-Verband sowie die konkurrierenden Liberals Gŏols (LG), die seit 2006 wieder gemeinsam zu Wahlen antreten. Die DL ist Mitglied der Liberalen Internationale sowie der Europäischen Liberalen in ELDR und ALDE-Fraktion. Ein DL-naher Jugendverband trägt den Namen Joventut Libral (JL).