Lesnário FC

Aus Sagradien
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Der Lesnário Fútbol Club ist ein Fußballverein aus der mittelsagradischen Stadt Biniar. Die Verdes gehörten in den Zwanziger Jahren (mit vier nationalen Meisterschaften der legendären Super Lesnário um Iacinto Defilipis) sowie in den ersten beiden Nachkriegsjahrzehnten (mit Erfolgen der so genannten Magníficoes um Walter Serrano, u.a. im Messepokal 1962) zu den erfolgreichsten Vereinsmannschaften Sagradiens. Bis heute hat der Verein mit insgesamt fünf nationalen Meisterschaften die fünftmeisten Liga-Erfolge in Sagradien vorzuweisen.

Nach dem Gewinn des letzten nationalen Titels in der Copa Sagradia 1989 (u.a. mit Daniel Pessué) folgten seit den Neunziger Jahren insgesamt drei Ab- und zwei Aufstiege. Seit 2012 spielt die erste Mannschaft des Vereins in der zweiten sagradischen Liga.

Vereinsgeschichte

"Il Super-Lesnário"

Im Jahr 1924 stand der LFC zum ersten Mal im Meisterschaftsfinale, das die Mannschaft jedoch gegen den FC Lemez verlor. Nichtsdestotrotz war die Niederlage der Auftakt für eine Erfolgsära der Grünen, die 1925/1926 zu den Gründerteams der nationalen Profiliga gehörten. Nach Platz Fünf in der ersten Ligasaison wurden die Bordezer zwischen 1927 und 1930 viermal in Folge sagradischer Meister und stellten damit einen nationalen Rekord auf, der erst 2001 von Rekordmeister Juvantêsa eingeholt werden konnte. Absoluter Star der Meistermannschaft war Nationalstürmer Iacinto Defilipis, der bis heute Rekordtorschütze der Bordezer ist. Nach dessen Abgang 1931 zerfiel das Team der Super-Lesnário allmählich. 1934 konnte der LFC erstmals die Copa Sagradia gewinnen, 1937 verpasste der Klub im Ligaduell gegen die Juvantêsa mit Defilipis nur knapp die fünfte Meisterschaft, weitere Erfolge blieben ohne Defilipis aber aus. Anstelle der „Verdes“ übernahmen die Juvantêsa, der FC Bosa, der FC Duerez und schließlich der vom Álamo-Regime protegierte FC Semesta die nationale Dominanz und verwiesen den Serienmeister der Zwanziger Jahre auf die Plätze.

"Ils Magníficoes"

Nach dem Zweiten Weltkrieg schien der Lesnário FC zunächst an frühere Erfolge anknüpfen zu können und wurde 1946 zum zweiten Mal sagradischer Pokalsieger. 1949 und 1953 erreichte die Mannschaft um Torwartlegende Walter Serrano Platz 3 in der Liga, 1957 wurden die Grünen mit Defilipis als Trainer Vizemeister, für die großen Erfolge fehlten aber meist die letzte Durchschlagskraft und die Konstanz in der Liga. Eine zweite Blütezeit erlebte der Lesnáro FC erst in den Sechziger Jahren, als das Team der „Magníficoes“ den Messepokal des Jahres 1962 gewinnen konnte, danach dreimal in Folge im Finale der Copa Sagradia stand und den Wettbewerb 1966 schließlich unter dem jungen Trainer Santiago Arrántxez gewinnen konnte. 1967 führte dieser die Mannschaft zur 5. Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Zum Meisterteam gehörten u.a. die Nationalspieler Rafael, Guillamo Aguirre und Ánibal Viela, Star der Mannschaft aber war der Paraguayer Alberto Fuente. Mit Fuente als Stürmer und unter der Leitung von Erfolgstrainer Francisco Chamot verpasste Lesnário im Jahr 1970 nur knapp eine erneute Meisterschaft und wurde Zweiter hinter dem FC Bosa, 1973 mussten die Grünen erneut nur den Bosanern den Vortritt lassen, dieses Mal aber mit einem deutlichen Punkteabstand.

Die Siebziger und Achtziger Jahre

Mitte der Siebziger Jahre erlebte der LFC einen personellen Umbruch. Die Stars der Magníficoes hatten den Verein verlassen oder ihre Karriere beendet, in der Saison 1976/1977 fand sich die Mannschaft plötzlich im Abstiegskampf wieder und wurde nur 13. in der Liga. Unter dem paraguayischen Trainer Luciano Botero wurde daraufhin eine neue Mannschaft um die späteren Nationalspieler Luis Joán Gomes und Fernando Vales aufgebaut, die 1979 Vierter und 1980 erneut hinter dem FC Bosa Vizemeister wurde. 1982 erreichte das Team unter Trainer [[[Arcélio Iniagui]] das Halbfinale des UEFA-Pokals, 1985 standen die Bordezer im Endspiel der Copa Sagradia. In der Folge bauten Iniagui bzw. seit 1988 dessen früher Assistent Ticiano De la Costa als Nachfolger vermehrt junge Nachwuchstalente ins Team ein, dazu gehörten die U-21-Europameister von 1986 Emanuel Kappa und Santiago Nelozabal sowie die U-20-Weltmeister von 1987 Enrico Torc und Daniel Pessué, der bald zum Superstar des Teams aufstieg. Das junge Team um Pessué erreichte in der Saison 1988/1989 seinen Zenit, gewann die Copa Sagradia und wurde Ligadritter, ehe die Grünen in der Saison 1989/1990 erst im Halbfinale des UEFA-Cups am späteren Sieger Juventus Turin scheiterten.

Krise, Abstieg und Rückkehr

Nach diesen Glanzzeiten gelang es dem LFC jedoch nicht, die Talente und Stars im Klub zu halten. Nacheinander verließen Pessué, Kappa, Torc, Nelozabal und Trainer De la Costa den Verein, der unter dem schottischen Trainer James Douglas in eine sportliche Krise rutschte und sich in den Folgespielzeiten jeweils nur im Mittelfeld der Liga wiederfand. 1993/1994 mussten die Grünen gar unter Trainer Selle Ebrulla gegen den Abstieg kämpfen, den Ebrullas Nachfolger Carles Vargas erst am letzten Spieltag verhindern konnte. Doch auch in der Folge spielten die Bordezer stets im unteren Tabellendrittel. Der Lesnário Fútbol Club war bis dahin eine der wenigen Mannschaften gewesen, die jede Spielzeit in der Premera Liga verbracht hatte, bis der Klub schließlich 1998 nach 72-jähriger Ligazugehörigkeit in die Segona Liga absteigen musste und dort vier Jahre lang blieb, ehe dem Wiederaufstieg der direkte Wiederabstieg folgte. Nach dem erneuten Aufsteig 2005 unter Cheftrainer Marcelo Corrente gehört der Klub seither wieder der Premera Liga an.

Premera Liga 2005-2012

Nach dem Wiederaufstieg 2005 konnte sich der LFC wieder in der Premera Liga etablieren und belegte im ersten Jahr Platz 9. Durch das Vordringen ins Finale der Copa Sagradia 2006, das die Grünen gegen den FC Semesta verloren, qualifizierte man sich sogar für den UEFA Cup. Unter Trainer Marcelo Corrente fand sich Lesnário in den beiden Folgespielzeiten jeweils im Mittelfeld der Liga wieder, ehe Corrente im Sommer 2008 durch José António Hernandes als Trainer ersetzt wurde. Die Ambitionen des Klubs auf einen Platz im vorderen Tabellendrittel und die Teilnahme an internationalen Wettbewerben wurden unter Hernandes enttäuscht, der mit seinem Team gegen Ende der Saison sogar gegen den Abstieg spielen musste. Mit Platz 14 sicherte der Trainer zwar den Klassenerhalt, wurde aber im Sommer durch den Argentinier Jaime Pellegrini ersetzt. Nach Platz 9 in der Saison 2009/2010 verließ Pellegrini die Mannschaft nach nur einem Jahr in Richtung Ligre North Sportivo und wurde durch Santiago Nelozabal ersetzt, unter dem sich das Team jedoch im Abstiegskampf wiederfand, sodass der in Ligre North inzwischen entlassene Pellegrini zum Ende der Saison 2010/2011 auf den Trainerstuhl zurückkehrte und den Klassenerhalt sicherte. Unter Pellegrini folgte jedoch eine erneut katastrophale Rückrunde, die den LFC erneut in Abstiegsgefahr brachte. Im März 2012 zog die Klubführung schließlich die erneute Reißleine und ersetzte Pellegrini durch den früheren Cheftrainer Marcelo Corrente, der jedoch den dritten Abstieg aus der Premera Liga nicht verhindern konnte. Am Ende landete der Klub auf dem vorletzten Tabellenplatz, woraufhin der Vertrag mit Corrente nach nur drei Monaten aufgelöst wurde. Neuer Cheftrainer in der Segona Liga ist seit Juli 2012 Teófilo Dante, der zuvor den Zweitligisten FC Viça betreut hatte.

Erfolge