Cristina Bosch
Cristina Ysabel Bosch-Millard (*1985) ist eine sagradische Politikerin, die seit 2013 der sagradischen Abgeordnetenkammer angehört. Sie war von Januar 2022 bis Dezember 2024 politische Sprecherin der SDU und zuvor von 2017 bis Dezember 2021 Fraktionssprecherin in der sagradischen Abgeordnetenkammer.
Karriere
Cristina Bosch studierte soziale Arbeit und war während des Studiums sowie im Anschluss daran als Sozialarbeiterin tätig. Sie engagierte sich zudem früh für das globalisierungskritische Netzwerk Attac, war bei der Parlamentswahl 2006 Kampagnenmitarbeiterin des linken Wahlbündnisses SDU und wurde im Jahr 2008 als parteilose Kandidatin für die SDU in den Stadtrat von Viça gewählt.
Im Jahr 2010 trat die bis dahin parteilose Bosch auch formell der linken SDU bei. Seit 2013 ist sie Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer, wo sie zunächst als frauenpolitische Expertin ihrer Partei fungierte. Von nationalen Medien wurde sie danach neben Nícola Mersenburg-López und Lina Abrami zu den "jungen Wilden" der Linken gerechnet. die der Führung um Paulo Satyres kritisch gegenüberstanden. Sie selbst bezeichnete sich als Teil einer "feministisch-emanzipativen Linken" und kritisierte die bestehenden "Männer-Netzwerke" im Parlament.
Nach der Parlamentswahl 2017 wurde Cristina Bosch zur parlamentarischen Sprecherin ihrer Fraktion gewählt. Als solche löste sie Arrantxa Bigoudet ab. Nach dem angekündigten Rückzug von Nícola Mersenburg-López erklärte Cristina Bosch ihre Kandidatur um die Nachfolge und gab ihr Fraktionsamt daraufhin an Liane Col-Santistebal ab. Im Januar 2022 wurde Bosch als einzige Kandidatin zur neuen Politischen Sprecherin der SDU gewählt.
Sie führte die SDU als Spitzenkandidatin in die Parlamentswahl 2023, bei der die SDU Verluste hinnehmen musste und 5 Prozent der Stimmen erreichte. Nachdem sie zunächst in ihrem Führungsamt bestätigt worden war, erklärte Bosch im Herbst 2024 ihren Rückzug aus der ersten Reihe. Ihre Nachfolge als politische Sprecherin trat im Dezember 2024 die Europa-Abgeordnete Lina Abrami an.
