FC Nonthí
| FC Nonthí | ||
| Voller Name | Nonthí-Moçón Football Club | |
| Ort | Nonthí | |
| Spitzname | Moçonitœs | |
| Gegründet | als Nonthí-Moçón Foot-Ball 1922 als Fútbol Club de Nonthí 1993 als Nonthí-Moçón Football Club | |
| Vereinsfarben | dunkelrot | |
| Stadion | Estâdiu de Moçón | |
| Kapazität | 28.000 | |
| Eigentümer | Acênio Proprietáes SA | |
| Präsident | António Acênio | |
| Sportlicher Leiter | Guillamo Franco | |
| Cheftrainer | Yannick Bennarec | |
| Spielklasse | Premera Liga | |
Der Nonthí-Moçón Football Club (bis 1922 Nonthí-Moçón Foot-Ball, 1922-1993 Fútbol Club de Nonthí, zu deutsch meist FC Nonthí) ist ein sagradischer Fußballverein aus dem Nontheser Stadtteil Moçón. Der heutige Verein wurde im Jahr 1993 als Nachfolgeklub des insolventen sagradischen Vizemeisters von 1915 Fútbol Club de Nonthí gegründet. In den Jahren 2002-2012 gehörten die Moçonitœs zu den erfolgreichsten Vereinen in Sagradien, gewannen zweimal die Copa Sagradia sowie im Jahr 2006 den UEFA-Cup.
Seine Heimspiele trägt der Klub im Estâdiu de Moçón aus, das Platz für 28.000 Zuschauer bietet. Größte Rivalen sind traditionell der Fußballklub aus dem benachbarten Cuentra sowie die Mannschaft von Sportivo Vesaey, gegen die das "Derbi de Sesín" gespielt wird.
Inhaltsverzeichnis
Abgrund und Neuanfang
Aufgrund sportlicher Misserfolge und wirtschaftlicher Probleme rutschte der Verein nach dem Erstliga-Abstieg 1992 in die größte Krise seiner Klubgeschichte. Nach einem Jahr in der Zweiten Liga, das man sportlich mit einem enttäuschenden 9. Tabellenplatz abschloss, erhielt der hochverschuldete Klub nicht die Lizenz für eine weitere Saison im Unterhaus. Stattdessen wurde der Klub nach Verstößen gegen Auflagen in die 4. Liga strafversetzt, woraufhin der Verein im Juni 1993 Konkurs anmelden musste. In dieser Situation übernahm António Acênio das Amt des Klubpräsidenten. Der Unternehmer und Eigentümer des ansässigen Lebensmittelkonzerns Orpén sanierte den Klub und gründete mit dem Nonthí-Moçón Football Club SAD eine Kapitalgesellschaft, die die sportlichen Aktivitäten des bisherigen Vereins übernahm.
Zudem beförderte Acênio den bisherigen Kapitän Piero Caballes zum Teamchef der Viertliga-Mannschaft. Ein komlett neues Team wurde zusammengestellt, das in der Saison 1993/1994 den Aufstieg in die 3. Spielklasse schaffte. Nach diesem ersten Erfolg, den Caballes mit einer jungen Mannschaft erreicht hatte, wurde mit Domênco Ollez ein ehemaliger Erstliga-Trainer verpflichtet, der den Klub innerhalb von drei Jahren wieder zurück in die Premera Liga führen sollte. Nach dem prompten Durchmarsch in die Segona Liga in der Saison 1994/1995 schaffte Ollez es, das Team zunächst mit einem sicheren Mittelfeldplatz in der 2. Liga zu etablieren und in der Folgesaison 1996/1997 zur Zweitliga-Meisterschaft zu führen. Dank der kräftigen Finanzspritzen des Orpén-Konzerns war das Team wirtschaftlich völlig gesundet und mit einer jungen, hungrigen Mannschaft bestens für die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus gerüstet.
Vom Abstiegskampf zum UEFA-Cup-Sieg
Erfolgstrainer Ollez aber wechselte nach Streitigkeiten mit dem Clubchef zum CA Semestín, Nachfolger wurde mit António Arías ein ehemaliger Meistertrainer. Dieser schaffte sofort einen hervorragenden siebten Platz in der Liga. Dieser Erfolg konnte aber nicht wiederholt werden. Stattdessen folgte ein allmählicher Rutsch von Platz 9 über Platz 12 im Jahr 2000 bis hin zur Saison 2000/2001, in der sich der Klub im Abstiegskampf wiederfand, Trainer Arías entließ und von dessen Nachfolger Damiano Zamorra schließlich auf Platz 14 gerettet wurde. Im Folgejahr musste dieser aber erneut gegen den Abstieg kämpfen und wurde bereits im Oktober 2001 durch Luca Gallardo ersetzt, der nach nur fünf Monaten auf einem Abstiegsplatz an Ramón José-Vells übergeben musste. Dieser rettete den Klub am letzten Spieltag vor dem Abstieg und baute, unterstützt vom neuen Sportdirektor Roberto Bastiano (früher Spieler bei Lesnário FC, FC Nonthí u.a.), eine neue hungrige Mannschaft auf, die zum Überraschungsteam der Folgesaison avancierte und am Ende Platz 6 erreichte. Mit Juliano Valpieta und Rafael Velozo avancierten zwei Schlüsselspieler des Teams zu festen Größen im sagradischen Nationalteam. Mit diesen konnte sich der Verein mit den Plätzen 5 (2004), 4 (2005) und 3 (2006, 2007) in der Spitzengruppe der Liga etablieren. Den größten Erfolg konnte der FC Nonthí unter Trainer José-Vells mit dem Sieg im Finale des UEFA-Pokals 2006 gegen den FC Sevilla feiern.
Erfolge der Ära Martinez
Nach dem UEFA-Cup-Erfolg verließ der Erfolgstrainer den Verein, nicht ohne seinen Abgang auf Streitigkeiten mit dem machthungrigen Klubboss Acênio zurückzuführen. José-Vells hatte sich nicht auf einen neuen Kontrakt einigen können und war zum schottischen Verein Glasgow Rangers gewechselt. Sein Nachfolger wurde der argentinische Teamchef Oscar Martínez, der nahtlos an die Erfolge seines Vorgängers anknüpfen konnte und den Klub im ersten Jahr auf Platz drei in der Liga und zum ersten Pokalsieg der Klubgeschichte führte. In den folgenden Jahren etablierte sich der Klub in der Spitzengruppe der Premera Liga und nahm in den Saisons 2006/2007 und 2007/2008 an der UEFA Champions League Teil, wo das Team zweimal in Folge das Achtelfinale erreichte. In der Spielzeit 2008/2009 wurde der Klub trotz des Abgangs der Spitzenverteidiger João Silva und Juliano Valpieta erstmals in der Klubgeschichte Vizemeister und qualifizierte sich auf diesem Weg direkt für die Champions League.
Nach dem Wechsel von Superstar Maurice Kapieda zu Real Madrid folgte jedoch eine enttäuschende Spielzeit 2009/2010, in der das Team nicht überzeugen konnte und am Ende nur Siebter in der Liga wurde. Dennoch qualifizierte sich der Klub mit dem zweiten Pokalsieg in drei Jahren erneut für den internationalen Wettbewerb, wenn auch nur für die Europa League. Im Finale der Copa Sagradia besiegte Nonthí den SC Mistrech.
Umbruch im Team
Mit dem Wechsel von Sportdirektor Roberto Bastiano zum FC Bosa im Sommer 2010 verließ der wesentliche Architekt der vergangenen Erfolge den Klub. Mit dem dritten Platz in der Saions 2010/2011 konnte sich Nonthí wieder in der absoluten Spitzengruppe der Liga festsetzen, doch verließen weitere Schlüsselspieler wie der Mikolinier Filip Lusard den Verein, während die vom neuen Sportdirektor Joaquín Saltes verpflichteten Neueinkäufe wie Lincoln Oliveira und Mário Agüer nicht die erhoffte Verstärkung bedeuteten. Mit Guillamo Franco verpflichtete der Klub daher im Sommer 2011 einen neuen Gesamtverantwortlichen für den Profifußballbereich. In der Saison 2011/2012 erreichte Nonthí nur den achten Platz in der Liga und verfehlte damit erstmals seit 2002 die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Als Resultat dieser Entwicklung verließ im Sommer 2012 mit auch Erfolgstrainer Oscar Martinez nach sechs Jahren den Verein.
Sein Nachfolger wurde der ehemalige Nonthí-Profi Ivan Sandres, der jedoch bereits im April 2013 entlassen wurde, nachdem der Klub in Abstiegsgefahr geraten war. Bis zum Saisonende übernahm Julen Amâncio die Mannschaft, der die Saison auf Platz 13 beendete. Der eingeleitete Umbruch im Team wurde daraufhin in der Saison 2013/2014 nochmals beschleunigt. Unter dem mikolinischen Cheftrainer Josep Montanier wurden Topverdiener wie der zwischenzeitig als Hoffnungsträger zurückgekehrte und als Kapitän eingesetzte Starspieler Maurice Kapieda oder der als Nachwuchstalent verpflichtete Mário Agüer nach durchwachsenen Leistungen aussortiert und mussten den Verein verlassen. Leistungsträger wie Stürmer Nicolás Caballero und aufstrebende Talente wie David Aranjuez mussten verkauft werden. Dennoch gelang in der Saison 2014/2015 einer erneuerten Mannschaft mit Platz 7 in der Liga die Rückkehr in den europäischen Wettbewerb.
Erfolge
- 2 Mal Sagradischer Pokalsieger: 2007, 2010
- 1 Mal Sagradischer Supercup-Sieger: 2007
- UEFA-Pokal-Sieger 2006
- Sagradischer Vize-Meister 2009