Philipp VII.

Aus Sagradien
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Richard I. Jakob (von Sagradien) (*1545; †1573) war König von Sagradien (1563-1573) und Herzog von Servette (1547-1563).

Richard I. Jakob wurde 1545 in Servette als ältester Sohn von Michael III. und seiner Frau Johanna I., der jüngsten Tochter König Davids I. von Sagradien geboren. Diese mussten ihr Königtum zunächst gegen Joseph von Óstino verteidigen und wurden 1547 offiziell als König und Königin in Sagradien bestätigt. Als Kronprinz erhielt Richard Jakob zunächst den Titel eines Grafen von Vierna. Richard erhielt mit zwei Jahren die Titularregentschaft über die Servettinischen Lande und wurde fortan in Semess erzogen, wohin sein Vater und seine Mutter den Hof verlegten.

Nach dem Tod seines Vaters 1555 regierte seine Mutter Johanna alleine. Sie versuchte, die erstehende Ausbreitung der calvinistischen Religion in Sagradien mit Gewalt zu unterbinden. Die Konversion von Enrico de Esqués, dem Herzog von Viça, zum Calvinismus führte 1560 zum Ausbruch eines Krieges zwischen dem protestantischen Nordosten und den königlichen Truppen (Vizanischer Krieg). Richard heiratete 1562 Louise von Bourbon, eine Schwester Antons von Bourbon und Tante des späteren französischen Königs Heinrich IV., die ihm 1563 mit dem Prinzen Richard einen Sohn gebar. Ebenfalls 1563 dankte Johanna zugunsten ihres Sohnes ab, der nun selbst den Thron bestieg. Doch erst einige Jahre später Richard sich auf Druck der französischen Berater um seine Ehefrau hin von seiner Mutter emanzipieren und zwang sie in ein Kloster. Nun geriet er immer mehr unter den Einfluss französischer Gruppen am Hof, die enge Kontakte zu Heinrich von Navarra unterhielten. Als Heinrich 1569 zum politischen Führer der französischen Hugenotten aufstieg, konvertierte auch seine Tante Louise zur protestantischen Religion.

Spätestens seitdem führte auch Richard eine zunehmend tolerante Politik gegenüber den Calvinisten im eigenen Land. Bereits 1566 hatte er mit Enrico de Esqués Frieden geschlossen und im Toleranzedikt von Viça Gewissensfreiheit gewährt. Im Edikt von Lesta 1570 gewährte er zudem den Calvinisten die vollen Bürgerrechte und lockte damit auch viele Flüchtlinge aus Frankreich ins Land, die der sagradischen Wirtschaft zugute kamen. Nach dem Edikt von Lesta kam es bald zu Aufständen der Katholischen Liga in Sagradien, die von Frankreich unterstützt wurden (Zweiter Sagradischer Religionskrieg).

Richard starb 1573 im Alter von 36 Jahren in Semess. Nachfolger wurde sein damals erst dreizehnjähriger Sohn Richard II., der danach unter der Regentschaft seiner Mutter Louise von Bourbon stand.