CA Semestín
| CA Semestín | ||
| Voller Name | Club Atlético Semestín | |
| Ort | Semest | |
| Spitzname | Albazûres | |
| Gegründet | 1877 | |
| Vereinsfarben | weiß-blau | |
| Stadion | Syngaz Stadium, Corbón | |
| Kapazität | 45.000 | |
| Eigentümer | Maxim Fjedorow | |
| Präsident | Luis Cajara | |
| Cheftrainer | Ariel Sóprez | |
| Spielklasse | Premera Liga | |
Der Club Atlético Semestín (kurz Atlético Semestín, Club Atlético, zu deutsch meist Atletico Semest), ist ein 1877 gegründeter Sportverein aus der sagradischen Hauptstadt Semest. Die erste Fußballmannschaft des Klubs spielt aktuell in der sagradischen Premera Liga.
Die Albazûres spielen traditionell in weißen Shirts und blauen Hosen. Lange Zeit trugen sie ihre Heimspiele im Estâdiu Olímpico in Semest aus, das sich der Klub mit dem Lokalrivalen FC Semesta teilte. Seit der Saison 2012/2013 spielt der Club Atlético in Corbón im neu erbauten Syngaz Stadium mit einem Fassungsvermögen von 45.000.
Größter Erfolg in der Vereinsgeschichte ist der Gewinn der Premera Liga in der Saison 2006/2007 unter Trainer Joán Restávio.
Inhaltsverzeichnis
Aufstieg zur Nummer 2 in der Stadt
Der Club Atlético Semestín gehörte lange Zeit nicht zu den erfolgreichsten Fußballmannschaften der Hauptstadt, sondern stellte hinter dem FC Semesta, Racing Aleción und dem Acelandaro SC nur die viertwichtigste Fußballadresse in Semest dar. Erst im Jahr 1963 gelang es den Weiß-Blauen erstmals, in die Premera Liga aufzusteigen. Dem Abstieg 1965 folgte der Wiederaufstieg im Jahr 1968, woraufhin sich die Mannschaft bis 1981 im Oberhaus halten konnte. In dieser Zeit stieg der Klub auch zur zweiten Adresse in der Stadt hinter den "Füchsen" des FC Semesta auf. Beste Platzierung der Siebziger Jahre war der fünfte Platz in der Saison 1977/78.
Die 1980er und 1990er Jahren waren von größeren Fluktuationen geprägt. Nach dem Abstieg 1981 folgte die Rückkehr in die Premera Liga im Jahr 1983. Dasselbe wiederholte sich zwischen 1990 (Abstieg) und 1992 (Wiederaufstieg), ehe die Weißblauen im Jahr 1994 erneut in die Segôna Liga absteigen mussten.
Wiederaufstieg in der Ära Arxet
Im Frühjahr 1998 stieg eine Investorengruppe um den Textilfabrikaten Gaetano Arxet beim Zweitligisten ein und investierte mehrere Millionen in Spielertransfers. Mit Manuel Cuélez und José António Hernandes wurden zwei verdiente Nationalspieler und Altstars geholt, die das Team in kurzer Zeit auf Erfolgskurs brachten. Mit dem zweitligaerfahrenen Trainer Domênco Ollez feierte Atlético im Sommer 1999 die Rückkehr in die Erste Liga und besaß mit dem jungen Außenstürmer José López eines der größten Offensivtalente Sagradiens.
In der Premera Liga schaffte der Klub im ersten Jahr den Klassenerhalt souverän und wurde Zehnter in der Tabelle, geriet nach dem Karriereende von Hernandes und Cuélez und dem Wechsel von Jungstar López aber in eine Krise. Im September 2000 musste Ollez seinen Stuhl räumen. Sein Nachfolger Manuel Arrosa übernahm den Klub auf Platz 16 und führte ihn zurück ins gesicherte Mittelfeld, wo sich Atlético auch in den kommenden Spielzeiten wiederfand.
Beginn der Ära Fjedorow
Im Herbst 2004 übernahm Santiago Carles die Präsidentschaft des Klubs und kündigte einige neue Investitionen in den Kader an. Wenig später wurde bekannt, dass der russische Milliardär Maxim Fjedorow die Mehrheit der Klubaktien übernehmen werde. Dieser hatte sein Engagement beim verschuldeten Erstligisten als Geschäftspartner Carles’ von dessen Wahl zum Präsidenten abhängig gemacht und investierte nun mit dem Ziel, den Klub in die Championsleague führen zu können.
Derweil geriet Trainer Manuel Arrosa zunehmend unter Druck. Nachdem der CA stark in die Saison 2004/2005 gestartet war und die Hinrunde auf einem Championsleague-Platz abgeschlossen hatte, konnte die Mannschaft in den letzten zehn Pflichtspielen der Saison nur einen Sieg feiern und wurde letztlich nur Siebter, sodass Arrosa zum Ende der Saison seinen Stuhl räumen musste. Mit António Arías übernahm ein ehemaliger Meistertrainer, der mit dem senegalesischen Stürmer Lucien Moussa, dem tschechischen Nationalverteidiger Jakub Feska und dem italienischen Nationalspieler Michele Tossardi hochkarätige Verstärkungen vermelden durfte.
Meisterschaft und Championsleague-Qualifikation
Nach einem Skandal um Carles und dessen Rücktritt installierte Klubeigner Fjedorow mit Oscar Merringues einen engen Vertrauten als Vereinspräsidenten. Obwohl Arías den Verein in der Saison 2005/2006 auf Tabellenplatz Fünf und damit ins internationale Geschäft geführt hatte, geriet er vereinsintern zunehmend unter Druck. Die Verpflichtung des ehemaligen Meistertrainers Ticiano De la Costa als Sportdirektor im Sommer 2006 wurde als Affront gegen den Trainer gewertet, der von Beginn der Saison an unter Druck stand. Trotz millionenschwerer Verstärkungen wie George Anthony Kalou, Luiz Velho und Luigi Maria Arita schaffte es Arías nicht, die nötigen Erfolge vorzuweisen und wurde bereits im September 2006 von Erfolgstrainer Joán Restávio abgelöst, dessen Engagement bei Atlético als Coup der Klubführung gewertet wurde.
Restávio schaffte es, aus dem bunten Sammelsurium namhafter Spieler eine Mannschaft zu formen, die vor allem mit ihrer Offensivabteilung überzeugen konnte. Eine Schwächephase der Großklubs Juvantêsa und FC Bosa zu Beginn der Rückrunde 2006/2007 brachte Atlético sogar an die Tabellenspitze, wo die Mannschaft sich schließlich bis zum Ende der Saison halten konnte. Damit konnte die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte gefeiert werden. Dennoch führten das Scheitern in der Vorrunde der UEFA Champions League in der Saison 2007/2008 sowie die enttäuschenden Auftritte in der Liga im März 2008 zur Entlassung des Erfolgstrainers.
Durchwachsene Spielzeiten
Bis zum Saisonende 2008 übernahm Sportdirektor Ticiano De la Costa in Personalunion das Traineramt und sicherte dem Team mit Platz 4 die Teilnahme an der Championsleague-Qualifikation. De la Costa verließ jedoch kurze Zeit später ebenfalls den Klub. Als Nachfolger im Management wurde Fernando Lamante vom FC l'Artir verpflichtet, das Traineramt übernahm der Niederländer Art ter Reedt.
Unter Ter Reed startete das Team schlecht in die Saison und verpasste den Einzug in die Championsleague-Vorrunde. In der Liga landete die Mannschaft am Ende der Spielzeit auf dem sechsten Rang und qualifizierte sich damit nur knapp für die UEFA Europaleague. Nach einer schwachen Hinrunde der Spielzeit 2009/2010 wurde Ter Reedt im Dezember 2009 entlassen und durch den Argentinier Cláudio Bernardi ersetzt, unter dessen Führung das Team die Saison auf Platz 10 abschloss. Nachdem das Team in der Saison 2010/2011 mit Platz 9 in der Liga erneut die internationalen Ränge verpasst hatte, musste Bernardi zu Beginn der Saison 2011/2012 Platz für Domênco Ollez machen, der nach elf Jahren auf die Trainerbank des Club Atlético zurückkehrte.
Rückkehr in die Champions League
Die Saison 2011/2012 fungierte als Übergangsspielzeit, in der ein umfassender Umbruch in Team und Verein vorgenommen wurde. Der erfolglose Fernando Lamante wurde im Frühjahr 2012 als Sportlicher Leiter entlassen und durch den Italiener Graziano Maglià ersetzt. Langjährige Größen im Team wie Lucien Moussa, Jakub Feska und George Anthony Kalou verließen das Team und wurden durch jüngere Spieler wie Gaizka Amoreta, Javi Moresco und Peretti ersetzt. Zur Saison 2012/2013 zog die Mannschaft zudem aus dem fast nie ausverkauften Estâdiu Olímpico ins neu errichtete vereinseigene Stadium um, das nach einem Sponsoring-Deal mit dem russisch-sagradischen Energiekonzern Syngaz den Namen Syngaz Stadium erhielt.
Unter der Führung von Domênco Ollez qualifizierte sich der Fjedorow-Klub 2013 erstmals wieder für die Europa League und landete am Ende der Saison 2013/2014 erstmals seit 2008 wieder unter den ersten Vier und kehrte damit in die Champions League zurück. Nachdem die Mannschaft in der Saison 2014/2015 erneut eingebrochen war, wurde Trainer Domênco Ollez entlassen. Zur Saison 2015/2016 übernahm Ariel Sóprez die Leitung der Mannschaft, der zuvor Jahre lang bei Mistrech 1895 erfolgreich gewesen war. Unter Sóprez wurde der eingeleitete Umbruch der Mannschaft fortgeführt. Zentrale Figuren des Teams wurden Nationalspieler wie Gonzalo Lastiri, Lyacín Essaïdi, Ezequiel Ledesma und Lucas Guedes. Jüngere Spieler wie Javi Moresco und Cristiano del Fors stiegen zudem zu Nationalspielern auf. Mit diesem Team gelang es CA in den Saisons 2015/16 und 2016/17, sich jeweils für die Champions League zu qualifizieren.
Erfolge
- Premera Liga 2007
- Copa Sagradia 1977
- Copa de la Liga 2007
- Finale des Europapokals der Pokalsieger 1978