Fere Arrantxábal

Aus Sagradien
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Federico „Fere“ Arrantxábal (*1968 in Duerez) ist ein sagradischer Autor und Filmregisseur.

Bereits im jungen Alter von 21 Jahren mit dem Nachwuchsförderpreis der Filmakademie seiner Heimatstadt ausgezeichnet, wurde der gebürtige Duerezer Regisseur bekannt durch den von ihm 1994 in Szene gesetzten Kriminalthriller „Kreuz“ der „Luce Azûr“-Reihe über die Verbrechen der katholischen Kirche, der trotz landesweiter Kontroversen und heftigen Protesten der katholischen Rechten mit dem Iano-Xavis-Preis, dem renommiertesten Fernsehpreis des Landes, ausgezeichnet wurde. Seither galt Arrantxábal als absoluter Shootingstar unter den sagradischen Regisseuren.

Ein Jahr später lieferte er das Drehbuch zu dem Kinoerfolg „Padre i Fíliu“, einer Tragikomödie des Regisseurs Manuel Luis Ferres, und drehte das sensible Fernsehdrama „Keke“ um einen entlassenen Sexualstraftäter. Im Jahr 1997 feierte der mittlerweile 29-Jährige sein Debüt als Kinoregisseur mit dem zwar wenig erfolgreichen, aber von Kritikern hoch gelobten Drama „l’Ombra del Mundo“ (Schatten der Welt), der den Regie-Preis beim Festival de Tùles gewann.

Der endgültige Durchbruch gelang ihm aber im Jahr 1999 mit dem international erfolgreichen Kino-Mystery-Thriller „Die gläsernen Engel“ (Ángel de Cristal), der ihn zu einem der meistgefragten Regisseure und Drehbuchautoren Europas machte. Zwei Jahre später folgte der Fernsehthriller „Das Oval“ und 2002 die spanisch-französisch-sagradische Kinoproduktion „Dalí – Traum und Wirklichkeit“ über das Leben des spanischen Malers. Arrantxábals letzter Film, der düstere Psychothriller „Die Mauern von Tulis“ nach dem Bestseller von Arcélio Torres mit Ana Martínez, Sebastian Torrent und François Moreau in den Hauptrollen, lief im Jahr 2004 als sagrofranzösische Produktion mit großem Erfolg in den europäischen Kinos.

Im gleichen Jahr erschien das von Regisseur Cameron Crowe („Vanilla Sky“) gedrehte US-Remake von „Die gläsernen Engel“ unter dem Titel „Purple Shades“ in den amerikanischen und europäischen Kinos. Im Herbst 2005 kam die erste US-Produktion von Arrantxábal in die Kinos. In dem Myterythriller „The Sieve“ ist Angelina Jolie in der Hauptrolle zu sehen. Dies ist auch der erste Film, in dem Arrantxábal nicht selbst die Komposition seiner Filmmusik übernahm.

Für die 2008 abgelieferte ungewöhnliche Tragikomödie „Koma für zwei“ (Coma per Dûes) erhielt der introvertierte Regisseur den Oscar für den besten ausländischen Film, drei Europäische Filmpreise sowie drei Auszeichnungen beim sagradischen Filmpreis. Der Film zeigt in ungewöhnlichen Bildern die Liebesgeschichte zweier orientierungsloser Jugendlicher, die zur selben Zeit aus dem Koma erwachen und danach vergeblich versuchen, zurück in ihre Leben zu finden. Als Hauptdarsteller wirkten die bis dahin weitgehend unbekannten Laura Nil und Selle Iriarte, die mit dem Film schlagartig zu Stars des sagradischen Kinos wurden. Bereits vor der Oscar-Auszeichnung hatte der Film bereits sieben Carmens abgeräumt und wurde in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

Filmografie

  • 1994: „Crûce“ (TV; aus der Reihe „Luce Azûr“)
  • 1995: „Padre i Fíliu“ (Drehbuch)
  • 1995: „Keke“ (TV)
  • 1997: „l’Ombra del Mundo“
  • 1999: „Ángel de Cristal“
  • 2001: „Oval“ (TV)
  • 2002: „Dalí. Sóniu i Realitá“
  • 2004: „La Tulinêsa“
  • 2005: „The Sieve“
  • 2008: „Coma per Dûes“

Auszeichnungen

1994 Prêmiu Iano Xavis (Fernsehpreis) in der Kategorie „Bester Spielfilm“ für „Cruce“ (aus der „Luce Azul“-Reihe) 1997 Silberne Lilie (Líriu d’Argente) für die Beste Regie bei den Internationalen Filmfestspielen in Tulis für „l’Ombra del Mundo“ 2008 Oscar in der Kategorie „Bester ausländischer Film“ für „Coma per Dues“ Europäischer Filmpreis d. Kategorie „Bester europäischer Film“ für „Coma per Dues“ Europäischer Filmpreis d. Kategorie „Bestes Drehbuch“ für „Coma per Dues“ Europäischer Filmpreis d. Kategorie „Beste Regie“ für „Coma per Dues“ Sagradischer Filmpreis „Carmen“ i. d. Kategorie „Bester Film“ für „Coma per Dues“ Sagradischer Filmpreis „Carmen“ i. d. Kategorie „Beste Regie“ für „Coma per Dues“ Sagr. Filmpreis „Carmen“ i. d. Kategorie „Bestes Drehbuch“ für „Coma per Dues“