Erbteilungsplan Martins VII.: Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''Erbteilungsplan Sergis II.''' wird das Vorhaben König [[Sergi II.|Sergis II.]] bezeichnet, seine Königreiche [[Sagradien]], [[Micolinien]], [[Perucía]] und [[Golen]] nach seinem Tod unter seinen beiden Söhnen [[Gabriel IV.|Gabriel]] und [[Don Joán de Perucía|Johann]] aufzuteilen. Hintergrund war die Erkrankung Sergis, die es ihm zunehmend unmöglich machte, die Herrschaft in allen Teilen des Großreichs auszuüben.  
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Als '''Erbteilungsplan Sergis II.''' wird das Vorhaben König [[Sergi II.|Sergis II.]] bezeichnet, seine in der [[Union von Alagua]] vereinigten Königreiche [[Sagradien]], [[Micolinien]], [[Perucía]] und [[Golen]] nach seinem Tod unter seinen beiden Söhnen [[Gabriel IV.|Gabriel]] und [[Don Joán de Perucía|Johann]] aufzuteilen. Hintergrund war die Erkrankung Sergis, die es ihm zunehmend unmöglich machte, die Herrschaft in allen Teilen des Großreichs auszuüben.  
  
 
Der Plan sah vor, dass Sergis ältester Sohn Gabriel die Krone von Sagradien und Golen und sein jüngerer Sohn Johann die Krone Micoliniens und die Perucías erben sollte. Ob der Plan erst nach dem Tod Sergis greifen sollte, oder ob dieser an eine Abdankung dachte, ist bis heute ungeklärt. Als erstes stimmten die Stände Micoliniens in der '''Konvention von Marbore''' im Jahr 1368 dem Plan zu. Ehe es jedoch zu einer Bestätigung auch in den anderen Reichsteilen hätte kommen können, starb Sergis jüngerer Sohn Johann überraschend, wodurch die Konvention hinfällig wurde. Nach Sergis Tod 1378 übernahm sein Sohn Gabriel IV. daher in allen Reichsteilen die Herrschaft.  
 
Der Plan sah vor, dass Sergis ältester Sohn Gabriel die Krone von Sagradien und Golen und sein jüngerer Sohn Johann die Krone Micoliniens und die Perucías erben sollte. Ob der Plan erst nach dem Tod Sergis greifen sollte, oder ob dieser an eine Abdankung dachte, ist bis heute ungeklärt. Als erstes stimmten die Stände Micoliniens in der '''Konvention von Marbore''' im Jahr 1368 dem Plan zu. Ehe es jedoch zu einer Bestätigung auch in den anderen Reichsteilen hätte kommen können, starb Sergis jüngerer Sohn Johann überraschend, wodurch die Konvention hinfällig wurde. Nach Sergis Tod 1378 übernahm sein Sohn Gabriel IV. daher in allen Reichsteilen die Herrschaft.  

Version vom 21:28, 11. Mai 2012

Als Erbteilungsplan Sergis II. wird das Vorhaben König Sergis II. bezeichnet, seine in der Union von Alagua vereinigten Königreiche Sagradien, Micolinien, Perucía und Golen nach seinem Tod unter seinen beiden Söhnen Gabriel und Johann aufzuteilen. Hintergrund war die Erkrankung Sergis, die es ihm zunehmend unmöglich machte, die Herrschaft in allen Teilen des Großreichs auszuüben.

Der Plan sah vor, dass Sergis ältester Sohn Gabriel die Krone von Sagradien und Golen und sein jüngerer Sohn Johann die Krone Micoliniens und die Perucías erben sollte. Ob der Plan erst nach dem Tod Sergis greifen sollte, oder ob dieser an eine Abdankung dachte, ist bis heute ungeklärt. Als erstes stimmten die Stände Micoliniens in der Konvention von Marbore im Jahr 1368 dem Plan zu. Ehe es jedoch zu einer Bestätigung auch in den anderen Reichsteilen hätte kommen können, starb Sergis jüngerer Sohn Johann überraschend, wodurch die Konvention hinfällig wurde. Nach Sergis Tod 1378 übernahm sein Sohn Gabriel IV. daher in allen Reichsteilen die Herrschaft.

Als es 1386 jedoch in Micolinien zum Aufstand gegen Gabriel IV. kam, beriefen sich die micolinischen Stände auf die Konvention von 1368 und den Erbteilungsplan und erklärten diesen für gültig, wodurch das Königtum Gabriels IV. für unwirksam erklärt wurde. An Stelle Gabriels wurde nun Karl von Interea als Karl V. von Micolinien zum König erhoben, was den Micolinischen Unabhängigkeitskrieg auslöste.

Im Vertrag von Álbero 1390 erklärte Gabriel IV. schließlich seinen Verzicht auf die Krone Micoliniens, durfte aber das Königreich Perucía behalten, womit die Konvention von Marbore nicht gänzlich durchgesetzt werden konnte. Nach dem Tod Gabriels IV. widerrief Karls Sohn und Nachfolger Karl VI. von Micolinien jedoch den Vertrag von Álbero, erklärte die Konvention von 1368 erneut für geltendes Recht und erhob selbst Anspruch auf das Königreich Perucía, was den Fünfzigjährigen Krieg auslöste. Erst 1402 revidierte Karl seine Haltung und erklärte auch die Konvention von Marbore für ungültig, womit er nun nicht nur Anspruch auf die Krone Perucías, sondern als vermeintlicher Erbe Sergis I. auch Anspruch auf die sagradisch-golische Königskrone erheben konnte.

Der Friede von Tesqué, der den Fünfzigjährigen Krieg 1443 beendete, nahm schließlich die Konvention von Marbore aus dem Jahr 1368 und damit den Erbteilungsplan Sergis II. als rechtliche Grundlage, um den im Krieg entstandenen Status Quo zu rechtfertigen, der die Trennung der Territorien Karls VI. und Michaels II. entlang der so genannten "Medéo-Linie" festschrieb. Die Krone Perucías wurde damit - wie bereits 1368 vorgesehen - mit der Micoliniens vereinigt, während Golen bei Sagradien verblieb. Diese Konstellation blieb im Grunde bis zu den Napoleonischen Kriegen und darüber hinaus wirksam und bildet die Grundlage für den modernen gesamtmicolinischen Nationalstaat, der sich über die gesamte micolinische Halbinsel erstreckt.